Posts archive for: September, 2007
  • Neuwahlen beim Clemens-Beck-Verein / Vorstand bestätigt

    Loblied für Schul-Freunde

    Neuwahlen beim Clemens-Beck-Verein / Vorstand bestätigt

    Von Andreas Klamm

    Dudenhofen. - Der Vorstand des Vereines der Freunde der Clemens-Beck-Schule wurde am Montagabend auf der ordent­lichen Mitgliederversammlung neuge­wählt. Der bisherige Vorstand wurde mit einer Ausnahme komplett wiederge­wählt. Beisitzerin. Carla Kempf konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Sie wird dem Verein aber gerne mit Rat und Tat zur Seite ste­hen. Kassierer Peter Wüst und Schrift­führer Gerald Zürker tauschten ihre Am­ter.

    Vorsitzender Klaus Müller blickte auf ein veranstaltungsreiches Jahr zurück. Zu den Top-Events zählen unter ande­rem das Spargelfest, bei dem der Löwenanteil der Einnahmen des Vereines erwirt­schaftet wurde, Schulan­fangs- und Schulentlassfeier und das Lotsenfest.

    „Eltern, Schule und Schüler müßten für die Arbeit des Vereines ein Loblied singen.", dankte Armin Tussing, seit drei Jahren Schullei­ter der Regionalschule, der Hauptschule und der Clemens-Beck-Schule (CBS), dem Freundes-Verein, herzlich.

    Die Freunde der Clemens-Beck-Schule müssen sich keine Sorgen wegen fehlen­der Mitglieder machen. Die Mitglieder­zahl ist von anfangs 17 Mitgliedern auf 118 gewachsen.

    Kassenprüfer Gustav Adlhoch und Jürgen Traxel konnten den Kassierer oh­ne Beanstandungen entlasten. Sie wer­den auch beim nächsten Mal wieder die Vereins-Buchhaltung prüfen. 1999 und 2000 war ein umsatzstarker Zeitraum. Auf der der Haben-Seite wurden viele Einnahmen durch die Feste gemacht

    Hilfe für sozialschwache Schülerinnen

    Auf der andere Seite hat der Verein auch mit hohen Summen in die Zukunft inve­stiert. Er zahlte für Kinder aus sozial­schwachen Familien, die Kosten für die Fahrt ins Landschulheim, so daß diese nicht alleine zurückbleiben mußten.

    Er beteiligte sich an der Anschaffung von Computern für die Schüler, die jetzt im Unterricht eingesetzt werden können und an neuen Schul-Tafeln für die Grundschule. Lediglich beim Elternlotsendienst gä­be es derzeit einen Personalnotstand.

    Ein Mitglied hat vorgeschlagen, auch Schüler als Lotsen einzusetzen. Bisher leisten Eltern und Mitglie­der des Vereines einen Lot­sendienst vor der Schule ab, um den Weg ihrer Kinder zur Schule sicherer zu machen. Mit der Verkehrsinsel sei der Weg noch ein Stück sicherer geworden. „Vielleicht wis­sen noch nicht alle Eltern, daß wir noch Verstärkung für den Lot­sendienst suchen.", meinte Müller.

    In Schnupperangeboten und -Tagen, ein neues Angebot des Vereines, können Schüler in verschiedenen Bildungsein­richtungen sich einen besseren Überblick über die Berufspraxis verschaffen. Ar­min Tussing referierte über die Entwick­lung und den Fortbestand der Regiona­len Schule.

    INFO: Der neue Vorstand: Klaus Müller, Vorsitzender, Eva Zecherle, Stellvertre­terin, Gerald Zürker, Kassenwart, Peter Wüst Schriftführer. Beisitzer: Willi Gouasé, Ursula Schmitt, Otto Nörenberg.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

  • In der Musikwerkstatt: Zwei starke Gruppen

    In der Musikwerkstatt:

    Zwei starke Gruppen

    Mannheim. (and). - Am Samstag, 3. März, geht in der Musikwerkstatt der Mannheimer Hauptfeuer­wache die Post ab. Ab 21 Uhr spielen „The Big-Roll-Band" ein Programm aus Rock'n Roll, Rythm'n Blues, Soul und Punk eigener und fremder „Herkunft".

    „Johnny And The Bad Boy´s" lassen mit unver­fälschtem Sound der 60er Jahre Erinnerungen der Teenies von damals und die Begeisterung der jungen 60er-Fan´s von heute wach werden.

    Johnny und seine Boys spielen die Hits der Beach Boys, Beatles, Rolling Stones und vieler anderer beliebter Gruppen von damals sowie stilgerechte eigene Songs.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

  • Kleingartenverein: Nachwuchsprobleme bei Heckweg

    Kleingartenverein:

    Nachwuchsprobleme bei Heckweg

    Von Andreas Klamm

    Mannheim. - Heckweg Vorsitzender Wolf­gang Hauck ist besorgt um Nachwuchs für den Kleingar­tenverein. „Immer weniger junge Leute interessieren sich für einen eigenen Garten.", so der Vorsitzende des Kleingar­ten-Vereines, in seinem Be­richt zum vergangenen Jahr und Blick in die Zukunft an­läßlich der Jahreshauptver­sammlung.

    Alle Vorstandsmit­glieder wurden wiederge­wählt. Ein Bauvorhaben einer Vereinshalle, mit Kosten­punkt von 50.000 bis 60.000 Mark, durch ein Mitglieder-Darlehen zu finanzieren, wurde abgelehnt.

    Eine end­gültige Entscheidung steht noch nicht fest. Bei einem Ortstermin und einer außer­ordentlichen Versammlung soll erneut über das Baupro­jekt beraten werden. Zwei Drittel der Finanzierung kön­nen vom Verein selbst aufge­bracht werden.

    Ella Blümel und Werner Stotz wurden für 40-jährige, Elise Barmer (84) und Herrmann Volz (86) für 60-jährige Mit­gliedschaft geehrt und zu Eh­renmitglieder ernannt. Beide sind noch aktiv und alle er­hielten den Ehrenteller mit Urkunde.

    Die zehn schönsten Gärten der Anlage wurde prä­miiert. "Die Zusammenarbeit mit den „Nachbarvereinen" funktioniert außerordentlich gut.", stellte Wolfgang Hauck fest. Kleingarten-Interessierte können sich mit Wolfgang Hauck unter Telefon (06 21) 47 32 34 in Verbindung setzen.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

  • Stuhlkreis in Kolb-Hauptschule hat AIDS und Sexualität zum Thema: HlV-Infizierte mahnt und klärt auf

    Stuhlkreis in Kolb-Hauptschule hat AIDS und Sexualität zum Thema:

    HlV-Infizierte mahnt und klärt auf

    Von MOPO-Mitarbeiter Andreas Klamm

    Speyer. - „Ihr seid die Generation, die vielleicht helfen kann, den Virus von der Bildfläche verschwinden zu lassen.", hofft Ingrid W.. Sie ist dreifache Mutter und seit 18 Jahren HlV-positiv. Während ihrer Schwangerschaft beim dritten Kind entdeckten die Ärzte ihre Infektion mit der tödlichen Immunschwäche-Krankheit.

    Sie steckte sich beim Mann an. Ihr Kind wurde durch einen Kai­serschnitt entbunden und ist ge­sund. AIDS ist aus der Öffentlich­keit und dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Dagegen ist die Bedrohung an der tödlichen Immunschwäche zu erkranken, keineswegs gebannt.

    „Die Schüler wollen mehr wis­sen.", erklärte Klassen-Lehrer Michael Schmidt. Im offenen Stuhlkreis versammelten sich 34 Schüler der Klassen 9a und 9b mit ihren Lehrern der Kolb-Hauptschule am Dienstagmorgen zur Aufklärung gegen AIDS.

    Nach anfänglicher Zurückhal­tung fragten die Schüler munter und gezielt zum Tabu-Thema. „Wie spürt man AIDS?", „Sind Küsse gefährlich?", „Sind die Tests zu 100 Prozent sicher?".

    Diplom-Psychologin Monika B. gibt Entwarnung: „Durch Küsse kann man sich nicht anstecken." Selbst die Verwechslung einer ge­brauchten Zahnbürste sei unbe­denklich. Sobald das Virus mit Sauerstoff aus der Luft in Verbin­dung trete, werde es inaktiv.

    Richtig gefährlich wird es beim ungeschützten Geschlechtsver­kehr. Die Top 4 der möglichen Übertragungswege: Blut, Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch tragen die höchste Virenlast. „Gegen HIV gibt es keine Impfung und keine Heilung. Die Krankheit verläuft immer noch tödlich."

    Als Ingrid aus dem Krabbelsack ein Penis-Modell auspackt, sind die Schüler überrascht. Übung für die Praxis; Einer der Schüler traut sich und demonstriert mit Hilfe der ehren­amtlichen Referentin das richtige An- und Ausziehen eines Kondomes.

    Die Motivation von Ingrid: „Als ich vor 18 Jahren an HIV erkrank­te, behandelte man unsere Familie, als hätte sie die Pest oder seien Aussätzige. Noch heute können betroffene Erkrankte nicht normal öffentlich über die Erkrankung sprechen." „Ihr seid in einem Al­ter, in dem ihre eure Sexualität entdeckt. Schnell kommt es zu unüberlegten Handlungen mit Folgen für ein ganzes Leben.", er­gänzte Volker Bichel, DAK-Fachberater.

    Die Deutsche Angestell­ten-Krankenkasse (DAK) finan­ziert die Aufklärungs-Kampagne aus gutem Grund. „Vorbeugen ist besser als heilen.", so Bichel.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 1. April 2004
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Ruhender und fließender Verkehr beim „Roten Stadtgespräch"

    Ruhender und fließender Verkehr beim „Roten Stadtgespräch"

    Hilfreich: Farbe statt Pfeile zum Parken

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Speyerer Parkhäuser sollten auf den Hinweisschildern farblich ge­kennzeichnet werden. Das for­derte der SPD-Politiker Jürgen Funk (40, SPD) beim „Roten Stadtgespräch - Kommunalpoli­tik vor Ort" im Vereinsheim des AV 03 am Montagabend.
    Für Besucher sei es einfacher, einer Farbe zu folgen, um in ein Parkhaus zu gelangen, anstatt sich mittels unübersichtlicher Pfeile zu orientieren. Das Ver­kehrs- und Parkleitsystem mit unübersichtlichen Pfeilen sei völ­lig unzureichend.

    Man habe einseitig auf Touris­mus gesetzt. Durch Abschottung habe man einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, die bereits vor­handenen Strukturproblcme noch weiter zu verschlechtern. Dennoch sei noch genügend Po­tenzial vorhanden, um die Außenwirkung von Speyer zu verbessern, erklärte Funk.

    Funk setzte sich für das Kon­zept der kurzen Wege und der schnellen Erreichbarkeit, ohne übermäßigen Kreuzungsverkehr zu produzieren, ein. Einige Beispiele aus der Praxis; Das Linksabbiegeverbot von der Bahnhofstraße in die Maximilianstraße sei aufgehoben worden. Allerdings weise bis heute noch keine Linksabbiegespur darauf hin, so dass es häufig zu Rückstaus in beide Richtungen komme.

    Funk zufolge, habe man sich durch eine unsinnige Beschilde­rung zwar den Parkplatz an­schauen können, habe allerdings dann durch die halbe Stadt fah­ren müssen, um in das Parkhaus Heydenreichstraße zu gelangen. Das SPD-Konzept habe zu einer positiven Umsetzung zur Lösung des Problemes geführt.

    Kreisel Landauer und Schwerd Straße

    Die Idee für einen Kreisel sei in einer Bürgerversammlung ent­standen. Die SPD habe die sinn­volle Anregung in ihr Konzept aufgenommen. Das Land habe das Projekt mit der Begründung abgelehnt, dass die Fließgeschwindigkeit der angrenzenden Straßen zu unterschiedlich seien und habe einen übermäßigen Rückstau in die Landauer Straße befürchtet. Die Einfahrt von der Karolingerstraße stadteinwärts in die Landauer Straße sei gefähr­lich.

    Funk schlug vor, die Gefahr mit einem Spiegel zur besseren Orientierung auf der gegenüber­liegenden Verkehrsinsel zu ent­schärfen. Die Maßnahme belaste den Stadthaushalt nur unwesent­lich. Funk betonte: „Ein Gesamtkonzept mit Einbezug des Krei­sels für den Bereich Schützen- und Landauer Straße wäre drin­gend erforderlich, um eine weite­re Verschlechterung der dort herrschenden Zustände zu ver­meiden."

    Nach Ansicht von Funk habe sich die Situation durch den wohnwirtschafllichen Ausbau des Roßsprung-Geländes und der Ansiedlung des Media-Marktes weiter verschärft. Der Elektrofachmarkt sei für Speyer ein wichtiger Impulsgeber, jedoch auf dem falschen Gebiet angesiedelt worden. Man könne eine weitere Zufahrt zum Kreisel Marktkauf verwirklichen, erklär­te Funk, über die dann ausgebau­te Raiffeisenstraße in den Mäuseweg über die Hasenpfühlerweide.

    Durch diese „Querspangenlösung" würde, so der SPD-Politi­ker, eine deutliche Entlastung der Wormser Landstraße erreicht werden.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 2004
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, September 2007

  • Weihnachten aus Flandern - Edith-Stein-Schülerinnen musizierten in St. Otto

    Weihnachten aus Flandern

    Edith-Stein-Schülerinnen musizierten in St. Otto

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - „Alle Jahre wieder...", so beginnt eines der schönsten deutschen Weihnachtslieder und so begibt sich das Edith-Stein-Gymna­sium alljährlich auf eine vorweihnachtliche, Reise". Während in den vorhergehenden Jahren, Weihnachten aus Frankreich und Italien vorgestellt wurde, durften sich die Gäste bei dem diesjährigen Weihnachtskon-zert an Weihnachtsmusik und Orgel-Varia­tionen aus Flandern, dem heutigen Nieder­lande, erfreuen.

    Unter Leitung von Christi­ne und Gregor Pfeifer (Musiklehrer) gab das Edith-Stein-Gymnasium in der St. Otto-Pfarrkirche ein „flämisches" Weihnachts­konzert.

    Der Konzertabend begann mit einem Ad­ventshymnus von Guillaume Duffy „Conditor alme siderum" (Gott heiliger Schöpfer aller Stern). Weiter folgten flämische Weih­nachtsmusikkompositionen und Orgel-Va­riationen von Flor Peters „Nun sei uns will­kommen" „Vier altflämische Weihnachtslie­der", Jan Pieterson Sweelinck mit Orgelva­riationen über „Allein Gott in der Höh sei Ehr", Clemens non Papa „Seht ein Kind ist uns geboren" und Renaat Veremans „Die Hirten".

