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Archives for: September 2007

Neuwahlen beim Clemens-Beck-Verein / Vorstand bestätigt

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:30:35

Loblied für Schul-Freunde

Neuwahlen beim Clemens-Beck-Verein / Vorstand bestätigt

Von Andreas Klamm

Dudenhofen. - Der Vorstand des Vereines der Freunde der Clemens-Beck-Schule wurde am Montagabend auf der ordent­lichen Mitgliederversammlung neuge­wählt. Der bisherige Vorstand wurde mit einer Ausnahme komplett wiederge­wählt. Beisitzerin. Carla Kempf konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Sie wird dem Verein aber gerne mit Rat und Tat zur Seite ste­hen. Kassierer Peter Wüst und Schrift­führer Gerald Zürker tauschten ihre Am­ter.

Vorsitzender Klaus Müller blickte auf ein veranstaltungsreiches Jahr zurück. Zu den Top-Events zählen unter ande­rem das Spargelfest, bei dem der Löwenanteil der Einnahmen des Vereines erwirt­schaftet wurde, Schulan­fangs- und Schulentlassfeier und das Lotsenfest.

„Eltern, Schule und Schüler müßten für die Arbeit des Vereines ein Loblied singen.", dankte Armin Tussing, seit drei Jahren Schullei­ter der Regionalschule, der Hauptschule und der Clemens-Beck-Schule (CBS), dem Freundes-Verein, herzlich.

Die Freunde der Clemens-Beck-Schule müssen sich keine Sorgen wegen fehlen­der Mitglieder machen. Die Mitglieder­zahl ist von anfangs 17 Mitgliedern auf 118 gewachsen.

Kassenprüfer Gustav Adlhoch und Jürgen Traxel konnten den Kassierer oh­ne Beanstandungen entlasten. Sie wer­den auch beim nächsten Mal wieder die Vereins-Buchhaltung prüfen. 1999 und 2000 war ein umsatzstarker Zeitraum. Auf der der Haben-Seite wurden viele Einnahmen durch die Feste gemacht

Hilfe für sozialschwache Schülerinnen

Auf der andere Seite hat der Verein auch mit hohen Summen in die Zukunft inve­stiert. Er zahlte für Kinder aus sozial­schwachen Familien, die Kosten für die Fahrt ins Landschulheim, so daß diese nicht alleine zurückbleiben mußten.

Er beteiligte sich an der Anschaffung von Computern für die Schüler, die jetzt im Unterricht eingesetzt werden können und an neuen Schul-Tafeln für die Grundschule. Lediglich beim Elternlotsendienst gä­be es derzeit einen Personalnotstand.

Ein Mitglied hat vorgeschlagen, auch Schüler als Lotsen einzusetzen. Bisher leisten Eltern und Mitglie­der des Vereines einen Lot­sendienst vor der Schule ab, um den Weg ihrer Kinder zur Schule sicherer zu machen. Mit der Verkehrsinsel sei der Weg noch ein Stück sicherer geworden. „Vielleicht wis­sen noch nicht alle Eltern, daß wir noch Verstärkung für den Lot­sendienst suchen.", meinte Müller.

In Schnupperangeboten und -Tagen, ein neues Angebot des Vereines, können Schüler in verschiedenen Bildungsein­richtungen sich einen besseren Überblick über die Berufspraxis verschaffen. Ar­min Tussing referierte über die Entwick­lung und den Fortbestand der Regiona­len Schule.

INFO: Der neue Vorstand: Klaus Müller, Vorsitzender, Eva Zecherle, Stellvertre­terin, Gerald Zürker, Kassenwart, Peter Wüst Schriftführer. Beisitzer: Willi Gouasé, Ursula Schmitt, Otto Nörenberg.

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 2000
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007


 
 

In der Musikwerkstatt: Zwei starke Gruppen

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:29:30

In der Musikwerkstatt:

Zwei starke Gruppen

Mannheim. (and). - Am Samstag, 3. März, geht in der Musikwerkstatt der Mannheimer Hauptfeuer­wache die Post ab. Ab 21 Uhr spielen „The Big-Roll-Band" ein Programm aus Rock'n Roll, Rythm'n Blues, Soul und Punk eigener und fremder „Herkunft".

„Johnny And The Bad Boy´s" lassen mit unver­fälschtem Sound der 60er Jahre Erinnerungen der Teenies von damals und die Begeisterung der jungen 60er-Fan´s von heute wach werden.

Johnny und seine Boys spielen die Hits der Beach Boys, Beatles, Rolling Stones und vieler anderer beliebter Gruppen von damals sowie stilgerechte eigene Songs.

Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

Kleingartenverein: Nachwuchsprobleme bei Heckweg

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:28:22

Kleingartenverein:

Nachwuchsprobleme bei Heckweg

Von Andreas Klamm

Mannheim. - Heckweg Vorsitzender Wolf­gang Hauck ist besorgt um Nachwuchs für den Kleingar­tenverein. „Immer weniger junge Leute interessieren sich für einen eigenen Garten.", so der Vorsitzende des Kleingar­ten-Vereines, in seinem Be­richt zum vergangenen Jahr und Blick in die Zukunft an­läßlich der Jahreshauptver­sammlung.

Alle Vorstandsmit­glieder wurden wiederge­wählt. Ein Bauvorhaben einer Vereinshalle, mit Kosten­punkt von 50.000 bis 60.000 Mark, durch ein Mitglieder-Darlehen zu finanzieren, wurde abgelehnt.

Eine end­gültige Entscheidung steht noch nicht fest. Bei einem Ortstermin und einer außer­ordentlichen Versammlung soll erneut über das Baupro­jekt beraten werden. Zwei Drittel der Finanzierung kön­nen vom Verein selbst aufge­bracht werden.

Ella Blümel und Werner Stotz wurden für 40-jährige, Elise Barmer (84) und Herrmann Volz (86) für 60-jährige Mit­gliedschaft geehrt und zu Eh­renmitglieder ernannt. Beide sind noch aktiv und alle er­hielten den Ehrenteller mit Urkunde.

Die zehn schönsten Gärten der Anlage wurde prä­miiert. "Die Zusammenarbeit mit den „Nachbarvereinen" funktioniert außerordentlich gut.", stellte Wolfgang Hauck fest. Kleingarten-Interessierte können sich mit Wolfgang Hauck unter Telefon (06 21) 47 32 34 in Verbindung setzen.

Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

Stuhlkreis in Kolb-Hauptschule hat AIDS und Sexualität zum Thema: HlV-Infizierte mahnt und klärt auf

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:27:08

Stuhlkreis in Kolb-Hauptschule hat AIDS und Sexualität zum Thema:

HlV-Infizierte mahnt und klärt auf

Von MOPO-Mitarbeiter Andreas Klamm

Speyer. - „Ihr seid die Generation, die vielleicht helfen kann, den Virus von der Bildfläche verschwinden zu lassen.", hofft Ingrid W.. Sie ist dreifache Mutter und seit 18 Jahren HlV-positiv. Während ihrer Schwangerschaft beim dritten Kind entdeckten die Ärzte ihre Infektion mit der tödlichen Immunschwäche-Krankheit.

Sie steckte sich beim Mann an. Ihr Kind wurde durch einen Kai­serschnitt entbunden und ist ge­sund. AIDS ist aus der Öffentlich­keit und dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Dagegen ist die Bedrohung an der tödlichen Immunschwäche zu erkranken, keineswegs gebannt.

„Die Schüler wollen mehr wis­sen.", erklärte Klassen-Lehrer Michael Schmidt. Im offenen Stuhlkreis versammelten sich 34 Schüler der Klassen 9a und 9b mit ihren Lehrern der Kolb-Hauptschule am Dienstagmorgen zur Aufklärung gegen AIDS.

Nach anfänglicher Zurückhal­tung fragten die Schüler munter und gezielt zum Tabu-Thema. „Wie spürt man AIDS?", „Sind Küsse gefährlich?", „Sind die Tests zu 100 Prozent sicher?".

Diplom-Psychologin Monika B. gibt Entwarnung: „Durch Küsse kann man sich nicht anstecken." Selbst die Verwechslung einer ge­brauchten Zahnbürste sei unbe­denklich. Sobald das Virus mit Sauerstoff aus der Luft in Verbin­dung trete, werde es inaktiv.

Richtig gefährlich wird es beim ungeschützten Geschlechtsver­kehr. Die Top 4 der möglichen Übertragungswege: Blut, Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch tragen die höchste Virenlast. „Gegen HIV gibt es keine Impfung und keine Heilung. Die Krankheit verläuft immer noch tödlich."

Als Ingrid aus dem Krabbelsack ein Penis-Modell auspackt, sind die Schüler überrascht. Übung für die Praxis; Einer der Schüler traut sich und demonstriert mit Hilfe der ehren­amtlichen Referentin das richtige An- und Ausziehen eines Kondomes.

Die Motivation von Ingrid: „Als ich vor 18 Jahren an HIV erkrank­te, behandelte man unsere Familie, als hätte sie die Pest oder seien Aussätzige. Noch heute können betroffene Erkrankte nicht normal öffentlich über die Erkrankung sprechen." „Ihr seid in einem Al­ter, in dem ihre eure Sexualität entdeckt. Schnell kommt es zu unüberlegten Handlungen mit Folgen für ein ganzes Leben.", er­gänzte Volker Bichel, DAK-Fachberater.

Die Deutsche Angestell­ten-Krankenkasse (DAK) finan­ziert die Aufklärungs-Kampagne aus gutem Grund. „Vorbeugen ist besser als heilen.", so Bichel.

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 1. April 2004
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Ruhender und fließender Verkehr beim „Roten Stadtgespräch"

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:25:43

Ruhender und fließender Verkehr beim „Roten Stadtgespräch"

Hilfreich: Farbe statt Pfeile zum Parken

Von Andreas Klamm

Speyer. - Speyerer Parkhäuser sollten auf den Hinweisschildern farblich ge­kennzeichnet werden. Das for­derte der SPD-Politiker Jürgen Funk (40, SPD) beim „Roten Stadtgespräch - Kommunalpoli­tik vor Ort" im Vereinsheim des AV 03 am Montagabend.
Für Besucher sei es einfacher, einer Farbe zu folgen, um in ein Parkhaus zu gelangen, anstatt sich mittels unübersichtlicher Pfeile zu orientieren. Das Ver­kehrs- und Parkleitsystem mit unübersichtlichen Pfeilen sei völ­lig unzureichend.

Man habe einseitig auf Touris­mus gesetzt. Durch Abschottung habe man einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, die bereits vor­handenen Strukturproblcme noch weiter zu verschlechtern. Dennoch sei noch genügend Po­tenzial vorhanden, um die Außenwirkung von Speyer zu verbessern, erklärte Funk.

Funk setzte sich für das Kon­zept der kurzen Wege und der schnellen Erreichbarkeit, ohne übermäßigen Kreuzungsverkehr zu produzieren, ein. Einige Beispiele aus der Praxis; Das Linksabbiegeverbot von der Bahnhofstraße in die Maximilianstraße sei aufgehoben worden. Allerdings weise bis heute noch keine Linksabbiegespur darauf hin, so dass es häufig zu Rückstaus in beide Richtungen komme.

Funk zufolge, habe man sich durch eine unsinnige Beschilde­rung zwar den Parkplatz an­schauen können, habe allerdings dann durch die halbe Stadt fah­ren müssen, um in das Parkhaus Heydenreichstraße zu gelangen. Das SPD-Konzept habe zu einer positiven Umsetzung zur Lösung des Problemes geführt.

Kreisel Landauer und Schwerd Straße

Die Idee für einen Kreisel sei in einer Bürgerversammlung ent­standen. Die SPD habe die sinn­volle Anregung in ihr Konzept aufgenommen. Das Land habe das Projekt mit der Begründung abgelehnt, dass die Fließgeschwindigkeit der angrenzenden Straßen zu unterschiedlich seien und habe einen übermäßigen Rückstau in die Landauer Straße befürchtet. Die Einfahrt von der Karolingerstraße stadteinwärts in die Landauer Straße sei gefähr­lich.

Funk schlug vor, die Gefahr mit einem Spiegel zur besseren Orientierung auf der gegenüber­liegenden Verkehrsinsel zu ent­schärfen. Die Maßnahme belaste den Stadthaushalt nur unwesent­lich. Funk betonte: „Ein Gesamtkonzept mit Einbezug des Krei­sels für den Bereich Schützen- und Landauer Straße wäre drin­gend erforderlich, um eine weite­re Verschlechterung der dort herrschenden Zustände zu ver­meiden."

Nach Ansicht von Funk habe sich die Situation durch den wohnwirtschafllichen Ausbau des Roßsprung-Geländes und der Ansiedlung des Media-Marktes weiter verschärft. Der Elektrofachmarkt sei für Speyer ein wichtiger Impulsgeber, jedoch auf dem falschen Gebiet angesiedelt worden. Man könne eine weitere Zufahrt zum Kreisel Marktkauf verwirklichen, erklär­te Funk, über die dann ausgebau­te Raiffeisenstraße in den Mäuseweg über die Hasenpfühlerweide.

Durch diese „Querspangenlösung" würde, so der SPD-Politi­ker, eine deutliche Entlastung der Wormser Landstraße erreicht werden.

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 2004
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

Weihnachten aus Flandern - Edith-Stein-Schülerinnen musizierten in St. Otto

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:24:22

Weihnachten aus Flandern

Edith-Stein-Schülerinnen musizierten in St. Otto

Von Andreas Klamm

Speyer. - „Alle Jahre wieder...", so beginnt eines der schönsten deutschen Weihnachtslieder und so begibt sich das Edith-Stein-Gymna­sium alljährlich auf eine vorweihnachtliche, Reise". Während in den vorhergehenden Jahren, Weihnachten aus Frankreich und Italien vorgestellt wurde, durften sich die Gäste bei dem diesjährigen Weihnachtskon-zert an Weihnachtsmusik und Orgel-Varia­tionen aus Flandern, dem heutigen Nieder­lande, erfreuen.