    Im Mittelpunkt des festlichen Abends stand die Dia-Betrachtung "Der Dreikönigsaltar" mit Texten von Jörg Zink zum Werk des bekannten Malers Rogier van der Weyden.

    Mit viel Engagement sorgten die Mitwir­kenden Claudia Prutscher (Mezzosopran und Orgel), Birgit Boltz, Kalja Dietrich, Ro­semarie Moser (Sprecherin), der Mittelstu­fenchor, der Kammerchor und das Orche­ster des Edith-Stein-Gymnasiums für einen schönen, einfach wunderbaren und sicher­lich für manchen Besucher unvergeßlichen Weihnachtskonzertabend.

    Im „Rampen­licht" all derer, die diesen Abend gestalteten stehen Christine und Gregor Pfeifer, die mit Unterstützung der Belgischen Botschaft und dem Centre Belge de Documentation Musicale, Brüssel zu einem sehr guten Er­folg des Konzertes verhalfen.

    „Schwer in der Finanzierung und schwer in der Vorbereitung" meinte Gregor Pfeifer, kurz vor dem Ende dieses Konzertes in der St. Otto-Pfarrkirche. Aber all die Mühe hat sich gelohnt, denn der stürmische und lang­anhaltende Beifall bestätigte den bestens gelungenen und weihnachtlichen Musikabend, aus Flandern.

    BILD-Unterschrift # 1: DIE SCHÜLERINNEN der Edith-Stein-Schule trafen sich zu einem vorweihnachtlichen Konzert in der Pfarrkirche von St. Otto. Auf dem Programm standen Melodien aus Flandern. Foto: Bettina Deuter

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 1984
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007

  • Ohne Qualifizierung gibt kaum eine Chance

    Zukunftsorientiert:

    Schritt zum Erfolg

    Ohne Qualifizierung gibt kaum eine Chance

    Von Andreas Klamm

    Mannheim. - Eine wichtige Entscheidung hat das Kultusministerium zugunsten der Akademie für Bürokommunikation und Welthandelssprachen, ABW, getroffen. Mit sofortiger Wirkung wurde die Ausbildung zur Sekretärin für Internatio­nale Touristik, der privaten Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH, staatlich anerkannt.

    Die Nachfrage nach euro­paorientierten Berufen wird immer größer. Viele der Be­werber interessieren sich etwa für Studiengänge, wie Internationaler Direktions­assistent/in oder Betriebs­wirt.

    Das Studium zum Interna­tionalen Betriebswirt/in be­ginnt am 1. Oktober, Bewer­bungsschluß für das Winter­semester ist der 31. August. In der sechsmonatigen Stu­diendauer werden pro Se­mestergruppe cirka zwanzig Studenten aufgenommen.

    Die Abschlüsse zum inter­nationalen Betriebswirt werden bei der ABW und der Pariser und Londoner Handelskammer abgenom­men. Ein besonderer Aus­bildungspunkt ist der Placement Service der ABW. Hier werden Kontakte zu den Unternehmen herge­stellt.

    Die ABW hat sich der Aufgabe gestellt, neben ni­veauvollen Kenntnissen in Theorie, auch eine opitmale praktische Studienausbildung zu vermitteln. Damit steigen die Chancen nach der Ausbildung auch einen Ar­beitsplatz zu finden.

    Zulassungsvoraussetzung ist der Nachweis der Allge­meinen Hochschulreife oder der Fachschulreife mit mindestens sechs Jahren Englischkenntnisse sowie drei Jahre Französisch.

    Be­werbung können an die Akademie für Bürokommu­nikation und Welthandels­sprachen, ABW, S l 8, 6800 Mannheim, Telefon (0621) 3 48 64 eingereicht werden.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Bezirksbeirat tagte: Die Probleme sind allen längst bekannt

    Bezirksbeirat tagte:

    Die Probleme sind allen längst bekannt

    Von Andreas Klamm

    Mannheim. - Unter Vorsitz von Stadträtin Elke Stegmeier trat der neuen Bezirksbeirat Seckenheims zu seiner ersten Sitzung zusam­men. Zu Beginn der Tagung verpflichtete sie die Bezirksbeiräte auf ihr vierjähriges ehrenamtliches Engagement. Dann ging es gleich zu den Hauptthemen der Bezirksbei­ratssitzung über; Die Wohner­weiterung Hochstatt, die Ent­wicklung des Neubaugebietes Seckenheim Südwest, die Verkehrsentlastung auf dem Maimarktgelande und der Lärmschutz an den Autobah­nen wurden debattiert.

    Teilmaßnahmen im Rahmen des Programms zur einfachen Stadterneuerung Hochstätt wurden bereits beendet. Der Gemeinderat hat für den Freizeitbereich den Bebauungs­plan beschlossen, die Planun­gen für das Zentrum sind in Ausführung.

    Der zweite Ab­schnitt der Mietergärten wird jedoch zurückgestellt, da man zuerst die Entwicklungen zur ergänzenden Wohnbebauung abwarten möchte. Der Vertre­ter des Stadtplanungsamtes, Robert Bechtel, stellte zwei Möglichkeiten vor, die auch dem Gemeinderat zugehen.

    So könnten etwa 200 Wohnun­gen geschaffen werden, eine optimalere Lösung würde je­doch 1000 Wohneinheiten bringen, ökologische und pla­nerische Einwände seien zu bedenken. Dagegen stehen al­lerdings 4000 Dringlichkeits­fragen in Mannheim, plä­dierte Friedrich Kranz, SPD-Beiratsprecher, für eine groößere Lösung.

    Der CDU-Abgeordnete, Wer­ner Bordne, ließ notieren, daß der stattgegebene Abenteuer­spielplatz nicht als Hinderungsgrund für die Hochstätt-Äusbauung herhalten dürfe. Obgleich die Mittel feh­len, setzte er sich erneut für ein Bürgerhaus ein.

    Hochstätter Vertreter der Bürgerinitia­tive forderten mit der Zu­nahme der Einwohnerzahl um die Hälfte der bisherigen Bür­ger, Hilfen für die angeschla­gene Infrastruktur. ML-Ver­treter, Hansjörg Probst, un­terstützte die Ausführungen für eine große Lösung. Eine politische Entscheidung müsse her, stellte Bechtel fest.

    Unter den Hochstättern geht die Angst umher, daß die Renovierungsarbeiten der GBG, die aus Stuttgarter Fördermit­teln finanziert werden, Miet­erhöhungen mit sich bringen werden. Die GBG hat einen Mieterversammlung angekün­digt.

    Der Seckenheimer Süd­west-Bebauungsplan liege dem Regierungspräsidenten als beschlossene Satzung vor. Die Umlegung, die nach Erfahrungswerten des Vertre­ters des Vermessungsamtes Werner Meyer etwa drei Jahre dauern werde, könne bald begonnen werden.

    Für die weitere Bebauung über den Wassertum hinaus, for­derte der Beirat den Beginn der Planungsarbeiten nicht nur für den kleinen Teil hin­ter der Wolfacher- und Hausacher Straße, sondern für das gesamte Gebiet. Die mit den Wohngebieten im Zusammen­hang stehende Randerschlie­ßungsstraße wurde ebenso er­örtert, wie die neungeplanten Anschlüsse an den Straßen in bestehenden oder neuen Bau­gebieten.

    Die Verkehrsentla­stung Seckenheims nach Großveranstaltungen auf dem Maimarkt-Gelände war ein weiteres Thema der Sitzung. Direkt-Autobahnanschlüsse und zur Rhein-Neckar-Schnellstraße sollen Abhilfe schaffen.

    Lärmschutzeinrichtungen zwischen dem Viernheimer und Mannheimer Kreuz der A 6 sollen eine Ent­lastung in Hinsicht auf Lärm­belästigungen bringen. Im Fall Suebenheim prüft das Landesamt die Möglichkeiten. Tempo 100 bringe jedoch nicht den gewünschten Erfolg, hieß es.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Müntefering zu Besuch bei SPD-Sommerfest - Andrang auf Autogramme

    Müntefering zu Besuch bei SPD-Sommerfest

    Andrang auf Autogramme

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Der Wahlkampf laufe jetzt in die heiße Phase. Das Rennen sei noch nicht vorüber, bestärkte SPD-Parteivorsitzender Franz Müntefering die Genossen der Speyerer SPD bei einem Famili­enfest gestern in der Walderho­lung.

    In der Sommerhitze zeigte sich ein gut gelaunter Parteivorsitzen­der, um seinen Wählern die Bot­schaft zu überbringen: „Die Wahl wird erst am Wahltag um 18 Uhr entschieden sein."

    Er forderte dazu auf, am 13. Ju­ni wählen zu gehen. Wer ent­scheiden möchte, müsse handeln und sich engagieren. Nicht wählen zu gehen, sei keine Alter­native und eine falsche Entschei­dung. Müntefering fühlte sich bei der für Speyer so typischen Brezel und einem Bier sehr wohl.

    Er genoss sichtlich das Interesse auch der jungen Parteifreunde, die für ein Autogramm des SPD-Politi­kers Schlange standen - so sehr, dass die Autogramm-Karten aus­gingen. Franz Müntefering improvsierte erfolgreich. Autogram­me gab es auf allem, was be­schreibbar war.

    Zuversichtlich blickt er auf die Wahl am kom­menden Sonntag. Gegenüber der MORGENPOST erklärte Franz Münterfering; „Man darf sich nicht an Umfragen orientieren, sondern muss mit den Leuten, sprechen und die Argumente vor­tragen."

    Wirtschaftlicher Wachstum müsse aus den Unternehmen kommen. „Es fehlt uns die Binnen-Nachfrage. Das ist wohl wahr. Aber vor allen Dingen müs­sen die Unternehmen mutig und entschlossen sein, neue Arbeits­plätze zu schaffen. Ich glaube, dass unsere Unternehmen wett­bewerbsfähig in Europa und dar­über hinaus sind. Wir werden in diesem Jahr auch ein Wachstum haben mit rund 1,5 Prozent", so der SPD-Politiker.

    Massen-Arbeitslosigkeit belas­tet nachhaltig auch die Kassen der Kommunen. „Bei der Zusam­menlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden es 2,5 Milliar­den Euro sein, die bei Städten und Gemeinden ankommen. Die Länder müssen mitmachen. Rich­tig ist, dass die Kommunen Geld brauchen." erklärte er.

    BILD-Unterschrift # 1: Von links: Dr. Markus Wintterle, Dr. Dieter Schiffmann, Friederike Liili, Franz Münteferlng, Peter Büchner und Dr. Christian Roßkopf. Foto: eib

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 7. Juni 2004
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Vorbeugen ist besser als Heilen: Klimaschutz und Allergie

    Vorbeugen ist besser als Heilen:

    Klimaschutz und Allergie
    Von Andreas Klamm

    Berlin. Das Thema Klimaschutz ist zur Zeit bei nahezu allen Menschen, in der Öffentlichkeit, in der Politik und in den Medien im Gespräch. Die Themen Allergie und Klimaschutz stehen im direkten Zusammenhang. Doch wie kann eine direkte Verbindung hergeleitet werden?

    Kaum ein Mensch wird zur Zeit in Frage stellen, dass der periodische und stellenweise auftretende Klimawandel nicht zum Teil deutlich wahrnehmbar ist. Menschen, die sich privat und aus beruflichen Gründen im Freien aufhalten müssen, können dies teilweise mit schmerzhaften Erfahrungen bestätigen.

    Allergie durch intensive Sonnen-Einstrahlung

    Intensive Sonneneinstrahlung kann zur Allergie mit schmerzhaften und unangenehmen Entzündungsreaktionen an der Haut bis zur sogenannten "Mallorca"-Akne auch bekannt als Acne aestivalis führen. Diese Form der Akne tritt überwiegend nach einer intensiven Sonnenexposition in der Regel bei Frauen zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr mit follikulären Pappeln und einem entzündlichen Randsaum auf. Doch auch Männer, die empfindlich auf Sonne reagieren, können betroffen werden.

    Das zeitweilige schmerzhafte Ekzem der Haut tritt meist kurze Zeit nach intensiver Sonnenbelastung der Haut ein.

    Begünstigende Faktoren für Schädigungen der Haut durch intensive Sonneneinstrahlung, verursacht durch eine hohe Belastung hauptsächlich mit UV-A-Strahlen, ist eine ausgeprägte Sonnenbelastung in Verbindung mit Deos, Kosmetika, Pigmentstörungen, Schmuck und fetthaltige Sonnenschutzmittel.

    Symptome (Krankheitszeichen)

    Meist bereits kurze Zeit nach der Sonnen-Einwirkung, zeigen sich Rötung und Schwellung der Haut, Bläschen-Bildung, Quaddeln, ein starker Juckreiz, der je nach Grad der Überbelastung der Haut durch die Sonne auch als Schmerzen von den Betroffenen wahrgenommen wird.

    Geschädigte Hautareale betreffen meist das Gesicht, Decolltée, Arme, Beine und bei Männern auch die ungeschützte Glatze.

    In der Regel klingen die Symptome einige Tage nach der zu intensiven Sonneneinstrahlung meist ohne zusätzliche therapeutische Interventionen ab.

    Mit mit besonderer Aufmerksamkeit müssen Schädigungen der Haut bei Kindern beobachtet werden.

    Vorbeugen ist besser als heilen

    Noch besser als heilen ist bekanntlich vorbeugen. Ein Ekzem, eine Allergie, verursacht durch zu lange und zu intensive Sonnenbelastung der Haut kann am besten mit recht einfachen Mitteln vermieden werden.

    In der größten Mittagshitze, zwischen 12 und 15 Uhr (örtliche Unterschiede sind möglich), auf Sonnenbäder verzichten, die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung im Sommer gewöhnen, das meint kurze und nicht zu lange Aufenthalte in der Sonne oder eventuell auch der Besuch in der Sonnenbank.

    Besuche in der Sonnenbank sollten bei Menschen, die bereits im Vorfeld an Problemen mit der Haut leiden, mit einem Dermatologen (Hautarzt) besprochen werden.

    Fettarme Sonnenschutz-Mittel mit hohen Lichtschutz-Faktoren verwenden, die auch UVA-Strahlen absorbieren. Vor einem geplanten Sonnenbad auf Deos, Parfum, Duftstoffe und Kosmetika verzichten.