Unter Leitung von Christi­ne und Gregor Pfeifer (Musiklehrer) gab das Edith-Stein-Gymnasium in der St. Otto-Pfarrkirche ein „flämisches" Weihnachts­konzert.

Der Konzertabend begann mit einem Ad­ventshymnus von Guillaume Duffy „Conditor alme siderum" (Gott heiliger Schöpfer aller Stern). Weiter folgten flämische Weih­nachtsmusikkompositionen und Orgel-Va­riationen von Flor Peters „Nun sei uns will­kommen" „Vier altflämische Weihnachtslie­der", Jan Pieterson Sweelinck mit Orgelva­riationen über „Allein Gott in der Höh sei Ehr", Clemens non Papa „Seht ein Kind ist uns geboren" und Renaat Veremans „Die Hirten".

Im Mittelpunkt des festlichen Abends stand die Dia-Betrachtung "Der Dreikönigsaltar" mit Texten von Jörg Zink zum Werk des bekannten Malers Rogier van der Weyden.

Mit viel Engagement sorgten die Mitwir­kenden Claudia Prutscher (Mezzosopran und Orgel), Birgit Boltz, Kalja Dietrich, Ro­semarie Moser (Sprecherin), der Mittelstu­fenchor, der Kammerchor und das Orche­ster des Edith-Stein-Gymnasiums für einen schönen, einfach wunderbaren und sicher­lich für manchen Besucher unvergeßlichen Weihnachtskonzertabend.

Im „Rampen­licht" all derer, die diesen Abend gestalteten stehen Christine und Gregor Pfeifer, die mit Unterstützung der Belgischen Botschaft und dem Centre Belge de Documentation Musicale, Brüssel zu einem sehr guten Er­folg des Konzertes verhalfen.

„Schwer in der Finanzierung und schwer in der Vorbereitung" meinte Gregor Pfeifer, kurz vor dem Ende dieses Konzertes in der St. Otto-Pfarrkirche. Aber all die Mühe hat sich gelohnt, denn der stürmische und lang­anhaltende Beifall bestätigte den bestens gelungenen und weihnachtlichen Musikabend, aus Flandern.

BILD-Unterschrift # 1: DIE SCHÜLERINNEN der Edith-Stein-Schule trafen sich zu einem vorweihnachtlichen Konzert in der Pfarrkirche von St. Otto. Auf dem Programm standen Melodien aus Flandern. Foto: Bettina Deuter

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 1984
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007

Ohne Qualifizierung gibt kaum eine Chance

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:23:02

Zukunftsorientiert:

Schritt zum Erfolg

Ohne Qualifizierung gibt kaum eine Chance

Von Andreas Klamm

Mannheim. - Eine wichtige Entscheidung hat das Kultusministerium zugunsten der Akademie für Bürokommunikation und Welthandelssprachen, ABW, getroffen. Mit sofortiger Wirkung wurde die Ausbildung zur Sekretärin für Internatio­nale Touristik, der privaten Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH, staatlich anerkannt.

Die Nachfrage nach euro­paorientierten Berufen wird immer größer. Viele der Be­werber interessieren sich etwa für Studiengänge, wie Internationaler Direktions­assistent/in oder Betriebs­wirt.

Das Studium zum Interna­tionalen Betriebswirt/in be­ginnt am 1. Oktober, Bewer­bungsschluß für das Winter­semester ist der 31. August. In der sechsmonatigen Stu­diendauer werden pro Se­mestergruppe cirka zwanzig Studenten aufgenommen.

Die Abschlüsse zum inter­nationalen Betriebswirt werden bei der ABW und der Pariser und Londoner Handelskammer abgenom­men. Ein besonderer Aus­bildungspunkt ist der Placement Service der ABW. Hier werden Kontakte zu den Unternehmen herge­stellt.

Die ABW hat sich der Aufgabe gestellt, neben ni­veauvollen Kenntnissen in Theorie, auch eine opitmale praktische Studienausbildung zu vermitteln. Damit steigen die Chancen nach der Ausbildung auch einen Ar­beitsplatz zu finden.

Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis der Allge­meinen Hochschulreife oder der Fachschulreife mit mindestens sechs Jahren Englischkenntnisse sowie drei Jahre Französisch.

Be­werbung können an die Akademie für Bürokommu­nikation und Welthandels­sprachen, ABW, S l 8, 6800 Mannheim, Telefon (0621) 3 48 64 eingereicht werden.

Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Bezirksbeirat tagte: Die Probleme sind allen längst bekannt

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:21:16

Bezirksbeirat tagte:

Die Probleme sind allen längst bekannt

Von Andreas Klamm

Mannheim. - Unter Vorsitz von Stadträtin Elke Stegmeier trat der neuen Bezirksbeirat Seckenheims zu seiner ersten Sitzung zusam­men. Zu Beginn der Tagung verpflichtete sie die Bezirksbeiräte auf ihr vierjähriges ehrenamtliches Engagement. Dann ging es gleich zu den Hauptthemen der Bezirksbei­ratssitzung über; Die Wohner­weiterung Hochstatt, die Ent­wicklung des Neubaugebietes Seckenheim Südwest, die Verkehrsentlastung auf dem Maimarktgelande und der Lärmschutz an den Autobah­nen wurden debattiert.

Teilmaßnahmen im Rahmen des Programms zur einfachen Stadterneuerung Hochstätt wurden bereits beendet. Der Gemeinderat hat für den Freizeitbereich den Bebauungs­plan beschlossen, die Planun­gen für das Zentrum sind in Ausführung.

Der zweite Ab­schnitt der Mietergärten wird jedoch zurückgestellt, da man zuerst die Entwicklungen zur ergänzenden Wohnbebauung abwarten möchte. Der Vertre­ter des Stadtplanungsamtes, Robert Bechtel, stellte zwei Möglichkeiten vor, die auch dem Gemeinderat zugehen.

So könnten etwa 200 Wohnun­gen geschaffen werden, eine optimalere Lösung würde je­doch 1000 Wohneinheiten bringen, ökologische und pla­nerische Einwände seien zu bedenken. Dagegen stehen al­lerdings 4000 Dringlichkeits­fragen in Mannheim, plä­dierte Friedrich Kranz, SPD-Beiratsprecher, für eine groößere Lösung.

Der CDU-Abgeordnete, Wer­ner Bordne, ließ notieren, daß der stattgegebene Abenteuer­spielplatz nicht als Hinderungsgrund für die Hochstätt-Äusbauung herhalten dürfe. Obgleich die Mittel feh­len, setzte er sich erneut für ein Bürgerhaus ein.

Hochstätter Vertreter der Bürgerinitia­tive forderten mit der Zu­nahme der Einwohnerzahl um die Hälfte der bisherigen Bür­ger, Hilfen für die angeschla­gene Infrastruktur. ML-Ver­treter, Hansjörg Probst, un­terstützte die Ausführungen für eine große Lösung. Eine politische Entscheidung müsse her, stellte Bechtel fest.