    Eine Einnahme von Kalzium vor dem Urlaub oder auch vor Zeiten intensiver Sonnenbelastung für Berufstätige, beispielsweise, Polizisten, Bauarbeiter, Handelsvertreter, Außendienstmitarbeiter, Landwirte, Verkäuferinnen kann vorbeugend wirken und helfen die Haut vor Schäden zu bewahren.

    Sobald erste Anzeichen einer Irritatation der Haut durch die Sonne wahrnehmbar oder sichtbar sind, sofort aus der Sonne gehen und einen Platz im kühlenden Schatten suchen.

    Für Menschen, die besonders schnell empfindlich gegenüber intensiver Sonneneinstrahlung reagieren, empfiehlt es sich, auf das australische Modell der Prävention von Hautschäden zurückzugreifen und mit einem T-Shirt baden zu gehen, damit das Bade-Vergnügen nicht getrübt wird.

    Männer mit lichtem Haupthaar oder einer Glatze, welche eine Cabriotfahrt mit dem offenen Verdeck lieben, sollten nicht vergessen, ihren Kopf mit einem Hut oder eine Mütze zu schützen. Diese einfache und günstige Maßnahme kann nicht nur vor einer Allergie durch zu intensive Sonnenbelastung der Haut schützen, sondern auch vor einem Sonnenstich oder Hitzeschlag.

    Dermatologen warnen bereits seit Jahren vor zu intensiver Sonnenbelastung der Haut. Ständig wiederkehrende Allergien, regelrechte Verbrennungen und immunologische Entzündungsreaktionen der Haut durch sogenannte Sonnenbrände können ungünstige Faktoren an der Entstehung von Hautkrebs sein. Zudem tragen zu intensive Sonnenbäder zur vorzeitigen Alterung der Haut bei.

    Wer sich schützt, handelt also doppelt umsichtig und kann sowohl das Risiko an einer Allergie oder Hautkrebs zu erkranken, mindern.

    Mit der sich abzeichnenden Entwicklung, dass Menschen, an vielen Orten auch beruflich mehr und mehr intensiv schädigender Sonnen-Belastung ausgesetzt sein werden, wächst die Bedeutung der Beachtung einfacher Verhaltensmaßnahmen beim freiwilligen oder beruflich notwendigen Aufenthalt in der Sonne.

    Bauarbeiter und andere Berufsgruppen sollten sich in der Hitze beispielsweise nicht entkleiden, sondern in Erwägung ziehen sich mit Leinen- oder Baumwoll-Kleidungsstücken zu schützen.

    Zudem sollte in der Zeit intensiver Sonnenbelastung mehr Flüssigkeit (einfaches Mineralwasser oder Apfelsaft-Schorle genügen) aufgenommen werden.

    Therapie

    Sollte eine Therapie der Acne aestivalis oder "Mallorca"-Akne notwendig werden, wird diese in der Regel lokal mit Tretionin durchgeführt. Bei Kindern mit Hautschäden und bei schweren Hautschäden erwachsener Menschen durch zu intensive Sonnen-Belastung gilt immer den Arzt bzw. am besten einen Dermatologen (Haut-Arzt) aufsuchen.

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    Erst-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 31. August 2007, Sonder-Reihe "XXL-info. Gesundheit"

  • Vom Hautauschlag bis zum Tod innerhalb weniger Minuten: Immer mehr Menschen leiden an Allergien in Deutschland

    Vom Hautauschlag bis zum Tod innerhalb weniger Minuten:

    Immer mehr Menschen leiden an Allergien in Deutschland

    von Andreas Klamm

    Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Allergien. Insgesamt hatten 40 bis 43 Prozent aller deutschen Bürger schon einmal eine Allergie in ihrem Leben. Dies bestätigen die Ergebnisse einer Bundes-Gesundheits-Umfrage aus dem Jahr 1998. Allergische Krankheiten in Deutschland sind weit verbreitet.

    Nach den Ergebnissen der Studie hatten 17 Prozent aller westdeutschen und im Vergleich nur 11 Prozent aller ostdeutschen Erwachsenen eine allergische Rhinitis (Schnupfen, oberflächlicher Katarrh meist einhergehend mit schleimig-eitriger Sekretion).

    Von sozioökonomischer wachsender Bedeutung sind Allergien verursacht durch Medikamente (Penicillin, Insulin, jodhaltige Kontrastmittel, Azetylsalizylsäure, Blutkonserven, Humanalbumin, Antibiotika, Lokalanästhetika, Dextran- und Gelantin-Präparate, Polysacchararide), Nahrungsmittelallergien (Obst, Nüsse, Eiweißprodukte), Insektengifte, etwa durch Bienen-, Hornissen-, Wespen-Stiche, Schlangengift, Inhalations-Allergien (Gräser- Baum- und Pollenblüten, Hausstaub-Milben, Milbenausscheidungen, Tierepithelien beispielsweise von Hunden und Katzen, Schimmelpilze und weitere Stoffe) und Kontakt-Allergien (Nickel, Latex, Waschmittel, Färbemittel, chemische Zusätze etwa in Holz und Leder, Nahrungsmittelzusätze und andere auslösende Faktoren).

    Eine Allergie kann unter anderem mit den Krankheitsbildern einer laufenden Nase (Heuschnupfen), tränende und juckende Augen (Bindehautentzündung), juckender Hautausschlag (Hautallergie, Nesselsucht), Asthmaanfälle (Asthma) oder seltener Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen, Durchfall, Blähungen und Magenschmerzen auftreten.

    Bei der Allergie handelt es sich sich um eine angeborene oder erworbene spezifische Änderung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems gegenüber dem Körper fremden, eigentlich als unschädlich geltenden Substanzen, die als Allergen erkannt werden.

    In der Sensiblisierungsphase gegenüber einer Substanz vom Erstkontakt bis zum Auftreten von Symptomen (erkennbare Krankheitszeichen) und von Entzündungsreaktionen können etwa fünf Tage bis mehrere Jahre nach einem erneuten Kontakt vergehen.

    Das Auftreten von entzündlichen Reaktionen im Zusammenhang mit Allergien ist in der Regel an den Organsystemen wie Haut, Konjunktiven (Bindehäute der Augen), Nasen- Rachen- Bronchialschleimhaut und Magen-Darm-Trakt zu beobachten.

    Nach Combs und Gell werden vier Typen der immunologischen Überempfindlichkeitsreaktionen klassifiziert. Unterschieden wird in den Frühtyp, der sogenannten humoralen Allergie vom Typ I bis Typ III und in den Spättyp, der zellvermittelteten Allergie vom Typ IV, bekannt auch als verzögerter Typ.

    In die Gruppe der immunologischen Überempfindlichkeitsreaktionen nach dem Frühtyp werden der Soforttyp und der analphylaktische Typ eingeordnet.

    Die Reaktionen im Rahmen einer Allergie können von einer vermeintlich, harmlos erscheinenden Rhinitis mit seröser-eitriger Sekretion bis zur schwersten, lebensbedrohlichen und gefürchteten Komplikation, einem anaphylaktischen Schock, mit der Folge eines Herz-Kreislauf-Stillstandes und Tod innerhalb von nur wenigen Minuten führen.

    Der dramatische schwere Verlauf einer Anaphylaxie bzw. des anaphylaktischen Schocks wird durch eine Antigen-Antiköper-Reaktion in Gang gesetzt.

    Im Rahmen dieser Antigen-Antikörper-Reaktion werden unter anderem folgende Mediatorensubstanzen mit folgenden Wirkungen freigesetzt.

    Histamin, welches zur Vasodilation (Erweiterung von Blutgefäßen) und erhöhte Zellpermeabilität (Durchlässigkeit bei Zellen) mit Flüssigkeitseinwanderung führt.

    Serotonin mit der Folge einer Arteriolenkonstriktion (Engstellung der letzten Gefäss-Abschnitte der Arterien) hauptsächlich relevant bei Lunge und Nieren und einer Arteriolendilation (Erweiterung, Weitstellung) wirkend an der Skelettmuskulatur.

    Bradykinin mit der Folge einer Vasodilation der peripheren Arterien und Arteriolen

    SRS-A (Slow reacting substance of anaphylaxis, Leukotriene) mit einhergehender erhöhter Gefäßpermeabiltität, Bronchiolenspasmus und Schleimhautödemen.

    Prostataglandine, die zu vermehrter Schleimproduktion und unangenehmen Hautreaktionen, wie Jucken, Quaddeln und Rötungen führen.

    Bei schweren allergischen Reaktionen gilt die bedeutende Aufmerksamkeit dem Histamin, das in Verbindung mit anderen Mediatorsubstanzen für die schweren respiratorischen (Störungen der Atmung) und kardiozirkulatorischen Veränderungen (Störungen der Herz- Kreislauf-Funktionen und Durchblutung) und Komplikationen verantwortlich ist.

    Histamin ist ein Gewebshormon, das auch für die Allergiesymptome wie Rötung, Schwellung, Juckreiz, Niesen und Nasenlaufen verantwortlich ist.

    Therapieansätze und Behandlungsmöglichkeiten

    Im wesentlichen gibt es vier wesentliche Behandlungs-Möglichkeiten.

    Allergenkarenz und Vermeidung von Noxen

    Das bedeutet das Vermeiden eines Kontaktes mit den Allergen, den Substanzen, die zur immunologischen Entzündungsreaktion führen.

    Praktische Anwendungsbeispiele: Latex-Allergie: Latexfreie Handschuhe verwenden, Nickel-Allergie: Auf Mode-Schmuck verzichten, stattdessen Schmuck aus Silber und Gold tragen, auf Piercings verzichten, die Nickel enthalten, Kunststoff-Brillen-Fassung, etc.. Blüten- Baum- und Pollen-Allergie: In Regionen reisen, in denen erfahrungsgemäß eine geringe Belastung mit Pollen auftritt, etwa am Meer. Allergisches Bronchialasthma: auf die Noxe (krankmachender Stoffe) Nikotin mit weiteren Giftstoffen, oder auf Mehlstaub und die Aussetzung mit organischen Staub verzichten.

    Allergenkarenz gilt als die wirksamste, schonendeste und kostengünstigste Therapieform. Kommt es nicht zum Kontakt mit einer Allergie-auslösenden Substanz, entsteht in der Regel auch keine Allergie.

    Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass Menschen, die an einer Allergie leiden, oft auch von einer Kreuz-Allergie betroffen sind und damit nicht nur gegenüber einer Substanz, sondern meist auf mehrere Substanzen allergisch reagieren.

    Zudem lassen sich Kontakte zu den Allergie-auslösenden Stoffen nicht immer vermeiden.

    Hyposensibilisierung

    Meist wird die Allergie-auslösende Substanz in die Haut eingebracht oder seltener auch geschluckt. Mit der Methode soll der Körper weniger empfindlich gegenüber den auslösenden Substanzen gemacht werden. Im Laufe der Zeit und Therapie erlahmt die Reaktion des Immunsystems. Verläuft die Hyposensibilisierung erfolgreich kommt es trotz des direkten Kontakts mit den Allergen nicht mehr zur Krankheitsentwicklung. Eine Hyposensibilisierung muss immer ärztlich überwacht werden, insbesondere deshalb weil es auch im Rahmen einer Hyposensiblisierung zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann.

    Medikamentöse Therapie

    Bekannt ist die Therapie mit Antihistaminika (H1-Blocker) in Spray- oder Tropfenform. Die Chromoglycinsäure, welche die Ausschüttung von Histamin verhindert, zeigte meist nur präventiv eingesetzt gute Erfolge.

    Vasokonstriktoren können eingesetzt werden, um die kleinen Blutgefäße zu verengen. Von einer längeren Einnahme wird abgeraten.

    Kortikoide stammen in der Regel in ihrer chemischen Substanz vom körpereigenen Cortisol ab. Mit den Kortikoiden wird die Freisetzung der Botenstoffe im Gewebe und deren Effekte blockiert. Damit können die immunologischen Entzündungsreaktionen gelindert werden. Kortikoide wirken antiallergisch.

    Warnhinweise und Krankheitszeichen für eine Anaphylaxie, dem allergologischen Notfall, können sein: Kratzen im Hals, Husten, Kloßgefühl, unbestimmte Angstgefühle, flächenhafte Hautrötung (Flush), Quaddeln an der Haut (Urtikaria), Schwellungen (Qunicke-Ödem), Kehlkopf-Ödem (Larynx-Ödem), Bauchkrämpfe, Zittern (Tremor), Juckreiz im Genitalbereich, Mund, Handflächen, Kopfbereich, Blutdruckabfall (Hypotonie), Tränen der Augen, Schwindel, Schwäche, evtl. Krampfanfälle, und Fieber mit Schüttelfrost.

    Zudem können alle klassischen Krankheitszeichen eines drohenden Schocks sichtbar sein: Atemnot durch Verengung der Atemwege (Dyspnoe), beschleunigter Herzschlag (Tachycardie), Blutdruckabfall (Hypotonie), Herzrhythmusstörungen und das Vollbild des Schocks mit Bewußtlosigkeit und Zusammenbruch des Kreislaufs.

    Im Notfall gilt es Ruhe zu bewahren, Rettungsdienst und den Notarzt (Tel. 112 / 19222) rufen, erste Hilfe mit einfachen Maßnahmen, etwa der Unterbindung der Allergenzufuhr, der Anwendung des Notfall-Sets mit Antihistaminika, welche Patienten, bei denen schwere allergische Reaktionen in der Vorgeschichte bekannt sind, oft mit sich führen, atemerleichternde Oberköperhochlagerung, bei Notwendigkeit, Schocklage und einen Wärmeerhalt zu leisten. Nicht außer Acht gelassen werden sollte auch die psychologische Betreuung während eines allergologischen Notfalls.

    Allergie, ist ein Thema, das mehr und mehr Bürger in Deutschland in jedem Alter treffen kann, vom Neugeborenen bis zum Rentner. Das Stillen von Neugeborenen mit Muttermilch soll dazu führen, dass es weniger zu Erkrankungen an einer Allergie kommt.

    Eine besondere Form der Allergie ist die Abstoßungs-Reaktion bei einer Transplantation, die innerhalb von 12 bis 72 Stunden eintreten kann. Eine Transplantations-Abstoßung wird in der Regel versucht mittels Immunsuppression (Unterdrückung der Reaktion des Immunsystems) zu verhinden.

    Zu den Spitzenreitern der Kontakt-Allergene zählen unter anderem: Chromat, Kobalt, Nickel, Gummi, Desinfektionsmittel, Formaldehyd, Antibiotika und Salbengrundlagen. Allerdings können auch Modeschmuck, Spielzeug mit chemischen Beimengungen, Gerbstoffe im Leder und künstliche Fingernägel zu einem schweren Kontaktekezem mit Beeinträchtigungen der Haut führen.

    Ein Vergleich mit früheren Studien zeigt, dass die Häufigkeit der allergischen Rhinitis von 1990/92 bis 1998 insgesamt um 70 % gestiegen ist. Die relative Zunahme ist im Osten höher als im Westen.

    Quellen:
    1. Robert-Koch-Institut, Berlin (http://www.rki.de )
    2. E. Hermann-Kunz
    3. CDC Center for Diseases Control, Atlanta, USA (http://www.cdc.gov )
    4. Allergie.com (http://www.allergie.com )
    5. Haynes, 1989
    6. Kühn, Luxem, Runggaldier, Rettungsdienst, 2. Auflage, 2001 Urban & Fischer
    7. Sönke Müller, Memorix, Notfallmedizin, 3. Auflage, Chapman & Hall, 1995

    Technische Informationen: 1198 Wörter, 8785 Zeichen ohne Leerzeichen, Hochrechnung: Pro Zeile cirka 40 Anschläge, 225 Zeilen in der Rechnung mit 40 Anschlägen pro Zeile. Verfügbar als WORD, HTML- und PDF-Dokument.

    Erst-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 31. August 2007, Sonder-Reihe "XXL-info. Gesundheit"

  • 100-jährige Frieda Foltz empfindet Weltkriege als schlimmste Erfahrung

    100-jährige Frieda Foltz empfindet Weltkriege als schlimmste Erfahrung

    Zeitungslektüre als Lebenselixier

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Zeitungsleser leben länger. Der lebende Beweis: Frieda Foltz in Speyer. Die betagte und geis­tig rege Frau feierte am Pfingst­montag ihren 100. Geburtstag. Das ließ sich auch Oberbürger­meister Werner Schineller nicht entgehen und gratulierte Frieda Foltz persönlich mit den besten Wünschen für die Zukunft.

    Ein Rezept für ihr hohes Alter und Gesundheit habe sie nicht. Sie lese sehr gerne und das täg­lich. „Ich interessiere mich ganz besonders für die Lokalteile und Todesanzeigen in den beiden großen Speyerer Tageszeitungen", meinte die Jubilarin. Das tägliche Lesen der Zeitungen ist ihr ganz besonders wichtig.

    Ihr Lieblingsbuch, das ihr spon­tan einfiel: „Das Volk ohne Raum" von Hans Grimm. Seit und zehn Jahren lebe sie jetzt im Altenheim der Speyerer Bürgerhospitalstiftung. „Ich habe zwei Weltkriege erlebt und überlebt. Es war richtig schlimm. Am schlimmsten waren die beiden großen Hungersnöte und die Zei­ten der Inflation.", so die 100-Jährige.

    Frieda Foltz freut sich, wenn sie Besuch von Freunden, Verwandten und Bekannten bekommt.

    "Früher war ich immer in Bewegung. Ich wanderte gerne", erin­nerte sich die Frau.

    Seit 1917 lebt Frieda Foltz in Speyer. Geboren wurde sie am 31. Mai 1904 in Zweibrücken. Die El­tern heirateten in der Domstadt. Die 100-Jährige hat keine Kinder. „Ich war verheiratet mit der Bank.", meinte die ehemalige Bank-Sekretärin.

    Sie war mit Leib und Seele und mit großem Engagement im Beruf als Bank-Sekretärin tätig und schwärmte auch noch an ihrem besonderen Ehrentag davon.

    Die Jubilarin hat noch einen Bruder und entstammt ursprünglich aus dem Herrmann-Heinrich Guembel-Stammbaum, dem G. Herrmann-Heinrich-Stamm zugehörig.

    Mit 100 Jahren habe sie noch ei­nen ganz besonderen Wunsch: „Ich will sanft sterben, wenn es einmal so weil ist.," Die Feierlich­keiten zu ihrem 100. Geburtstag und den Besuch zahlreicher Ver­wandter, Freunde und Bekannte genoss Frieda Foltz sichtlich.

    BILD-Unterschrift # 1: Die geistig rege Frieda Foltz war nach eigener Aussage mit ihrem Job in der Bank verheiratet. OB Schineller (v.l.) und Pfarrer Flory gratulieren zum 100. Geburtstag Im Altenheim am Mausbergweg. Foto: www

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 2. Juni 2004
    Zweit-Veröffentlchung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Notarzt für Kinder kommt

    Notarzt für Kinder kommt

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Die Verantwortlichen vom Diakonissen-Krankenhaus sind zuversichtlich. Das Kinder-Notfalleinsatzfahrzeug (NEF) ist in greifbarer Nähe. „Das Einsatzfahrzeug wird Dezember geliefert. Ab Januar wird das Kinder-NEF im Einsatz sein“, berichtet Oberarzt Dr. Ingo Böhn im Tagespost-Gespräch.

    Der Oberarzt verfügt als Facharzt über langjährige Erfahrungen in der Säuglings- und Kinder-Notfallmedizin und hat vor zwei Jahren bereits das Mannheimer Kinder-NEF ins Leben gerufen. Er wird das Projekt mit weiteren Kollegen in Speyer betreuen.

    Die Realisierung des Vorhabens ist vor allem dem Hauptsponsor MD Medicus, einem Medizinunternehmen aus Ludwigshafen und dem Serviceclub Round Table zu verdanken, der bald eine Spende in Höhe von 15 000 Mark an die Initiatoren überreichen wird. Dem Diakonissen-Krankenhaus entstehen keine Zusatzausgaben. Der Hauptsponsor übernimmt alle anfallenden Kosten.

    Das Einsatzfahrzeug, ein Volvo V 40 Turbo-Kombi, ist mit hochmoderner Technik, Navigationssystem, Funk, Blaulicht, Martinshorn und 200 PS ausgestattet. Die sind notwendig, um im Notfall schnell vor Ort sein zu können.

    „Das Kinder-NEF versteht sich als zusätzliche Ergänzung, wenn schnelle, fachliche Hilfe von Fachärzten für Säuglings- und Kinderheilkunde vor Ort benötigt wird“, meint Böhn. Das Kinder-Notfallteam kann immer dann zum Einsatz kommen,wenn sich Säuglinge oder Kleinkinder durch Unfall, Erkrankung oder bei Problemgeburten in akuten, lebensbedrohlichen Notsituationen befinden.

    „Die Intubation beim Säugling ist schon anatomisch schwieriger als bei Erwachsenen“, erläutert Böhn. Das Kinder-NEF kann direkt über die Rettungsleitstelle, vom Notarzt vor Ort oder von der Besatzung eines Rettungswagens angefordert werden.

    Die Besatzung besteht aus einem Facharzt für Säuglings- und Kinderheilkunde mit spezieller Qualifikation für Intensiv- und Notfallmedizin und einer Intensiv-Kinderkrankenschwester oder einem -Pfleger, die flexibel, schnelle und spezialisierte Hilfe auch bei Neugeborenen-Notfällen leisten können. Das Kinder-NEF kann in Minutenschnelle vor Ort sein. Der Einsatzbereich erstreckt sich auf Speyer, Ludwigshafen, Schwetzingen, Germersheim bis Bad Dürkheim. Böhn rechnet mit bis zu 200 Einsätzen pro Jahr.

    Das Mannheimer Klinikum betreibt seit zwei Jahren ein derartiges Fahrzeug. „Dort hat sich die Einrichtung bewährt“, so Oberarzt Dr. Thomas Schaible, Kinder-Notarzt beim Klinikum in Mannheim.

    In zwei Jahren wurde das Mannheimer Team zu 100 Einsätzen gerufen. Das Kinder-NEF wird bald auch in Speyer eine Verbesserung in der Notfallversorgung von Säuglingen und Kindern bringen.

    BILD-Unterschrift # 1: Vorbild für Speyer: Kinder-Notarzt Dr. Thomas Schaible und Intensiv-Kinderkrankenschwester Monika vom Mannheimer Kinder-Notfalleinsatzfahrzeug-Team. Foto: Klamm

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 1. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Dr. Heiner Geißler: Wo ist denn nun Gott?

    Dr. Heiner Geißler: Wo ist denn nun Gott?

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - So kennt den Südpfälzer CDU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Generalsekretär seiner Partei nicht jeder. Am Sonntag präsentierte Dr. Heiner Geißler (70) in der Speyerer Galerie „Kulturraum“ sein Buch „Wo ist Gott - Gespräche mit der nächsten Generation“. Geißler beschäftigte sich als Autor nicht zum ersten Mal mit Gott und der Welt. Bereits vor drei Jahren veröffentlichte er „Das nicht gehaltene Versprechen: Politik im Namen Gottes. Und soviel wurde klar. Das Buch ist kein neuer christlicher Leitfaden auf dem Weg zu Gott. Es ist ein philosophisches Werk, das Wege aufzeichnen soll, wie man Gott finden kann.

    Geißler hat Zusammenkünfte mit Jugendlichen skizziert. Er hat mit seinen Söhnen, ihren Freunden, mit Berufsschülern, Abturienten, Eltern, Mitgliedern der katholischen und evangelischen Jugend und mit Studenten diskutiert und daraus seine Schlüsse gezogen.

    Fragen und Anworten sind in sieben Gesprächen zusammengefasst. Es geht um Zweifel der Menschen, Gottesbeweise und Weltreligionen. Über Gründe gegen Gott, Atheismus und Materialismus, das Recht des Stärkeren, Übermenschen und den Tod Gottes. Geißler beschäftigt sich mit Erkenntnissen der Naturwissenschaften, mit der Entstehung und dem Ende des Univerums, mit Zufall und Notwendigkeit, Vernunft und Glaube, mit Bildern vom Menschen und dem Sinn des Lebens, mit dem Bösen, Leid und Elend auf dieser Welt. Er hat Ideale und ist auf der Suche nach Vorbildern und Jesus.

    Im Gespräch mit der Tagespost sagte Geißler: ,,Ich glaube, dass diejenigen, die an diesen Fragen Interesse haben, Vieles finden können, das ihnen weiterhilft. Ich hatte viele Gespräche. Wenn man über die Fragen Politik, Moral, Ethik und Macht spricht, dann landet man in kurzer Zeit bei der Frage nach Gott, weil wir für die Menschenrechte und Würde eine Instanz brauchen, die garantiert, dass diese nicht zur Disposition gestellt oder manipuliert werden. Dann sind wir bei der Frage nach Gott.“ Geißler sagt von sich, er bemühe sich Christ zu sein, bezweifle aber selbst, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Gibt es für ihn Gott? ,,Die Zweifel bleiben immer. Es sprechen mehr Argumente für Gott, als gegen ihn. Jesus hat eine Botschaft verkündet, die auch eine politische Dimension hat. Die Botschaft kann die Welt verändern - auch heute.

    Heiner Geißler, wollte Theologe werden, studierte als Mitglied des Jesuiten-Ordens Philosophie in München und Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Auschusses für Menschenrechte. Sieben Bücher hat er geschrieben. In seinem nächsten Buch geht es auch um philosophische Betrachtungsweisen und Gott.

    Wo aber ist Gott zu finden? „In der Natur, aber nicht überall. In der kosmischen Singularität vor dem Urknall, in der Liebe der Menschen, in der Überwindung des Bösen, in Musik von Bach, Mozart und Beethoven und in dem Menschen Jesus“, sagt Geißler. Er gelangt zur Erkenntnis, dass Gottes Existenz nicht beweisbar ist. Für junge Menschen, die auf der Suche nach Vorbildern sind und für Politik-Verdrossene hat Geißler eine Antwort: ,,Wenn ihr Vorbilder sucht, dann könnt ihr sie nicht immer unter den Politikern finden, sondern in Jesus und den Menschen, die ihm nachgefolgt sind oder die sich einfach so verhalten haben, dass es Jesus gefallen hätte.“

    Apropos gefallen. Den Gästen am Sonntagabend hatte es Geißler angetan. Sie haben sich wohlgefühlt in seiner Gedankenwelt und im „Kulturraum“, deren Macher Maria Franz und Anton Bronich alles organisiert hatten.

    INFO: „Wo ist Gott - Gepräche mit der nächsten Generation“, 140 Seiten, ist erschienen im Rowohlt-Verlag Berlin. ISBN 3 87134 410 9

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 5. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Nach Richterspruch das Baugebiet geteilt

    Nach Richterspruch das Baugebiet geteilt

    Von Andreas Klamm

    Weingarten. - Weil das Oberverwaltungsgericht in Koblenz im November den Bebauungsplan „Am Oberen Neugraben/ Krummäcker“ für nicht wirksam erklärte und nach Auffassung des Gerichtes die festgestellten Mängel jedoch nur in einem ergänzenden Verfahren behoben werden könnten, mussten die Gemeinderäte auf ihrer Sitzung am Montag nach Lösungen ringen. Bauplaner, Ingenieur Peter Fischer vom Büro Schara und Fischer aus Mannheim, stellte mehrere Lösungsvorschläge vor. Probleme bereiten die Spitzenlärmbelastungen eines am Baugebiet angrenzenden Unternehmens, das zur Nachtzeit zwischen fünf und sechs Uhr die zulässigen Grenzwerte der Lärmbelastung um elf Dezibel überschreite.

    Der Rat beschloss jetzt, das Baugebiet in zwei Bereiche, den Teilbereich „Am Oberen Neugraben“ und den Teilbereich „Krummäcker“ aufzuteilen. Im Planteilbereich „Am oberen Neugraben“ ist möglicherweise die Verlegung des Spielplatzes, die Ausweisung als Dorfmischgebiet oder landwirtschaftliche Fläche, die Vergrößerung der Geschoss- und Grundflächenzahl sowie die Erweiterung passiver Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Die Baufenster für die bevorzugte Bebauung in Einzelhausbauweise dürften nicht zu groß werden. Bürgermeister Dr. Kurt Seibert schlug von den vielen Varianten, mit denen er in Verhandlungen mit einem privaten Investor gehen will, die billigste Lösung im Interesse der Gemeinde vor. Aus Doppelhäusern sollten Einfamilienhäuser werden.

    Der Gemeinderat beschloss drei Lösungsvarianten, mit denen Lärmschutz erreicht werden könnte. Davon werden zwei Lösungen besonders favorisiert. Die erste Variante und billigste Lösung: Aufschüttung eines „steilen Walls“, der sich auch begrünen ließe.