Unter den Hochstättern geht die Angst umher, daß die Renovierungsarbeiten der GBG, die aus Stuttgarter Fördermit­teln finanziert werden, Miet­erhöhungen mit sich bringen werden. Die GBG hat einen Mieterversammlung angekün­digt.

Der Seckenheimer Süd­west-Bebauungsplan liege dem Regierungspräsidenten als beschlossene Satzung vor. Die Umlegung, die nach Erfahrungswerten des Vertre­ters des Vermessungsamtes Werner Meyer etwa drei Jahre dauern werde, könne bald begonnen werden.

Für die weitere Bebauung über den Wassertum hinaus, for­derte der Beirat den Beginn der Planungsarbeiten nicht nur für den kleinen Teil hin­ter der Wolfacher- und Hausacher Straße, sondern für das gesamte Gebiet. Die mit den Wohngebieten im Zusammen­hang stehende Randerschlie­ßungsstraße wurde ebenso er­örtert, wie die neungeplanten Anschlüsse an den Straßen in bestehenden oder neuen Bau­gebieten.

Die Verkehrsentla­stung Seckenheims nach Großveranstaltungen auf dem Maimarkt-Gelände war ein weiteres Thema der Sitzung. Direkt-Autobahnanschlüsse und zur Rhein-Neckar-Schnellstraße sollen Abhilfe schaffen.

Lärmschutzeinrichtungen zwischen dem Viernheimer und Mannheimer Kreuz der A 6 sollen eine Ent­lastung in Hinsicht auf Lärm­belästigungen bringen. Im Fall Suebenheim prüft das Landesamt die Möglichkeiten. Tempo 100 bringe jedoch nicht den gewünschten Erfolg, hieß es.

Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Müntefering zu Besuch bei SPD-Sommerfest - Andrang auf Autogramme

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:19:55

Müntefering zu Besuch bei SPD-Sommerfest

Andrang auf Autogramme

Von Andreas Klamm

Speyer. - Der Wahlkampf laufe jetzt in die heiße Phase. Das Rennen sei noch nicht vorüber, bestärkte SPD-Parteivorsitzender Franz Müntefering die Genossen der Speyerer SPD bei einem Famili­enfest gestern in der Walderho­lung.

In der Sommerhitze zeigte sich ein gut gelaunter Parteivorsitzen­der, um seinen Wählern die Bot­schaft zu überbringen: „Die Wahl wird erst am Wahltag um 18 Uhr entschieden sein."

Er forderte dazu auf, am 13. Ju­ni wählen zu gehen. Wer ent­scheiden möchte, müsse handeln und sich engagieren. Nicht wählen zu gehen, sei keine Alter­native und eine falsche Entschei­dung. Müntefering fühlte sich bei der für Speyer so typischen Brezel und einem Bier sehr wohl.

Er genoss sichtlich das Interesse auch der jungen Parteifreunde, die für ein Autogramm des SPD-Politi­kers Schlange standen - so sehr, dass die Autogramm-Karten aus­gingen. Franz Müntefering improvsierte erfolgreich. Autogram­me gab es auf allem, was be­schreibbar war.

Zuversichtlich blickt er auf die Wahl am kom­menden Sonntag. Gegenüber der MORGENPOST erklärte Franz Münterfering; „Man darf sich nicht an Umfragen orientieren, sondern muss mit den Leuten, sprechen und die Argumente vor­tragen."

Wirtschaftlicher Wachstum müsse aus den Unternehmen kommen. „Es fehlt uns die Binnen-Nachfrage. Das ist wohl wahr. Aber vor allen Dingen müs­sen die Unternehmen mutig und entschlossen sein, neue Arbeits­plätze zu schaffen. Ich glaube, dass unsere Unternehmen wett­bewerbsfähig in Europa und dar­über hinaus sind. Wir werden in diesem Jahr auch ein Wachstum haben mit rund 1,5 Prozent", so der SPD-Politiker.

Massen-Arbeitslosigkeit belas­tet nachhaltig auch die Kassen der Kommunen. „Bei der Zusam­menlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden es 2,5 Milliar­den Euro sein, die bei Städten und Gemeinden ankommen. Die Länder müssen mitmachen. Rich­tig ist, dass die Kommunen Geld brauchen." erklärte er.

BILD-Unterschrift # 1: Von links: Dr. Markus Wintterle, Dr. Dieter Schiffmann, Friederike Liili, Franz Münteferlng, Peter Büchner und Dr. Christian Roßkopf. Foto: eib

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 7. Juni 2004
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Vorbeugen ist besser als Heilen: Klimaschutz und Allergie

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:18:41

Vorbeugen ist besser als Heilen:

Klimaschutz und Allergie
Von Andreas Klamm

Berlin. Das Thema Klimaschutz ist zur Zeit bei nahezu allen Menschen, in der Öffentlichkeit, in der Politik und in den Medien im Gespräch. Die Themen Allergie und Klimaschutz stehen im direkten Zusammenhang. Doch wie kann eine direkte Verbindung hergeleitet werden?

Kaum ein Mensch wird zur Zeit in Frage stellen, dass der periodische und stellenweise auftretende Klimawandel nicht zum Teil deutlich wahrnehmbar ist. Menschen, die sich privat und aus beruflichen Gründen im Freien aufhalten müssen, können dies teilweise mit schmerzhaften Erfahrungen bestätigen.

Allergie durch intensive Sonnen-Einstrahlung

Intensive Sonneneinstrahlung kann zur Allergie mit schmerzhaften und unangenehmen Entzündungsreaktionen an der Haut bis zur sogenannten "Mallorca"-Akne auch bekannt als Acne aestivalis führen. Diese Form der Akne tritt überwiegend nach einer intensiven Sonnenexposition in der Regel bei Frauen zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr mit follikulären Pappeln und einem entzündlichen Randsaum auf. Doch auch Männer, die empfindlich auf Sonne reagieren, können betroffen werden.

Das zeitweilige schmerzhafte Ekzem der Haut tritt meist kurze Zeit nach intensiver Sonnenbelastung der Haut ein.

Begünstigende Faktoren für Schädigungen der Haut durch intensive Sonneneinstrahlung, verursacht durch eine hohe Belastung hauptsächlich mit UV-A-Strahlen, ist eine ausgeprägte Sonnenbelastung in Verbindung mit Deos, Kosmetika, Pigmentstörungen, Schmuck und fetthaltige Sonnenschutzmittel.

Symptome (Krankheitszeichen)

Meist bereits kurze Zeit nach der Sonnen-Einwirkung, zeigen sich Rötung und Schwellung der Haut, Bläschen-Bildung, Quaddeln, ein starker Juckreiz, der je nach Grad der Überbelastung der Haut durch die Sonne auch als Schmerzen von den Betroffenen wahrgenommen wird.

Geschädigte Hautareale betreffen meist das Gesicht, Decolltée, Arme, Beine und bei Männern auch die ungeschützte Glatze.

In der Regel klingen die Symptome einige Tage nach der zu intensiven Sonneneinstrahlung meist ohne zusätzliche therapeutische Interventionen ab.

Mit mit besonderer Aufmerksamkeit müssen Schädigungen der Haut bei Kindern beobachtet werden.