    Die zweite Lösung, die Seibert persönlich bevorzugen würde, ist Lärmschutz durch die Bebauung mit Nebengebäuden zu erreichen. In der dritten Lösung ist vorgesehen, die Häuser so zu bauen, dass die Rückenfläche als Lärmschutz dienen könne. Allerdings sei unklar, wie weit der private Investor mitziehe.

    Im B-Plan-Teilbereich Krummäcker ergibt sich eine wesentliche Änderung durch das Gerichtsurteil durch eine Verlängerung des Lärmschutzwalls um den geplanten Einkaufsmarkt herum. Die Firma Schlecker, so Seibert, suche in Weingarten ein geeignetes Gebäude, um dort einen Laden errichten zu können.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 22. Februar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Landkreis ehrt seine erfolgreichen Sportler

    Landkreis ehrt seine erfolgreichen Sportler

    Von Andreas Klamm

    Mutterstadt/Landkreis. - Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat über die Vergabe von finanziellen Sport-Förderpreisen auf seiner gestrigen Sitzung unter Vorsitz von Landrat Dr. Ernst Bartholomé darüber entschieden, welche Sportler aus dem Landkreis mit Geldgeschenken ausgezeichnet werden. Die Ausschuss-Mitglieder haben es sich bei ihren Entscheidungen nicht leicht gemacht. Insgesamt werden 47 Geldpreise an besonders verdiente Sportler, Gruppen und Vereine in Höhe von 17 900 Mark vergeben. Die Einzel-Förderpreise liegen zwischen 200 Mark und 1 600 Mark.

    Der Landrat zeigte sich erfreut darüber, dass der Landkreis im Breiten- und Spitzensport sehr gut vertreten sei. Nach Kaiserslautern habe der Landkreis den höchsten Organisationsgrad der Sportvereine. Der Ausschuss hielt sich an die Richtlinien und Vorgaben des Landessportbundes. Einmal jährlich ehrt der Landkreis besonders erfolgreiche Sportler und Mannschaften, die beispielsweise an Olympia, Welt- oder Europameisterschaft teilgenommen haben.

    Eine weitere Voraussetzung zur Erlangung eines Geldpreises ist die Zugehörigkeit zu einem Verein im Landkreis oder die Meldung des Hauptwohnsitzes des Sportlers im Landkreis. Zudem muss die Sportart anerkannten Dachorganisationen des Deutschen Sports als Fachverband angehören.

    Zwei Sonderpreise für besondere sportliche Leistungen und Entwicklungen (je 200 Mark) erhält die Jugendbehindertengruppe des TG 04 Limburgerhof für die Teilnahme an den Special Olympics National Games (ähnlich einer deutschen Behindertenmeisterschaft) in Berlin und Ria Jotter (vom TSG Maxdorf) aus Dannstadt-Schauernheim. Sie gewann in der Gruppe der Senioren eine Silbermedallie beim Duathlon in Calais.

    Im Anschluss der Sitzung besichtigten die Mitglieder des Ausschusses die Bauabschnitte der Sanierung der IGS Mutterstadt. Die Bauzeit betrug vier Jahre, beginnend ab 1997. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 13 Millionen Mark .Es enstanden unter anderem neue Lehrerstützpunkte, acht naturwissenschaftlich genutzte Räume, zwei Computerräume im Rahmen des pädagogischen Netzes, mehrere Werkräume, Musikzimmer und Räume für bildende Kunst. Vierzig Schulräume wurden komplett behindertengerecht saniert und neu eingerichtet. Zudem wurde ein Blockheizkraft (BKHW) integriert, mit dem der Landkreis 20 bis 30 Prozent Kosten sparen kann.

    INFO: Preisträger aus unserem Verbreitungsgebiet: Arawat Sabejew, Kai Dittrich, Dennis Blum, Andreas Fix, Frank Gerhard (alle VfK Schifferstadt, Ringen), Alexandra Schneider (Schießen), Dirk Heinz (Darts), Christiane Berger (Eiskunstlauf), Ronni Weller , Alexander Michel, Oliver Gebhardt (alle Gewichtheben), Christian Weber, Stefan Steinweg (Radsport), Claus Stauder, Gerhard Zachrau, Julia Bamberger (alle TSG 1886 Mutterstadt, Rasenkraftsport), Karl-Heinz Schmitt, Julia Schulze, Styrmir Arnason (Reiten), Kai Rapp (Bogenschießen), Simone Weiler (Schwimmen), Claudia und Christian Rüssel (Römerberg, Rock’n’Roll), Elke Schall und Schülermannschaft des TTV Römerberg (Tischtennis).

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 9. Februar 2001
    Zweit-Veröffentlchung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Liberale: Ins Kreishaus müssen moderne Zeiten einziehen

    Liberale: Ins Kreishaus müssen moderne Zeiten einziehen

    Von Andreas Klamm

    Kreis Ludwigshafen. - Auf dem Kreisparteitag der Liberalen blickte FDP-Kreisvorsitzender Ralf Neumann auf eine ganze Reihe positiver Termine zurück. Einen guten Einblick habe der Besuch der Werkstatt für Behinderte in Schifferstadt gegeben. Auch der Besuch der BASF und die traditionelle liberale Adventsfeier seien ein Erfolg gewesen.

    Die Frage, ob die FDP einen eigenen Kandidaten zu den Landratswahlen ins Rennen schicken solle, sei sehr intensiv und sachlich diskutiert worden, resümierte Neumann. Die Gefahr der Interessenskollision wegen seiner Tätigkeit als Vizepräsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt und weil eine professionelle Kandidatur die finanziellen Möglichkeiten des FDP-Kreisverbandes deutlich überschritten hätten, führten zum Nein.

    Auf Beschluss des Kreisvorstands werden die beiden aussichtsreichen Landratskandidaten Elster und Schröter zu Gesprächen eingeladen. Ob überhaupt eine Wahlempfehlung abgegeben werde, könne erst danach entschieden werden. Spekulationen darüber, dass sich der Kreisverband bereits auf einen Kandidaten festgelegt habe, erteilte Neumann eine klare Absage.

    Die Effizienz der Verwaltung müsse auf allen Ebenen gesteigert werden. Derzeit müssten fünf Verwaltungsebenen finanziert werden. „Über diese Strukturen muss man auch wegen der leeren Kassen intensiv nachdenken“, so der Kreisvorsitzende.

    Kreisbeigeordneten Robert Hofmann gratulierte Neumann nochmals nachträglich zu dessen 65. Geburtstag. Er sei als einer der Gründerväter des Kreises schon jetzt politisches Urgestein. Glückwünsche gab es auch für Partei-freund Gerhard Frey, der in Neuhofen zum Bürgermeister gewählt wurde. Landtags-Fraktionschef Werner Kuhn bezeichnete Frey’s Erfolg als grandios.

    Die Wahlen würden nicht im Wahlkampf entschieden, sondern in Gesprächen mit den Bürgern führte er in seiner umfassenden Rede mit den Themenschwerpunkten Lehrermangel, BSE, Landwirtschaft, Verkehr, Bildung und 1,9 Milliarden-Neuverschuldung. „Wenn es so weiter geht, werden wir in fünf bis zehn Jahren finanzpolitisch am Ende sein“, prognostizierte Kuhn. Spätestens 2008 solle die Neuverschuldung auf Null runtergefahren sein. „Es sind noch 55 Tage bis zur Wahl - der Erfolg kommt nicht von selbst, also packen wir’s an“, lautete sein Appell an die Parteifreunde. Am 25. März wolle er viele schöne Wahlpartys im Land feiern. Es gelte das Motto „Doppelt gut“.

    Jürgen Creutzmann, Vorsitzender der Kreistagsfraktion und Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Speyer, forderte in seiner Rede eine moderne Kreisverwaltung, die auch moderne Medien verstärkt nutzen müsse: „Die Kreisverwaltung muss sich als moderner Dienstleister verstehen“, forderte er. Wenn der Landrat sage, die Kreisverwaltung habe auch hoheitliche Aufgaben wahrzunehmen, dann solle sie diese im Sinne der Bürger erfüllen.

    Im Europa der Regionen müsse die Rhein-Neckar-Region gestärkt, Kräfte gebündelt werden. Der Landkreis dürfe nicht nur Trittbrettfahrer sein, der hierfür dann noch den Preis der ersten Klasse zahle. Creutzmann will auch mit den Parteifreunden auf der rechten Rheinseite zusammenarbeiten. Der Rhein und dessen Brücken dürften nicht als Grenze, sondern müssten als Verbindung gesehen werden. Ein Zuhörer wurde noch deutlicher: „Wir müssen aufpassen, dass wir von den Oberzentren nicht ständig über den Tisch gezogen werden.“

    Seit kurzem ist auch der Kreisverband Ludwigshafen-Land zumindest rund um die Uhr erreichbar - zumindest im Internet. Die Adresse: http://www.fdp-lu-land.de.

    Einer der Termine im Wahlkampfkalender der FDP: Am 1. März kommen Brüderle, Westerwelle, Möllemann und Creutzmann in die Speyerer Halle 101.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 31. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlchung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • 10. Todestag der "Königin der Herzen": In Berlin und in aller Welt gedenken Menschen Prinzessin Diana

    10. Todestag der "Königin der Herzen":

    In Berlin und in aller Welt gedenken Menschen Prinzessin Diana

    TributeToDiana.org macht Aufnahmen für Charity-DVD

    Von Andreas Klamm

    London/Berlin. 31. August 2007. - Heute findet anlässlich des 10. Todestages von Prinzessin Diana (1.07.1961 - 31.08.1997) ein von den Prinzen William und Harry organisierter Gedenkgottesdienst in der Guard Chapel in London statt. Auch in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin gedenken die Menschen während der Veranstaltung "Letter to Diana", einer Art Straßenlesung, bei der prominente deutsche Synchron-Sprecher und Sprecherinnen von Denzel Washington, Will Smith, Kevin Bacon, Gary Oldman, Julia Roberts, Michael Douglas, Bruce Willis, Brad Pitt und vielen anderen, die Briefe von Passanten, Gemeinde-Mitgliedern und anderen Hobby-Autoren öffentlich vorlesen.

    Der Inhalt der Briefe richtet sich direkt an Prinzessin Diana, an ihren Geist und ihr Wesen in Anerkennung der großen Taten für wohltätige Zwecke der Prinzessin, die vor 10 Jahren bei einem Autounfall in Paris auf tragische Weise ums Leben kam. Ein Gottesdienst zu Ehren von "Lady Diana" findet in der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche statt. Im Fußgängerbereich vor der Kirche ist für heute ein angemessenes Rahmenprogramm geplant.

    Ryan Leary, Organisator von TributeToDiana.org aus Köln beabsichtigt parallel zur Veranstaltung Insert-Filme zu drehen, die in das Making-Of der Veranstaltung einfließen sollen. Mögliche Motive könnten etwa das Candle in the Wind-Special am Ende der Veranstaltung, die Flying Candles und ein Bannerfall zum finanlen Höhepunkt der Fest-Gedenk-Veranstaltung vor der Kaiser Wilhelm Gedächtnis-Kirche heute in Berlin sein.

    Veröffentlicht werden die Aufnahmen auch im Rahmen der Tribute-to-Diana-DVD, die am 1. Dezember, dem Tag des großen Charity-Konzerts zu gunsten der deutsch-britischen Aidshilfe erscheinen wird. Die heute gedrehten Film-Aufnahmen fliessen in die Produktion mit ein, und werden zudem während des Tribute-to-Diana-Clips live am 1. Dezember auf den Bühnen des großen Diana-Charity-Events in Berlin, London und Paris gezeigt.

    TributeToDiana.org bietet die Möglichkeit sich als Co-Produzent an den Aktionen , auch finanziell, zu beteiligen. Zum Teil beteiligen sich die Crew-Mitglieder für die Filmaufnahmen ehrenamtlich.

    Bei TributeToDiana.org handelt es sich um ein reines Non-Profit-Unternehmen, dessen Fokus auf der Botschaft des Events an sich liegt.

    Die Teilnahme aller Mitwirkenden geschieht in Anerkennung der außergewöhnlichen karitativen Leistungen von Lady Diana, die sich zu Lebzeiten in bis zu 100 Hilfs-u. Sozialprojekten gleichzeitig engagiert hat.

    „Durch die Prinzessin wurde unsere Aufmerksamkeit auf die Qual der Aids- und HIV-Kranken gelenkt, auf die Not der Obdachlosen, die Isolation der Leprakranken und auf die wahllose Zerstörung, die von Landminen ausgeht“, so die damaligen Worte Ihres Bruders am Tag ihrer Beerdigung vor gut 10 Jahren.

    Ryan Leary, Organisator von TributeToDiana.org: "Auch wir finden es ist Zeit dieser einzigartigen Frau ein ebenso einzigartiges Denkmal zu setzen. Ihre Liebe war ein Symbol größter Menschlichkeit, ihr Instinkt Quelle allen Mutes, und ihr Lächeln Zauber einer ganzen Nation. Lassen Sie uns das bewahren, indem wir ihrer gedenken, und andere ermutigen es ihr gleich zu tun. Genau hierfür wollen wir vom Tribute-Team uns engagieren und wir würden uns sehr freuen, wenn auch viele weitere Menschen an Bord kommen und bei der Realisierung dieses großartigen Projekts mithelfen."

    Weitere Informationen zum Programm und dem Film-Projekt sind im Internet bei http://www.tribute-to-diana.org erhältlich.

    3mnewswire.org

  • Gerhard Harwardt hat beim ASV die Fäden in der Hand

    Gerhard Harwardt hat beim ASV die Fäden in der Hand

    Von Andreas Klamm

    Böhl-Iggelheim.- Gerhard Harwardt, 62, bleibt Vorsitzender des Angelsportvereins Kellmetschweiher. Auf der Jahreshauptversammlung im VfB-Clubheim wählten ihn 58 von 267 Mitgliedern wieder. Eines stimmte dagegen. Die Suche nach einem Wahlvorstand hatte sich schwierig gestaltet - bis der Ehrenvorsitzende des Vereins Heinz Hoock erschien und sich spontan als Wahlleiter zur Verfügung stellte.

    Der bisherige Kassierer Klaus Flörchinger war kurzfristig verhindert und konnte, da abwesend, nicht mehr gewählt werden. Zweiter Vorsitzender Peter Stuck und Schriftführer Bernhard Dürk wollten aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren.

    Frank Wessa trug stellvertretend für Flörchinger den Kassenbericht vor: Es wurde ein Plus erwirtschaftet. Allerdings, so hielt der Kassierer fest, stehe das zweitschlechteste Ergebnis seiner zwölf-jährigen Amtszeit unterm Strich.

    Hitzig verlief die Debatte über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Ein Mitglied meinte, es sei nicht „statthaft“ darüber abzustimmen, weil dieser Punkt nicht auf der Tagesordnung stehe. „Der Antrag ist erst am 3. Januar bei uns eingegangen“, erläuterte der Vorsitzende. Schließlich votierte die Mehrheit doch für ein Anheben der Beiträge, drei Angelsportler waren dagegen, viele enthielten sich. Die Aufnahmegebühr beträgt künftig rund 150 Euro (300 Mark), die Angelerlaubnis für Erwachsene 25 Euro und für Jugendliche 15 Euro.

    Eine positive Entwicklung sah Harwardt im Rückblick: Frühjahrsfischen, Männerfischen, das Fischerfest, Spätjahrfischen und insbesondere der Fischerkönigsball hätten allen viel Freude bereitet. Nicht zufrieden war er dagegen mit der Resonanz der Weihnachtsfeier.

    Fünf traten aus, vier wurden ausgeschlossen: 267 Mitglieder zählt der Verein. 161 sind Böhl-Iggelheimer, 106 kommen von auswärts. Von den 34 Jugendlichen sind 17 aktive Angelsportler. 102 Erlaubnisscheine zum Angeln in den Gewässern wurden ausgegeben. Alle Weiher haben einen guten Fischbesatz.

    Fast monatlich gebe es eine Veranstaltung des Angelsportvereins, so Harwardt im Tapo-Gespräch. Highlights seien das dreitägige Fischerfest, der Lätaremarkt und der Fischerkrönungsball. Der Angelsportverein leiste wichtige Arbeit für den Naturschutz. In diesem Jahr soll der Schwarzweiher entschlackt und entkrautet werden. Pappeln sollen gepflanzt werden. Die Löcher am Kellmetschweiher sollen aufgefüllt werden. Allerdings müsse die Kostenfrage noch geklärt werden.

    Der Lätare-Umzugswagen der Angler wird dieses Jahr nach der Hauffschen Legende vom Gespensterschiff gestaltet. Harwardt hat noch freie Plätze für eine Busfahrt zur Aquafisch, einer der größten Angler- und Jägermessen in Friedrichshafen. Fahrpreis 30 Mark. Auch Gäste können gerne mit an den Bodensee fahren. Abfahrt ist am Samstag, 3. März, 7 Uhr.

    INFO: Der neue Vorstand: Gerhard Harwardt, 1. Vorsitzender, Johannes Barra, 2. Vorsitzender, Silvia Kirschniok, Schriftführerin, Thomas Danter, Schatzmeister/Kassierer, Karlheinz Riedl, Gewässerwart, Karlheinz Merkel, Fischwart, Lothar Scheurer, Jugendwart, Rheinhold Kirschniok, Sport- & Gerätewart, Frank Wessa, 1. Beisitzer, Michael Dietz, 2. Beisitzer, Kassenprüfer: Uwe Lützel, Heinz Hoock.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 29. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Bartholomé:Verbraucherschutzamt entsteht

    Bartholomé:Verbraucherschutzamt entsteht

    Von Andreas Klamm

    Kreis Ludwigshafen. - Weil im Dienstgebäude der Ludwigshafener Kreisverwaltung dringend mehr Räume benötigt werden, hat der Bauausschuss auf seiner gestrigen Sitzung die räumliche Fusion von Gesundheitsamt und Veterinäramt in der Dörrhorststraße beschlossen.

    Das Veterinäramt ist seit 1969 der Kreisverwaltung angegliedert, das Gesundheitsamt seit drei Jahren. „Eine Zusammenarbeit beider Einrichtungen ist dringend notwendig - auch die räumliche Zusammenfassung“, meinte Landrat Dr. Ernst Bartholomé. Es entstehe gewissermaßen das erste Verbraucherschutzamt.

    Das Gebäude entspreche einem Standard, der 50 bis 60 Jahre alt ist, erklärte Kreis-Bauleiter Herbert Steinborn. So seien beispielsweise eine komplette Elektroinstallation oder die Sanierung von Sanitäranlagen notwendig, um auch dem Veterinäramt - etwa im Bereich von EDV-Nutzung - den bisher gewohnten Standard zu bieten.

    Die Bauverwaltung ermittelte mit Fachingenieuren Kosten von insgesamt 450 000 Mark. Die Baumaßnahmen könnten nicht mit schwerem Baugerät erfolgen. Viele Sanierungen müssten mit Handarbeit geleistet werden.

    Im Erdgeschoss sollen unter anderem Verwaltungsräume und im Keller Labore entstehen. Wegen voller Auslastung könne das Hochbau-Referat nur die Koordination übernehmen und beauftrage daher Fachingenieure.

    Grundwasser, das an die Oberfläche tritt, bereitet an der Schifferstadter Realschule des Schulzentrum Probleme. An Wänden entstanden Wasserschäden. „Als das Schulgebäude gebaut wurde, war der Grundwasserstand ein Meter tiefer als heute. Wir können froh sein, dass die Bodenplatte bislang so dicht ist“, meinte Elster. Derzeit laufen ergänzende Untersuchungen zur Klärung der Ursache. Kostenpunkt: 35 000 Mark. Nach Kernbohrungen wurde festgestellt, dass Wasser bis rund 40 Zentimeter über dem Fußboden in Unter- und Kellergeschossen anstieg. Gutachter ermittelten bisher einen Rück- und Aufstau. Durch eine „Schieberwirkung“ und die daraus resultierenden Umströmungen könnten höhere Wasserstände nicht ausgeschlossen werden.

    Weil ein Unternehmen bei den Malerarbeiten mehrfach in Verzug geriet, wurde ihm der Auftrag entzogen. In einer Eilentscheidung beauftragte der Landrats ein anderes Unternehmen, das ein finanziell vergleichbares Angebot machte. Der Rechtsanwalt der Firma, der der Auftrag entzogen wurde, bestreitet die Rechtmäßigkeit der Kündigung. Für den Fall, dass das Gericht diese Auffassung teilen sollte, ist die genaue Schadenshöhe noch nicht ermittelbar.

    Für das Gymnasium beschloss der Bauausschuss per Nachtrag Elektroarbeiten zur Installation elektrisch betriebener Sonnenschutzanlagen in Höhe von rund 63000 Mark.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 26. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Bildtafeln regen zu Gedankenspielen an

    Bildtafeln regen zu Gedankenspielen an

    Von Andreas Klamm

    Schifferstadt. - Die 35-jährige Künstlerin Regina Reim aus Neustadt, die im Mai nach Speyer umsiedeln wird, hat gestern die von ihr geschaffenen Bildtafeln für eine Wand im Foyer des Neubaus in der Salierschule an Kreisbeigeordneten Michael Elster und Schifferstadts Bürgermeister Edwin Mayer übergeben. Nach mehreren Monaten Arbeit sind auf den 20 quadratischen, 30 mal 35 Zentimeter großen Bildtafeln organische Formen entstanden - Symbole für das Leben.

    Die Grundfarbe der Bildtafeln ist Gelb, das für Licht, Wärme, Freude und Energie steht. Im Kontrast dazu das Schwarz, das auch Erde symbolisiere, was zum Leben dazugehöre, erläuterte die Künstlerin. Die Bilder sind auf spezielle, beständige Holzplatten gemalt und in der Wand verankert. Sie seien ja auch nicht zum Mitnehmen gedacht, meinte Elster mit Humor.

    Die Künstlerin will mit ihrem Werk den Schülern freien Lauf in ihrer Phantasie lassen. Sie weiß aus eigener Erfahrung mit ihrer zehnjährigen Tochter, dass Kinder gerne Gedankenspiele machen. Jeder könne sich das vorstellen, was er möchte. Das gelte aber auch für Lehrer und Besucher.

    Michael Elster bezeichnete die mit den Bildtafeln gestaltete Wand als harmonisches Ganzes und Blickfang an exponierter Stelle. Alle Besucher, die den Neubau betreten, würden von dem Kunstwerk berührt sein. Bürgermeister Mayer gefällt das Kunstwerk gut. „Es ist gelungen“, meinte er und war sich sicher, dass darüber geredet und diskutiert werden wird.

    BILD-Unterschrift # 1: Lebenssymbole: Künstlerin Regina Reim vor ihren Bildtafeln in der Salierschule. Foto: Winterkorn

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 24. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Schillinger:„Wir brauchen Verstärkung“

    Schillinger:„Wir brauchen Verstärkung“

    Von Andreas Klamm

    Römerberg. - Der Förderkreis St. Florian bereitet sich in diesem Jahr auf einen logistischen Großeinsatz vor. Grund: St. Florian feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Zudem unterstützt der Förderkreis die 150-Jahr-Feier der Römerberger Freiwilligen Feuerwehr und den 30. Kreisfeuerwehrtag unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Ernst Bartholomé.
    „Wir brauchen Verstärkung und brauchen jede helfende Hand“, so der Aufruf des Vorsitzenden Klaus Schillinger im vollbesetzten Feuerwehrgerätehaus. Schillinger gehört neben Wehrleiter Werner Huber und Förderkreis-Beisitzer Michael Nowack einem zwölfköpfigen Festausschuss an, der die Feierlichkeiten, die zu einem Drei-Tages-Special-Event mit spannenden Erlebnisprogramm zusammengelegt sind, plant und vorbereitet.

    Vom 8. bis 10. Juni soll in ganz Römerberg und in der Rheinpfalz-Halle gefeiert werden. Vorgesehen sind unter anderem auch Leistungsabnahmen und Kreis-Wettkämpfe der Freiwilligen Feuerwehren und der Jugendfeuerwehr. Einen großen Festumzug soll es auch geben, berichtete der zweite Vorsitzende Huber.

    Kassierer Manfred Volandt rechnet im laufenden Haushaltsplan mit Ausgaben in Höhe von 17 000 Mark, die aber voraussichtlich mit anstehenden Einnahmen ausgeglichen werden könnten. Die Kassenprüfer Norbert Huwe und Herbert Wiedemann attestierten ihm gute Kassenführung. Vorstand und Kassierer wurden entlastet.

    Eine außerordentliche gute Kameradschaft bestehe mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr von Düsseldorf-Unterbach, reflektierte Schillinger. Die Römerberger besuchten ihre Kameraden letztes Jahr in der Großstadt-Metropole.

    Eine weitere besondere Attraktion für St. Florians-Mitglieder ist von 29. September bis 2. Oktober geplant. Die Feuerwehr-Förderer wollen drei Tage in die „Perle des Ostens“ nach Budapest reisen. . Allerdings seien zur Realisierung des Vorhabens mindestens 45 Teilnehmer notwendig. Interessenten sollten sich frühzeitig anmelden und den Anmeldeschluss einhalten. Der Zeitpunkt der Anmeldung sei entscheidend für die Teilnahme. Wer sich zu spät anmelde, könne nur noch auf eine Nachrücker-Liste gesetzt werden.

    Künftig könnten auch gemeinsame Flugreisen geplant werden, diskutierten die Mitglieder. Für einen geplanten Familienwandertag werden noch Vorschläge gesucht.

    Weitere Highlights dieses Jahres, an denen der Förderkreis beteiligt sein wird: Faschingsumzug, das Altdorf-Fest und die traditionelle Maifeier.

    Der Förderkreis hat derzeit 185 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag bleibt stabil und wurde nicht erhöht. Nächstes Jahr wird die Jahreshauptversammlung wohl etwas länger dauern. Die Vorstandschaft muss sich Neuwahlen stellen.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 26. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Wiederbelebung für Jugendrotkreuz geglückt

    Wiederbelebung für Jugendrotkreuz geglückt

    Von Andreas Klamm

    Schifferstadt. Nach zehn Jahren Inaktivität wurde jetzt das Schifferstadter Jugendrotkreuz erfolgreich wiederbelebt, erklärte der Vorsitzende des DRK-Ortsvereines, Christoph Werner, bei der Vorstellung seiner neuen „Nachwuchs-Mannschaft“. Vier Jugendliche hätten beim DRK angefragt, ob der Ortsverein nicht was für sie machen könne. Da ließ sich der Vorstand nicht zwei Mal fragen. Bereits Ende November konstituierte sich die jetzige Führung des Jugendrotkreuzes.

    Das Projekt wird von DRK-Kreisjugendleiterin Elke Giersch-Emden und Ausbilder Claus Becker (beide Mutterstadt) vom Kreisverband geleitet. Ricarda Klatt-Heil vom Schifferstadter Ortsverein steht als Ansprechpartnerin für die Jugendlichen vor Ort zur Verfügung.

    Zum Jugendleiter wurde Patrik Suloki (18) gewählt. Er wurde durch seinen Nachbarn, ein langjähriges DRK-Mitglied, auf die Aktion des DRK aufmerksam. Zu seinen Aufgaben zähle die Gruppeneinteilung bei Einsätzen, die Jugend-Gruppenstunden-Gestaltung und das Überwachen der Jugendkasse, erzählt er stolz. Er hoffe auf Spenden der Bevölkerung für viele geplante Projekte.

    Ähnlich geht es auch der 15-jährigen Hauptschülerin Carlonie Regenauer aus Schifferstadt. Sie ist von Anfang beim Jugendrotkreuz dabei. Freunde hätten sie zu einer der Gruppenstunden mitgenommen. Sie habe keine Probleme, auch mal Blut sehen zu müssen. Sie besucht die neunte Klasse und möchte gern Rotkreuz-Schwester oder Pflegerin werden.

    Alle 15 Jugendlichen haben erfolgreich Erste-Hilfe Kurse absolviert, berichtet Werner. Der Nachwuchs brächte eigene Ideen ein. Und: Die Jugendlichen und Aktiven müssten keinen Mitgliedsbeitrag zahlen. Nur passive Mitglieder.

    Als Jugendrotkreuz-Gruppenleiter wurden Julia Doser und Pascal Regenauer gewählt. Sie sind unter anderem für die Gestaltung der Gruppenstunden mit verantwortlich. Bei richtigen Einsätzen sei immer als Verantwortlicher ein Erwachsener dabei, versichert Giersch-Emden.

    Die jungen Helfer wollen sich beim Rettichfest und auf dem Weihnachtsmarkt, etwa mit eigenen Ständen der Öffentlichkeit präsentieren.