Vorbeugen ist besser als heilen

Noch besser als heilen ist bekanntlich vorbeugen. Ein Ekzem, eine Allergie, verursacht durch zu lange und zu intensive Sonnenbelastung der Haut kann am besten mit recht einfachen Mitteln vermieden werden.

In der größten Mittagshitze, zwischen 12 und 15 Uhr (örtliche Unterschiede sind möglich), auf Sonnenbäder verzichten, die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung im Sommer gewöhnen, das meint kurze und nicht zu lange Aufenthalte in der Sonne oder eventuell auch der Besuch in der Sonnenbank.

Besuche in der Sonnenbank sollten bei Menschen, die bereits im Vorfeld an Problemen mit der Haut leiden, mit einem Dermatologen (Hautarzt) besprochen werden.

Fettarme Sonnenschutz-Mittel mit hohen Lichtschutz-Faktoren verwenden, die auch UVA-Strahlen absorbieren. Vor einem geplanten Sonnenbad auf Deos, Parfum, Duftstoffe und Kosmetika verzichten.

Eine Einnahme von Kalzium vor dem Urlaub oder auch vor Zeiten intensiver Sonnenbelastung für Berufstätige, beispielsweise, Polizisten, Bauarbeiter, Handelsvertreter, Außendienstmitarbeiter, Landwirte, Verkäuferinnen kann vorbeugend wirken und helfen die Haut vor Schäden zu bewahren.

Sobald erste Anzeichen einer Irritatation der Haut durch die Sonne wahrnehmbar oder sichtbar sind, sofort aus der Sonne gehen und einen Platz im kühlenden Schatten suchen.

Für Menschen, die besonders schnell empfindlich gegenüber intensiver Sonneneinstrahlung reagieren, empfiehlt es sich, auf das australische Modell der Prävention von Hautschäden zurückzugreifen und mit einem T-Shirt baden zu gehen, damit das Bade-Vergnügen nicht getrübt wird.

Männer mit lichtem Haupthaar oder einer Glatze, welche eine Cabriotfahrt mit dem offenen Verdeck lieben, sollten nicht vergessen, ihren Kopf mit einem Hut oder eine Mütze zu schützen. Diese einfache und günstige Maßnahme kann nicht nur vor einer Allergie durch zu intensive Sonnenbelastung der Haut schützen, sondern auch vor einem Sonnenstich oder Hitzeschlag.

Dermatologen warnen bereits seit Jahren vor zu intensiver Sonnenbelastung der Haut. Ständig wiederkehrende Allergien, regelrechte Verbrennungen und immunologische Entzündungsreaktionen der Haut durch sogenannte Sonnenbrände können ungünstige Faktoren an der Entstehung von Hautkrebs sein. Zudem tragen zu intensive Sonnenbäder zur vorzeitigen Alterung der Haut bei.

Wer sich schützt, handelt also doppelt umsichtig und kann sowohl das Risiko an einer Allergie oder Hautkrebs zu erkranken, mindern.

Mit der sich abzeichnenden Entwicklung, dass Menschen, an vielen Orten auch beruflich mehr und mehr intensiv schädigender Sonnen-Belastung ausgesetzt sein werden, wächst die Bedeutung der Beachtung einfacher Verhaltensmaßnahmen beim freiwilligen oder beruflich notwendigen Aufenthalt in der Sonne.

Bauarbeiter und andere Berufsgruppen sollten sich in der Hitze beispielsweise nicht entkleiden, sondern in Erwägung ziehen sich mit Leinen- oder Baumwoll-Kleidungsstücken zu schützen.

Zudem sollte in der Zeit intensiver Sonnenbelastung mehr Flüssigkeit (einfaches Mineralwasser oder Apfelsaft-Schorle genügen) aufgenommen werden.

Therapie

Sollte eine Therapie der Acne aestivalis oder "Mallorca"-Akne notwendig werden, wird diese in der Regel lokal mit Tretionin durchgeführt. Bei Kindern mit Hautschäden und bei schweren Hautschäden erwachsener Menschen durch zu intensive Sonnen-Belastung gilt immer den Arzt bzw. am besten einen Dermatologen (Haut-Arzt) aufsuchen.

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Erst-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 31. August 2007, Sonder-Reihe "XXL-info. Gesundheit"

Vom Hautauschlag bis zum Tod innerhalb weniger Minuten: Immer mehr Menschen leiden an Allergien in Deutschland

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:17:24

Vom Hautauschlag bis zum Tod innerhalb weniger Minuten:

Immer mehr Menschen leiden an Allergien in Deutschland

von Andreas Klamm

Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Allergien. Insgesamt hatten 40 bis 43 Prozent aller deutschen Bürger schon einmal eine Allergie in ihrem Leben. Dies bestätigen die Ergebnisse einer Bundes-Gesundheits-Umfrage aus dem Jahr 1998. Allergische Krankheiten in Deutschland sind weit verbreitet.

Nach den Ergebnissen der Studie hatten 17 Prozent aller westdeutschen und im Vergleich nur 11 Prozent aller ostdeutschen Erwachsenen eine allergische Rhinitis (Schnupfen, oberflächlicher Katarrh meist einhergehend mit schleimig-eitriger Sekretion).

Von sozioökonomischer wachsender Bedeutung sind Allergien verursacht durch Medikamente (Penicillin, Insulin, jodhaltige Kontrastmittel, Azetylsalizylsäure, Blutkonserven, Humanalbumin, Antibiotika, Lokalanästhetika, Dextran- und Gelantin-Präparate, Polysacchararide), Nahrungsmittelallergien (Obst, Nüsse, Eiweißprodukte), Insektengifte, etwa durch Bienen-, Hornissen-, Wespen-Stiche, Schlangengift, Inhalations-Allergien (Gräser- Baum- und Pollenblüten, Hausstaub-Milben, Milbenausscheidungen, Tierepithelien beispielsweise von Hunden und Katzen, Schimmelpilze und weitere Stoffe) und Kontakt-Allergien (Nickel, Latex, Waschmittel, Färbemittel, chemische Zusätze etwa in Holz und Leder, Nahrungsmittelzusätze und andere auslösende Faktoren).

Eine Allergie kann unter anderem mit den Krankheitsbildern einer laufenden Nase (Heuschnupfen), tränende und juckende Augen (Bindehautentzündung), juckender Hautausschlag (Hautallergie, Nesselsucht), Asthmaanfälle (Asthma) oder seltener Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Magenschmerzen auftreten.

Bei der Allergie handelt es sich sich um eine angeborene oder erworbene spezifische Änderung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems gegenüber dem Körper fremden, eigentlich als unschädlich geltenden Substanzen, die als Allergen erkannt werden.

In der Sensiblisierungsphase gegenüber einer Substanz vom Erstkontakt bis zum Auftreten von Symptomen (erkennbare Krankheitszeichen) und von Entzündungsreaktionen können etwa fünf Tage bis mehrere Jahre nach einem erneuten Kontakt vergehen.

Das Auftreten von entzündlichen Reaktionen im Zusammenhang mit Allergien ist in der Regel an den Organsystemen wie Haut, Konjunktiven (Bindehäute der Augen), Nasen- Rachen- Bronchialschleimhaut und Magen-Darm-Trakt zu beobachten.

Nach Combs und Gell werden vier Typen der immunologischen Überempfindlichkeitsreaktionen klassifiziert. Unterschieden wird in den Frühtyp, der sogenannten humoralen Allergie vom Typ I bis Typ III und in den Spättyp, der zellvermittelteten Allergie vom Typ IV, bekannt auch als verzögerter Typ.

In die Gruppe der immunologischen Überempfindlichkeitsreaktionen nach dem Frühtyp werden der Soforttyp und der analphylaktische Typ eingeordnet.

Die Reaktionen im Rahmen einer Allergie können von einer vermeintlich, harmlos erscheinenden Rhinitis mit seröser-eitriger Sekretion bis zur schwersten, lebensbedrohlichen und gefürchteten Komplikation, einem anaphylaktischen Schock, mit der Folge eines Herz-Kreislauf-Stillstandes und Tod innerhalb von nur wenigen Minuten führen.

Der dramatische schwere Verlauf einer Anaphylaxie bzw. des anaphylaktischen Schocks wird durch eine Antigen-Antiköper-Reaktion in Gang gesetzt.

Im Rahmen dieser Antigen-Antikörper-Reaktion werden unter anderem folgende Mediatorensubstanzen mit folgenden Wirkungen freigesetzt.

Histamin, welches zur Vasodilation (Erweiterung von Blutgefäßen) und erhöhte Zellpermeabilität (Durchlässigkeit bei Zellen) mit Flüssigkeitseinwanderung führt.

Serotonin mit der Folge einer Arteriolenkonstriktion (Engstellung der letzten Gefäss-Abschnitte der Arterien) hauptsächlich relevant bei Lunge und Nieren und einer Arteriolendilation (Erweiterung, Weitstellung) wirkend an der Skelettmuskulatur.

Bradykinin mit der Folge einer Vasodilation der peripheren Arterien und Arteriolen

SRS-A (Slow reacting substance of anaphylaxis, Leukotriene) mit einhergehender erhöhter Gefäßpermeabiltität, Bronchiolenspasmus und Schleimhautödemen.

Prostataglandine, die zu vermehrter Schleimproduktion und unangenehmen Hautreaktionen, wie Jucken, Quaddeln und Rötungen führen.

Bei schweren allergischen Reaktionen gilt die bedeutende Aufmerksamkeit dem Histamin, das in Verbindung mit anderen Mediatorsubstanzen für die schweren respiratorischen (Störungen der Atmung) und kardiozirkulatorischen Veränderungen (Störungen der Herz- Kreislauf-Funktionen und Durchblutung) und Komplikationen verantwortlich ist.

Histamin ist ein Gewebshormon, das auch für die Allergiesymptome wie Rötung, Schwellung, Juckreiz, Niesen und Nasenlaufen verantwortlich ist.

Therapieansätze und Behandlungsmöglichkeiten

Im wesentlichen gibt es vier wesentliche Behandlungs-Möglichkeiten.

Allergenkarenz und Vermeidung von Noxen

Das bedeutet das Vermeiden eines Kontaktes mit den Allergen, den Substanzen, die zur immunologischen Entzündungsreaktion führen.

Praktische Anwendungsbeispiele: Latex-Allergie: Latexfreie Handschuhe verwenden, Nickel-Allergie: Auf Mode-Schmuck verzichten, stattdessen Schmuck aus Silber und Gold tragen, auf Piercings verzichten, die Nickel enthalten, Kunststoff-Brillen-Fassung, etc.. Blüten- Baum- und Pollen-Allergie: In Regionen reisen, in denen erfahrungsgemäß eine geringe Belastung mit Pollen auftritt, etwa am Meer. Allergisches Bronchialasthma: auf die Noxe (krankmachender Stoffe) Nikotin mit weiteren Giftstoffen, oder auf Mehlstaub und die Aussetzung mit organischen Staub verzichten.

Allergenkarenz gilt als die wirksamste, schonendeste und kostengünstigste Therapieform. Kommt es nicht zum Kontakt mit einer Allergie-auslösenden Substanz, entsteht in der Regel auch keine Allergie.

Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass Menschen, die an einer Allergie leiden, oft auch von einer Kreuz-Allergie betroffen sind und damit nicht nur gegenüber einer Substanz, sondern meist auf mehrere Substanzen allergisch reagieren.

Zudem lassen sich Kontakte zu den Allergie-auslösenden Stoffen nicht immer vermeiden.

Hyposensibilisierung

Meist wird die Allergie-auslösende Substanz in die Haut eingebracht oder seltener auch geschluckt. Mit der Methode soll der Körper weniger empfindlich gegenüber den auslösenden Substanzen gemacht werden. Im Laufe der Zeit und Therapie erlahmt die Reaktion des Immunsystems. Verläuft die Hyposensibilisierung erfolgreich kommt es trotz des direkten Kontakts mit den Allergen nicht mehr zur Krankheitsentwicklung. Eine Hyposensibilisierung muss immer ärztlich überwacht werden, insbesondere deshalb weil es auch im Rahmen einer Hyposensiblisierung zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann.

Medikamentöse Therapie

Bekannt ist die Therapie mit Antihistaminika (H1-Blocker) in Spray- oder Tropfenform. Die Chromoglycinsäure, welche die Ausschüttung von Histamin verhindert, zeigte meist nur präventiv eingesetzt gute Erfolge.

Vasokonstriktoren können eingesetzt werden, um die kleinen Blutgefäße zu verengen. Von einer längeren Einnahme wird abgeraten.

Kortikoide stammen in der Regel in ihrer chemischen Substanz vom körpereigenen Cortisol ab. Mit den Kortikoiden wird die Freisetzung der Botenstoffe im Gewebe und deren Effekte blockiert. Damit können die immunologischen Entzündungsreaktionen gelindert werden. Kortikoide wirken antiallergisch.

Warnhinweise und Krankheitszeichen für eine Anaphylaxie, dem allergologischen Notfall, können sein: Kratzen im Hals, Husten, Kloßgefühl, unbestimmte Angstgefühle, flächenhafte Hautrötung (Flush), Quaddeln an der Haut (Urtikaria), Schwellungen (Qunicke-Ödem), Kehlkopf-Ödem (Larynx-Ödem), Bauchkrämpfe, Zittern (Tremor), Juckreiz im Genitalbereich, Mund, Handflächen, Kopfbereich, Blutdruckabfall (Hypotonie), Tränen der Augen, Schwindel, Schwäche, evtl. Krampfanfälle, und Fieber mit Schüttelfrost.

Zudem können alle klassischen Krankheitszeichen eines drohenden Schocks sichtbar sein: Atemnot durch Verengung der Atemwege (Dyspnoe), beschleunigter Herzschlag (Tachycardie), Blutdruckabfall (Hypotonie), Herzrhythmusstörungen und das Vollbild des Schocks mit Bewußtlosigkeit und Zusammenbruch des Kreislaufs.