    Beim DRK-Kreis-Wettbewerb, der am 20. Mai stattfindet , wollen die jugendlichen Ersthelfer Erlerntes und vertieftes Wissen bei verschiedenen Aufgabenstellungen in der Praxis demonstrieren. Die Jugendlichen machen auch gemeinsame Kinobesuche, Pizzaessen und gesellige Unternehmungen.

    Die DRK-Jugend trifft sich alle 14 Tage, freitags ab 18 Uhr im DRK-Haus, Rehbachstraße 12.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 23. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Die Jungen führen Regie

    Die Jungen führen Regie

    Von Andreas Klamm

    Mechtersheim. - Der Männergesangverein (MGV) Frohsinn begann seine Generalversammlung im Vereinslokal musikalisch an Heilig Drei Könige. „Let it shine“, sang der Frauenchor. Wenig später trübte sich die Stimmung der 65 Mitglieder, als es um die neue Satzung ging.

    Vorsitzender Karl Müller gedachte der Verstorbenen und blickte auf ein reges Vereinsleben zurück. Die Höhepunkte: Vier unvergessliche Tage in Bremen. Adam Lorfing drehte einen Film vom Ausflug, der bald zu sehen sein wird. Das Altdorffest, das witterungsbedingt und mit dem Verschwinden eines knapp vier Meter langen Holzschildes des Vereines „Zum frommen Zecher“ fast auf den Nullpunkt sank, Tag der offenen Tür und die Ehrungen verdienter Mitglieder beim Weihnachtsfest mit dem traditionellen Theaterstück (Tapo berichtete). Zehnmal trat die MGV zu offizellen Anlässen auf.

    Die geplante Satzungsänderung nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Chorleiter Wolfgang Lutz, Frauen-Sprecherin Gunda Wiedemann und Schriftführer Erich Fender ergänzten die Jahres-Chronik mit Rückblicken auf das Freundschaftsingen, die Zeltmission, dem 25-jährigen Bestehen des Vereinsheimes und der närrischen Singstunde.

    Die Kassenprüfer Ludwig Stadler und Wolfgang Frey entlasteten und lobten den Kassierer Berthold Bogumil, der schon knapp 20 Jahre über die Finanzen des Vereines wacht. Sie stießen sogar auf etwas mehr in der Kasse. Der Verein wirtschaftete solide und schloss mit einem Plus ab. Finanzielle Reserven würden für den geplanten Umbau und Renovierung der Toiletten-Anlage und des Sängerheimes (energiesparende Fenster und neuer Anstrich) sowie für einen Vitrinen-Schrank, in dem Vereinsfahnen ausgestellt und Noten aufgebewahrt werden sollen, gebraucht, erklärte der Kassenwart.

    Schwierigkeiten und heftige Diskussionen gab es bei der Beschlussfassung einer neuen Satzung, mit dem der Verein seine Statuten von 1974 auf den neuesten Stand bringen wollte. Rechtsanwalt Gerd Nöther erklärte viele Details. Einige Mitglieder störten Formulierungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden aus dem Verein durch Tod. Eineinhalb Stunden diskutierten und änderten die Mitglieder den Entwurf ihrer Satzung, die das Vereins-Registergericht Ludwigshafen bereits ohne Einwände an den Vorstand zurückschickte, ehe sie eine neue Satzung beschlossen.

    Das führte mit den Neuwahlen zu einer viereinhalbstündigen Generalversammlung. Der Jurist leitete die Neuwahlen als Wahlleiter. Diese verliefen reibungslos, abgesehen davon, dass nur wenige für ein Ehrenamt bereit waren. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand. Karl Müller kandidierte aus familiären und gesundheitlichen Gründen nicht mehr.

    Er überreichte als Ehrenvorsitzender an seinen Sohn symbolisch einen Schlüssel und an langjährige aktive Helfer Weinpräsente. Die Mitgliedsbeiträge, künftig 20 Euro, wurden auf die neue Währung umgestellt. Kommenden Samstag findet der Vereinsball mit großer Tombola statt. Der MGV sucht noch Spender. In Schifferstadt steht diesmal ein großes Wertungssingen an. Andreas P. Klamm

    INFO: Neuer Vorstand: Günter Müller,Vorsitzender, Wolfgang Frey, 2. Vorsitzender, Siegried Weinkämmerer, Schriftführerin, Berthold Bogumil, Kassierer, Beisitzer: Gunda Wiedemann, Claudia Birkle, Beate Müller, Klaus und Günter Amourette, Gerhard Wetzel und Thorsten Kayser.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 8. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Auch mit 90 Jahren noch am Ball bleiben

    Auch mit 90 Jahren noch am Ball bleiben

    Von Andreas Klamm

    Heiligenstein. - Der Turn- und Sportverein hat gestern mit seinem Neujahrsempfang und einer Matinee den Auftakt zum 90. Bestehen des Vereines gefeiert. Zu Sekt und Brezeln spielten Rabea Michler, Lisa Schwartz und Martina Kögel klassische Musik. Für 2001 hofft TuS-Vorsitzender Günter Walburg, dass die Träume von Siegen und Punktgewinnen, die Erwartungen und Ziele der einzelnen Mannschaften in Erfüllung gehen und wünschte dem Verein als Jubilar viel Harmonie.

    Er freute sich, dass es wieder Nachwuchs für den Damen-Handball gebe und blickte auf 90 ereignisreiche Jahre zurück. Der TuS entstand aus der Turnabteilung des katholischen Arbeitervereines, 1905. Die anfängliche Begeisterung sank und als nur noch vier Turner übrigbieben, gründeten 1911 Wihelm Decker, Johann Egart, Georg Lang II. und Lorenz Schreiner mit 18 weiteren Sportbegeisterten am 20. August 1911, an einem heißen Sommertag, in der Wirtschaft „Zum Schwanen“, einen eigenen Turnverein. 1946 lebte der Verein als SV Heiligenstein wieder auf. Nach heftigen Diskussionen fiel 1950 die Entscheidung für den heutigen Namen TuS, Turn- und Sportverein, Heiligenstein. Mit 725 Mitgliedern ist der TuS, der größte Verein im Ort, berichtete Walburg stolz.

    Den größten sportlichen Erfolg erreichte der Verein 1973 mit dem Aufstieg seiner Handballer in die Regionalliga. Sie war damals die höchste deutsche Spielklasse. Der TuS gründete 1974 eine eigene Volleyball-Abteilung und 1982 die beliebte Tennis-Abteilung. Mit Nachbarvereinen bildete der TuS eine Spielgemeinschaft und spielte (1981/83) in Freundschafts-Begegnungen gegen die Frauennationalmannschaft der Sowjetunion und bereits 1956 in „Matches de Handball“ gegen die Egalite I der französischen Handball-Elite in Strasbourg. Fünf Tennisplätze mit einer überdachten Pergola verdrängten das Handball-Großfeld. Der Verein ist stolz auf sein schmuckes Vereinsheim.

    Landrat Dr. Ernst Bartholomé ist seit rund zwölf Jahren Mitglied des Vereines und Schirmherr für die Jubiläumsfeiern. Man jage ihn oft auf dem Tennisplatz hin und her. Seine Frau Gisela spiele auch in der Mannschaft, konnte aber wegen einer Grippe nicht dabei sein. Der Verein werde in seiner Erfolgsgeschichte neuen Anforderungen, dem Trend von Feld- zu Hallenhandball und vom Turnen zu den Sport-Ball-Spielen, gerecht. Er wünschte dem TuS alles Gute und viel Glück. Der Verein leiste kulturell und sportlich Außerordentliches in dem Ort, so Bartholomé Die Highlights des Jubiläumjahres: Eine TuS-Matinee mit Ehrungen und der Festrede des Landrates in der Turnhalle in Heiligenstein im Juni, ein Handball-Turnier im September der Aktiven und der Jugend. Am Tag des Sports, 3. Oktober, stellt sich der TuS in der neuen Rhein-Pfalz-Halle vor. Zum Jubiläum erscheint eine Festschrift mit Vereins-Chronik.

    BILD-Unterschrift # 1: Stoßen auf 90 Jahre des Sports an: TuS-Vorsitzender Günter Walburg und Landrat Dr. Ernst Bartholomé (links) stellen sich den neuen Anforderungen in 2001. Foto: Venus

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 8. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Essen auf Rädern: Kunden fragen um Rat

    Essen auf Rädern: Kunden fragen um Rat

    Von Andreas Klamm

    Schifferstadt. - Die Zunahme von Creutzfeld-Jakob-Erkrankungen in Großbritannien auch bei jungen Menschen sowie Verlautbarungen des Bundesagrarministeriums, wonach BSE auch über Hautkontakt und durch Milchaustauschstoffe in Futtermitteln übertragbar sein könnte, hat auch die Kunden von „Essen auf Rädern“ des DRK-Ortsverbandes Schifferstadt verunsichert.

    Die Ortsgruppe wollte aufklären und hatte deshalb zum Pressegespräch geladen. Die tiefgefrosteten Wochen-Menüs würden von einem Unternehmen aus Rheine, der Firma Apetito, geliefert. In dem Menü-Sortiment stammten 85 Prozent des Rindfleischanteils von Freiland-Rindern aus Argentinien und Südamerika, die dort auf saftigen Weiden grasen.

    15 Prozent des Rindfleisches kämen aus Deutschland. Die genaue Herkunft sei bislang noch unbekannt. Das DRK fordere jetzt einen schnellen Nachweis von der Lieferfirma, so Vorsitzender Christoph Werner. Die Information würde dann sofort an die Verbraucher weitergegeben. Neben den rindfleischhaltigen Menüs gebe es auch ein reichhaltiges Angebot an vollwertiger, vegetarischer, fleischloser und Diätkost sowie Gerichte mit Hühner-, Schweine- und Putenfleisch, klärte Ricarda Klatt-Heil, Leiterin des DRK-Menüservices, auf. Kostenlos dazu würden Tiefkühl- und Wärmegeräte bereitgestellt.

    Derzeit gebe es wegen der vielen Mitbewerber nur 15 Kunden. Die seien jetzt durch die BSE-Krise verunsichert, sie könne die Patienten aber in Gesprächen beruhigen. Trotz der Seuche stehe gerade auch bei den alten Menschen täglich Fleisch auf dem Speiseplan. Die Menü-Einheiten eigneten sich allerdings nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Singles und kleine Betriebe ohne eigene Kantine, warb Werner. Mit dem Angebot werde kein Profit erwirtschaftet und es stünde nicht in Konkurrenz zu anderen Catering-Anbietern. Infos gibt es direkt beim Ortsverband unter Telefon 06235/920093 bei Ricarda Klatt-Heil, die auch mal Obst-Einkäufe für die Patienten als Sonderleistung tätigt.

    DRK-Schatzmeister Ernst Grüner hielt BSE für eine „von der Presse ausgelöste Massenhysterie“. Ganz anders bewertete dagegen DRK-Blutspende-Arzt Victor Schmitt vom DRK-Blutspendezentrum für Rheinland-Pfalz und Saarland die BSE-Infektionsgefahr. Das DRK habe vor über sechs Monaten mit Vorsichtsmaßnahmen reagiert, erklärte er auf Nachfrage der Tagespost.

    Blutkonserven, von denen eine potenzielle Gefahr ausgehe, würden vorsorglich vernichtet. Ein Test für Menschen existiere noch nicht. Personen, die sich zwischen 1980 und 1996 sechs Monate oder länger in England aufgehalten hätten, Spender mit Hirnhaut-Implantaten, nach Hornhaut-Transplantationen, solche die Wachstumshormone, Medikamente tierischen Ursprungs, etwa Rinder-Insulin, erhalten hätten, und Angehörige eines blutsverwandten CJD-Kranken dürften nicht mehr Blut spenden und würden in der Spenderkartei gesperrt.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 30. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Im Notfall Ersatzlösung mit Neuhofen im Blick

    Im Notfall Ersatzlösung mit Neuhofen im Blick

    Von Andreas Klamm

    Waldsee/Neuhofen. Anfang kommenden Jahres werden mit den neuen Entscheidungen im Regionalen Raumordnungsplan „Rheinpfalz“ die Weichen für die Zukunft gestellt. Noch ist nicht sicher, ob die Struktur- und Genehmigungs-Direktion Süd den eingereichten und favorisierten Plänen Waldsees hinsichtlich der geplanten Erweiterung seines Gewerbegebietes zustimmt, auch wenn die Kreisverwaltung Ludwigshafen der Gemeinde „Schützenhilfe“ leistete.
    Waldsee strebe weiterhin vorrangig die Erweiterung des Gewerbegebietes ,,Fahrgärten“ im Anschluss an das bereits bestehende Areal an, erklärte Bürgermeister Otto Reiland auf Anfrage der Tagespost.

    Dabei geht es um 5,5 Hektar brutto, und genau diesen Vorschlag lehnte die Planungsgesellschaft im Sommer im neuen Entwurf des Raumordnungsplan ab, da Hochwasserschutzvorsorge dagegen spreche. Die gesamte Fläche liegt im potenziellen Überflutungsbereich im Falle eines Rheindamm-Bruchs (wir berichteten). Die bestehenden Ansiedlungen haben Bestandsschutz. Die Ludwigshafener Kreisverwaltung allerdings unterstützte als Untere Landespflegebehörde die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes in Waldsee. Kreis-Baudirektor Dr. Michael Büssemaker sah schon damals keine
    Standortalternative für künftige Bauvorhaben. Die gibt es aber offensichtlich für den Notfall jetzt doch. Bis zu zwanzig Unternehmen warten auf neue Bauflächen.

    Ersatzareal an Rehhütter Straße?

    Waldsee machte sich für den Fall der Fälle, dem „Nein“ aus Mainz in einem Zielabweichungsverfahren, Gedanken zu einem neuen möglichen Alternativ-Standort. Im Bereich Rehhütter Straße an der L 533, östlich der B9-Anschlussstelle Rehhütte (siehe Karte), könnte ein gemeinsames Gewerbegebiet Waldsee-Neuhofen entstehen. Das sei allerdings ein Siedlungsansatz, der außerhalb von Waldsee liege.

    Er käme nur als ,,Notlösung“ alternativ in Betracht und fest stehe noch nichts, betonte Reiland. Er will die Chancen des anvisierten Standortes in den „Fahrgärten“ nicht gefährdet sehen. Erst in zehn bis 15 Jahren müsse man sich Gedanken über ein gemeinsames Gewerbegebiet machen.