Im Notfall gilt es Ruhe zu bewahren, Rettungsdienst und den Notarzt (Tel. 112 / 19222) rufen, erste Hilfe mit einfachen Maßnahmen, etwa der Unterbindung der Allergenzufuhr, der Anwendung des Notfall-Sets mit Antihistaminika, welche Patienten, bei denen schwere allergische Reaktionen in der Vorgeschichte bekannt sind, oft mit sich führen, atemerleichternde Oberköperhochlagerung, bei Notwendigkeit, Schocklage und einen Wärmeerhalt zu leisten. Nicht außer Acht gelassen werden sollte auch die psychologische Betreuung während eines allergologischen Notfalls.

Allergie, ist ein Thema, das mehr und mehr Bürger in Deutschland in jedem Alter treffen kann, vom Neugeborenen bis zum Rentner. Das Stillen von Neugeborenen mit Muttermilch soll dazu führen, dass es weniger zu Erkrankungen an einer Allergie kommt.

Eine besondere Form der Allergie ist die Abstoßungs-Reaktion bei einer Transplantation, die innerhalb von 12 bis 72 Stunden eintreten kann. Eine Transplantations-Abstoßung wird in der Regel versucht mittels Immunsuppression (Unterdrückung der Reaktion des Immunsystems) zu verhinden.

Zu den Spitzenreitern der Kontakt-Allergene zählen unter anderem: Chromat, Kobalt, Nickel, Gummi, Desinfektionsmittel, Formaldehyd, Antibiotika und Salbengrundlagen. Allerdings können auch Modeschmuck, Spielzeug mit chemischen Beimengungen, Gerbstoffe im Leder und künstliche Fingernägel zu einem schweren Kontaktekezem mit Beeinträchtigungen der Haut führen.

Ein Vergleich mit früheren Studien zeigt, dass die Häufigkeit der allergischen Rhinitis von 1990/92 bis 1998 insgesamt um 70 % gestiegen ist. Die relative Zunahme ist im Osten höher als im Westen.

Quellen:
1. Robert-Koch-Institut, Berlin (http://www.rki.de )
2. E. Hermann-Kunz
3. CDC Center for Diseases Control, Atlanta, USA (http://www.cdc.gov )
4. Allergie.com (http://www.allergie.com )
5. Haynes, 1989
6. Kühn, Luxem, Runggaldier, Rettungsdienst, 2. Auflage, 2001 Urban & Fischer
7. Sönke Müller, Memorix, Notfallmedizin, 3. Auflage, Chapman & Hall, 1995

Technische Informationen: 1198 Wörter, 8785 Zeichen ohne Leerzeichen, Hochrechnung: Pro Zeile cirka 40 Anschläge, 225 Zeilen in der Rechnung mit 40 Anschlägen pro Zeile. Verfügbar als WORD, HTML- und PDF-Dokument.

Erst-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 31. August 2007, Sonder-Reihe "XXL-info. Gesundheit"

100-jährige Frieda Foltz empfindet Weltkriege als schlimmste Erfahrung

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:15:45

100-jährige Frieda Foltz empfindet Weltkriege als schlimmste Erfahrung

Zeitungslektüre als Lebenselixier

Von Andreas Klamm

Speyer. - Zeitungsleser leben länger. Der lebende Beweis: Frieda Foltz in Speyer. Die betagte und geis­tig rege Frau feierte am Pfingst­montag ihren 100. Geburtstag. Das ließ sich auch Oberbürger­meister Werner Schineller nicht entgehen und gratulierte Frieda Foltz persönlich mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Ein Rezept für ihr hohes Alter und Gesundheit habe sie nicht. Sie lese sehr gerne und das täg­lich. „Ich interessiere mich ganz besonders für die Lokalteile und Todesanzeigen in den beiden großen Speyerer Tageszeitungen", meinte die Jubilarin. Das tägliche Lesen der Zeitungen ist ihr ganz besonders wichtig.

Ihr Lieblingsbuch, das ihr spon­tan einfiel: „Das Volk ohne Raum" von Hans Grimm. Seit und zehn Jahren lebe sie jetzt im Altenheim der Speyerer Bürgerhospitalstiftung. „Ich habe zwei Weltkriege erlebt und überlebt. Es war richtig schlimm. Am schlimmsten waren die beiden großen Hungersnöte und die Zei­ten der Inflation.", so die 100-Jährige.

Frieda Foltz freut sich, wenn sie Besuch von Freunden, Verwandten und Bekannten bekommt.

"Früher war ich immer in Bewegung. Ich wanderte gerne", erin­nerte sich die Frau.

Seit 1917 lebt Frieda Foltz in Speyer. Geboren wurde sie am 31. Mai 1904 in Zweibrücken. Die El­tern heirateten in der Domstadt. Die 100-Jährige hat keine Kinder. „Ich war verheiratet mit der Bank.", meinte die ehemalige Bank-Sekretärin.

Sie war mit Leib und Seele und mit großem Engagement im Beruf als Bank-Sekretärin tätig und schwärmte auch noch an ihrem besonderen Ehrentag davon.

Die Jubilarin hat noch einen Bruder und entstammt ursprünglich aus dem Herrmann-Heinrich Guembel-Stammbaum, dem G. Herrmann-Heinrich-Stamm zugehörig.

Mit 100 Jahren habe sie noch ei­nen ganz besonderen Wunsch: „Ich will sanft sterben, wenn es einmal so weil ist.," Die Feierlich­keiten zu ihrem 100. Geburtstag und den Besuch zahlreicher Ver­wandter, Freunde und Bekannte genoss Frieda Foltz sichtlich.

BILD-Unterschrift # 1: Die geistig rege Frieda Foltz war nach eigener Aussage mit ihrem Job in der Bank verheiratet. OB Schineller (v.l.) und Pfarrer Flory gratulieren zum 100. Geburtstag Im Altenheim am Mausbergweg. Foto: www

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 2. Juni 2004
Zweit-Veröffentlchung: British Newsflash Magazine, August 2007

Notarzt für Kinder kommt

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:14:16

Notarzt für Kinder kommt

Von Andreas Klamm

Speyer. - Die Verantwortlichen vom Diakonissen-Krankenhaus sind zuversichtlich. Das Kinder-Notfalleinsatzfahrzeug (NEF) ist in greifbarer Nähe. „Das Einsatzfahrzeug wird Dezember geliefert. Ab Januar wird das Kinder-NEF im Einsatz sein“, berichtet Oberarzt Dr. Ingo Böhn im Tagespost-Gespräch.

Der Oberarzt verfügt als Facharzt über langjährige Erfahrungen in der Säuglings- und Kinder-Notfallmedizin und hat vor zwei Jahren bereits das Mannheimer Kinder-NEF ins Leben gerufen. Er wird das Projekt mit weiteren Kollegen in Speyer betreuen.

Die Realisierung des Vorhabens ist vor allem dem Hauptsponsor MD Medicus, einem Medizinunternehmen aus Ludwigshafen und dem Serviceclub Round Table zu verdanken, der bald eine Spende in Höhe von 15 000 Mark an die Initiatoren überreichen wird. Dem Diakonissen-Krankenhaus entstehen keine Zusatzausgaben. Der Hauptsponsor übernimmt alle anfallenden Kosten.

Das Einsatzfahrzeug, ein Volvo V 40 Turbo-Kombi, ist mit hochmoderner Technik, Navigationssystem, Funk, Blaulicht, Martinshorn und 200 PS ausgestattet. Die sind notwendig, um im Notfall schnell vor Ort sein zu können.

„Das Kinder-NEF versteht sich als zusätzliche Ergänzung, wenn schnelle, fachliche Hilfe von Fachärzten für Säuglings- und Kinderheilkunde vor Ort benötigt wird“, meint Böhn. Das Kinder-Notfallteam kann immer dann zum Einsatz kommen,wenn sich Säuglinge oder Kleinkinder durch Unfall, Erkrankung oder bei Problemgeburten in akuten, lebensbedrohlichen Notsituationen befinden.

„Die Intubation beim Säugling ist schon anatomisch schwieriger als bei Erwachsenen“, erläutert Böhn. Das Kinder-NEF kann direkt über die Rettungsleitstelle, vom Notarzt vor Ort oder von der Besatzung eines Rettungswagens angefordert werden.

Die Besatzung besteht aus einem Facharzt für Säuglings- und Kinderheilkunde mit spezieller Qualifikation für Intensiv- und Notfallmedizin und einer Intensiv-Kinderkrankenschwester oder einem -Pfleger, die flexibel, schnelle und spezialisierte Hilfe auch bei Neugeborenen-Notfällen leisten können. Das Kinder-NEF kann in Minutenschnelle vor Ort sein. Der Einsatzbereich erstreckt sich auf Speyer, Ludwigshafen, Schwetzingen, Germersheim bis Bad Dürkheim. Böhn rechnet mit bis zu 200 Einsätzen pro Jahr.

Das Mannheimer Klinikum betreibt seit zwei Jahren ein derartiges Fahrzeug. „Dort hat sich die Einrichtung bewährt“, so Oberarzt Dr. Thomas Schaible, Kinder-Notarzt beim Klinikum in Mannheim.

In zwei Jahren wurde das Mannheimer Team zu 100 Einsätzen gerufen. Das Kinder-NEF wird bald auch in Speyer eine Verbesserung in der Notfallversorgung von Säuglingen und Kindern bringen.

BILD-Unterschrift # 1: Vorbild für Speyer: Kinder-Notarzt Dr. Thomas Schaible und Intensiv-Kinderkrankenschwester Monika vom Mannheimer Kinder-Notfalleinsatzfahrzeug-Team. Foto: Klamm

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 1. Dezember 2000
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Dr. Heiner Geißler: Wo ist denn nun Gott?

by britishnewsflash @ 2007-09-03 - 00:13:17

Dr. Heiner Geißler: Wo ist denn nun Gott?

Von Andreas Klamm

Speyer. - So kennt den Südpfälzer CDU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Generalsekretär seiner Partei nicht jeder. Am Sonntag präsentierte Dr. Heiner Geißler (70) in der Speyerer Galerie „Kulturraum“ sein Buch „Wo ist Gott - Gespräche mit der nächsten Generation“. Geißler beschäftigte sich als Autor nicht zum ersten Mal mit Gott und der Welt. Bereits vor drei Jahren veröffentlichte er „Das nicht gehaltene Versprechen: Politik im Namen Gottes. Und soviel wurde klar. Das Buch ist kein neuer christlicher Leitfaden auf dem Weg zu Gott. Es ist ein philosophisches Werk, das Wege aufzeichnen soll, wie man Gott finden kann.

Geißler hat Zusammenkünfte mit Jugendlichen skizziert. Er hat mit seinen Söhnen, ihren Freunden, mit Berufsschülern, Abturienten, Eltern, Mitgliedern der katholischen und evangelischen Jugend und mit Studenten diskutiert und daraus seine Schlüsse gezogen.

Fragen und Anworten sind in sieben Gesprächen zusammengefasst. Es geht um Zweifel der Menschen, Gottesbeweise und Weltreligionen. Über Gründe gegen Gott, Atheismus und Materialismus, das Recht des Stärkeren, Übermenschen und den Tod Gottes. Geißler beschäftigt sich mit Erkenntnissen der Naturwissenschaften, mit der Entstehung und dem Ende des Univerums, mit Zufall und Notwendigkeit, Vernunft und Glaube, mit Bildern vom Menschen und dem Sinn des Lebens, mit dem Bösen, Leid und Elend auf dieser Welt. Er hat Ideale und ist auf der Suche nach Vorbildern und Jesus.

Im Gespräch mit der Tagespost sagte Geißler: ,,Ich glaube, dass diejenigen, die an diesen Fragen Interesse haben, Vieles finden können, das ihnen weiterhilft. Ich hatte viele Gespräche. Wenn man über die Fragen Politik, Moral, Ethik und Macht spricht, dann landet man in kurzer Zeit bei der Frage nach Gott, weil wir für die Menschenrechte und Würde eine Instanz brauchen, die garantiert, dass diese nicht zur Disposition gestellt oder manipuliert werden. Dann sind wir bei der Frage nach Gott.“ Geißler sagt von sich, er bemühe sich Christ zu sein, bezweifle aber selbst, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Gibt es für ihn Gott? ,,Die Zweifel bleiben immer. Es sprechen mehr Argumente für Gott, als gegen ihn. Jesus hat eine Botschaft verkündet, die auch eine politische Dimension hat. Die Botschaft kann die Welt verändern - auch heute.

Heiner Geißler, wollte Theologe werden, studierte als Mitglied des Jesuiten-Ordens Philosophie in München und Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Auschusses für Menschenrechte. Sieben Bücher hat er geschrieben. In seinem nächsten Buch geht es auch um philosophische Betrachtungsweisen und Gott.

Wo aber ist Gott zu finden? „In der Natur, aber nicht überall. In der kosmischen Singularität vor dem Urknall, in der Liebe der Menschen, in der Überwindung des Bösen, in Musik von Bach, Mozart und Beethoven und in dem Menschen Jesus“, sagt Geißler. Er gelangt zur Erkenntnis, dass Gottes Existenz nicht beweisbar ist. Für junge Menschen, die auf der Suche nach Vorbildern sind und für Politik-Verdrossene hat Geißler eine Antwort: ,,Wenn ihr Vorbilder sucht, dann könnt ihr sie nicht immer unter den Politikern finden, sondern in Jesus und den Menschen, die ihm nachgefolgt sind oder die sich einfach so verhalten haben, dass es Jesus gefallen hätte.“

Apropos gefallen. Den Gästen am Sonntagabend hatte es Geißler angetan. Sie haben sich wohlgefühlt in seiner Gedankenwelt und im „Kulturraum“, deren Macher Maria Franz und Anton Bronich alles organisiert hatten.

INFO: „Wo ist Gott - Gepräche mit der nächsten Generation“, 140 Seiten, ist erschienen im Rowohlt-Verlag Berlin. ISBN 3 87134 410 9

Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 5. Dezember 2000
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007