    Es sei denn aus Mainz kommt eine definitive Ablehnung zum jetzigen Standort. Dann könnte, vielmehr müsse, ein gemeinsames Gewerbeareal schneller auf dem Plan stehen, als derzeit allen lieb zu sein scheint. Reiland sieht aber auch finanzielle und andere Vorteile in einer solchen sinnvollen Alternative. Die Kosten für die Gebietserschließung und Zuleitungen könnten sich beide Gemeinden teilen. Neuhofen stehe dem aufgeschlossen gegenüber.

    Der Gemeinderat in Neuhofen stimmte für das Gewerbegebiet „Im Horst“ (Industriestraße). Allerdings hätten beide Gemeinden für künftige Vorhaben wenig Kapazitäten und kaum Alternativen, meinte Neuhofens Bürgermeister Wolfgang Kraus. Sollte Waldsee ein gemeinsames Areal planen, dann müssten die Gemeinden verhandeln und der Rat müsste sich mit der neuen Situation befassen. Ein gemeinsames Gewerbegebiet würde auf der Neuhöfer Seite Privat-Grundstücke tangieren und die Gemeinde wolle frühzeitig im Vorfeld die Bürger und Betroffenen ins Boot holen, wenn ein gemeinsames Vorhaben zur Diskussion stehe, so Kraus. Er wolle keine falsche Erwartungshaltungen wecken.

    Grafik / BILD-Unterschrift: Waldsee hält weiter am Ziel fest, das Gewerbegebiet im Ort in den Fahrgärten zu erweitern. Allerdings: Stimmt Mainz dem nicht zu, ist eine Alternativlösung mit Neuhofen (dunkelblaue Fläche; hier nur die grobe Lage) angedacht. Die Grenze verliefe dann mittendurch. Bearbeitung: Venus

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 28. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Kunst - auch für die Bürger

    Kunst - auch für die Bürger

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Die Modelle der Preisträger des offenen Wettbewerbes für Kunst am Erweiterungsbau der Berufsbildenden Schule in Speyer (Tapo berichtete) wurden jetzt in einer Ausstellung vorgestellt. Zur Eröffnung begrüßte OB Werner Schineller den Sieger Willi Bauer aus Heiligenmoschel, die beiden Zweitplatzierten Gertraud Hamburger und Friedrich Riedelsberger aus Herxheim.

    Er freute sich besonders, dass mit Holger Grimm auf dem dritten Platz auch ein Speyerer unter den Preisträgern ist. Der Jury gehörten Mitglieder des Bau- und Planungs- und des Kulturausschusses sowie der Leiter der Berufsbildenden Schule, Norbert Schwarz, an. Sie lobten das hohe Niveau der insgesamt 18 Arbeiten.

    Der siegreiche Entwurf von Willi Bauer zeigt eine stehende und liegende Struktur aus hellem Granit. In der Gestaltung ähneln sich die drei Blöcke. Die Anordnung erzeuge eine Bewegung im Raum. Sie schaffe Gegensätze zur Rasterstruktur des Schulgebäudes. Besonders die Ruhe und Schlichtheit, die die Skulptur ausstrahle, habe die Jury überzeugt, heißt es.

    Die Standortfrage des Werkes konnte nicht eindeutig geklärt werden. Ursprünglich war die Grünfläche, rechts vom Haupt-eingang, vorgesehen. Die Jury empfahl aber, darüber noch einmal zu beraten. Nicht nur die Schüler, sondern auch die Bürger des Stadtteils sollen sich schließlich an der Kunst erfreuen können.

    Der Speyerer Holger Grimm stellt eine Gruppe von Schülern dar, die im Klassenzimmer geformt werden. Die Masse steht dabei im Kontrast zur Individualität der isolierten Figur, meinte der Bildhauer, Steinmetz und freischaffende Künstler.

    Die Bauer-Skulptur soll im Frühjahr nächsten Jahres dann tatsächlich am noch zu bestimmenden Platz aufgebaut werden.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 21. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlchung: British Newsflash Magazine 2007

  • Qualitäts-Management soll die Jugend-Arbeit optimieren

    Qualitäts-Management soll die Jugend-Arbeit optimieren

    Von Andreas Klamm

    Germersheim/Lingenfeld. Jugendpfleger und Kommunalpoltiker bildeten sich mit Qualitäts-Management-Experten in Lingenfeld zwei Tage in der Qualitätssicherung für kommunale Jugendarbeit fort. Die Teilnehmer erörterten grundlegende Definitionen von Qualität, Ansprüche, Anforderungen und die Bezahlbarkeit von neuen Qualitäts-Standards.

    Jugendpflegerin Traudel Siegfarth sieht einen dringenden Bedarf für mehr Jugendpfleger in der Verbandsgemeinde. Alleine betreue sie sechs Gemeinden und deren Jugendzentren. Einmal in der Woche betreut sie an einem Tag zwei Jugendzentren gleichzeitig, was auf Dauer nicht möglich sei.

    Nicht alle kommunalpolitischen Vertreter fanden Zeit und nicht alle waren von neuen Konzepten begeistert. Einige Gemeindevertreter seien der Auffassung, die personelle Besetzung reiche aus. Die Jugendpfleger sind sich einig, dass mehr Personal gebraucht wird.

    Zwischen Behördenvertretern und Jugendpflegern gab es aber auch fruchtbare Dialoge über offene Jugendarbeit, deren Ziele, Stärken und Schwächen, meinten der Dezernet für Jugend und Familie des Landeskreises Germersheim, Dr. Fritz Brechtel und Diplom-Pädagogin und Organisationsberaterin Marie-Luise Jung aus Frankfurt im Tagespost-Gespräch. Der Kreis Germersheim beauftragte sie mit der dreiteiligen Fortbildung. Die Veranstaltung von Wochenbeginn wird fortgesetzt. Mindestens zwei weitere Termine sind geplant.

    Die Arbeit von Jugendpflegern solle transparenter und auch für Laien nachvollziehbar werden. Die Aufgaben und Qualitätsicherung in der Jugendpflege seien mit dem Dienstleistungssektor vergleichbar. Es gehe um Verbesserungen von fachlicher, sozialer und kommunikativer Kompetenz.

    Vielerlei Aspekte müssten zu einem Gesamtergebnis führen. Jugendarbeit sei auch Prävention. Jugendliche sollen eigenverantwortlich in Prozessabläufe, beispielsweise der Mit- oder Selbstverwaltung eines Jugendzentrums und mit ihren Bedürfnissen integriert werden. Jugendliche bräuchten Perspektiven. Die Qualität der Arbeit müsse auch überprüfbar sein.

    Seitens der Gemeinden liegen vier Anträge für neue Jugendpfleger vor. Der Landkreis investiert pro Jahr rund 290 000 Mark in Jugend-Arbeit und vor kurzem erhöhte er um weitere 40 000 Mark. Wenn Jugendliche lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen oder sich mental sinnvoll zu beschäftigen, zähle das zu Indikatoren für gute Jugendarbeit.

    Reflexionen wie diese führten nach Entscheidung, Kontrolle und Analyse zu Management-Realisierungen für Jugend und Gesellschaft, hieß es.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 21. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • „Geld her oder du stirbst!“

    „Geld her oder du stirbst!“

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Räuberischen Angriff auf eine Autofahrerin und Amtsanmaßung warf Staatsanwalt Dr. Kai Hempelmann gestern vorm Amtsgericht einer nach eigenen Angaben trockenen alkoholkranken Speyererin vor. Das Opfer, eine 19-Jährige, die ebenfalls aus Speyer stammt, leidet immer noch unter dem Erlebnis vom Sommer, bei dem sie um ihr Leben fürchtete.

    Die 19-Jährige war auf dem Nachhauseweg von einer Freundin in der Winternheimer Straße, als sie eine Frau gestikulierend im Kreisverkehr bemerkte. Sie dachte, die Frau brauche Hilfe und hielt an. Die Unbekannte drängte sich auf den Beifahrer-Sitz und gab die Weisung, ein Moped zu verfolgen. Sie sei von der Kripo und drohte bei mangelnder Mithilfe mit ,,schlimmen polizeilichen Konsequenzen“.

    Das Opfer verlangte den Dienstausweis. Die Angeklagte zeigte stattdessen nur ihre „bürgerlichen“ Papiere. Die Fahrerin wendete darauf ihr Auto und fuhr in Richtung eines in der Nähe wohnenden Freundes, da die Angeklagte nicht aus dem Auto aussteigen wollte. Plötzlich habe die Passagierin sie angestarrt und bitterernst gesagt: ,,Geld her oder willst du sterben!“.

    Die so Bedrohte hatte kein Geld dabei -und furchtbare Angst um ihr Leben. Sie wollte aus dem Auto springen, traute sich aber nicht. Ein junger Mann kam ihr schließlich zu Hilfe. Die Angeklagte verlies daraufhin das Auto. Wenig später nahm die Polizei sie fest. Sie sagte aus, sie könne sich an nichts mehr erinnern und sei sturzbetrunken. Wegen des ,,Blackouts“ musste sie zum Psychiater. Keiner der Zeugen hatte etwas von Alkohol gemerkt, doch der Gutachter attestierte ihr Schuldunfähigkeit zur Tatzeit. Sie zeigte Einsicht und entschuldigte sich in der Verhandlung und in der Pause bei ihrem Opfer. Seit acht Wochen sei sie trocken.

    Richter Günter Rampf folgte dem Antrag des Staatsanwalts und verurteilt die mehrfach wegen Diebstahls, räuberischer Erpressung und Körperverletzung Vorbestrafte unter Berücksichtigung der Schuldunfähigkeit zu einem Jahr Freiheitsentzug zur dreijährigen Bewährung wegen erneuter räuberischer Erpressung unter Alkoholeinfluss und zu 50 Arbeitsstunden. Die Mutter war bereits zuvor vier Jahre inhaftiert.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 21. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Griff in Tankstellenkasse?

    Griff in Tankstellenkasse?

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Die Kassiererin einer Tankstelle in Schifferstadt soll ihre Vertrauensstellung missbraucht und sich durch Storno-Buchungen beim Verkauf von Zigaretten, Benzin und Backwaren bereichert haben. Staatsanwältin Jutta Dyckmanns warf der Angeklagten 56 Taten vor. Sie soll Beträge von 5,20 bis 210 Mark, insgesamt zirka 7300 Mark, in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.
    Die Angeklagte bestritt alle Vorwürfe. Später gestand sie doch eine der möglicherweise 56 Taten - ihr ehemaliger Chef hatte vor ihrer Entlassung eine Video-Überwachung installiert. Die Pächter filmten, wie die Frau nach dem Verkauf einer Stange Zigaretten 50 Mark in die Hosentasche steckte. Das sei nur ein Versehen, sagte die Mutter zweier Kinder aus.

    Ihr Anwalt legte das Mandat nieder, weil sie nicht zahlen konnte. Sie habe 8 000 Mark Schulden, fühlte sich von ihren Kollegen „ausgebootet“ und glaube, man wolle ihr etwas ,,anhängen“. Sie sei nicht alleine während den Schichten an der Kasse gewesen, auch Kollegen hätten Zutritt zum Kassenbereich und Büro gehabt.

    Wer über wieviele Hauptstorno-Schlüssel verfügte, wusste auch die Ehefrau des Pächters nicht genau. Einen hatte sie, einen die Angeklagte und möglicherweise einen weiteren ein anderer Mitarbeiter. Die Kassen- und Warenfehlbestände fielen erst bei einer Blitzinventur, nach dem Hinweis eines Bezirksstellen-Vertreters, auf.

    Kassenbeträge seien nicht nur ausgebucht und entnommen worden, die Beklagte habe auch die Computer-Listen manipuliert, so dass die Warenbestandlisten nicht mit dem tatsächlich vorhandenen Bestand übereinstimmten. Deswegen bemerkten die Pächter erst nach Monaten das Fehlen von Waren. Der Richter vertagte die Verhandlung. Zwei Ex-Kollegen der Angeklagten müssen am Jahresanfang als Zeugen vor Gericht.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 20. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Musik, die von ganzem Herzen kommt

    Musik, die von ganzem Herzen kommt

    Von Andreas Klamm

    Mechtersheim. - Der Klangbogen-Chor und der Musikverein Mechtersheim sangen und spielten in der evangelischen Kirche beim traditionellen Benefiz-Konzert zu Gunsten des Fördervereins der Sonderschule im Erlich in Speyer.

    „Die benachteiligten Schüler stammen meist aus kaputten Ehen oder sozialschwachen Familien“, klärte Schulleiter Wolfgang Pres die Konzertgäste auf. Leider würden die Jungen und Mädchen oft viel zu spät in die Sonderschule überwiesen. Dennoch könne die Schule, die Kinder aus Speyer und dem Landkreis Ludwigshafen besuchen, vieles bewegen. In der Facheinrichtung könnten Schüler mit Lernbehinderungen oder -störungen, dazu zähle auch die mangelnde Bereitschaft zum Lernen, gezielt gefördert werden und einen Schulabschluss erwerben.

    Die Schule biete zudem ein zehntes freiwilliges Schuljahr an, das zum regulären Hauptschulabschluss führe. Bei den potentiellen Arbeitgebern käme das sehr gut an. „Wer freiwillig ein Jahr länger zur Schule geht, zeigt, dass er mehr will“, meinte der Rektor. Leider seien inzwischen auch die Etats für Sonderschulen stark limitiert.

    Deshalb springe der Förderverein etwa unterstützend beim Anschaffen von Unterrichtsbüchern, dem Umstellen von Unterrichtsfilmen auf Videos und dem Kauf eines Video- Beamers ein. Die Förderer ermöglichten aber auch Schülern aus sozialschwachen Familien die Teilnahme an Ski-Freizeiten oder Wanderungen. Die Konzert-Spenden helfen somit denen, die benachteiligt sind, am normalen Leben teilzuhaben.

    Stimmungsvolle Klänge

    Abwechselnd servierten der Musikverein und der Klangbogen einen klassischen und weihnachtlichen Hörgenuss. Schöner kann Musik zu Weihnachten nicht klingen, als die stimmungsvollen Posaunen und Flöten, die ,,Oh Tannenbaum“, ,,Jingle Bells“ und ,,Stille Nacht, heilige Nacht“erklingen ließen. Der Klangbogen unter der Leitung von Wolfram Plank präsentierte deutsch- und englischsprachige Gospels, wie „I’m gonna sing“ und ,,Wir preisen den Herrn“.

    Nach stehenden Ovationen bot der Lahnor Adjei den Musikverein, dirigiert von Lahnor Adjei, eine niveauvolle, instrumentale Version von ,,We are the world“ dar.

    Heinz Münch, Vorsitzender des Musikvereins, lud nach dem Konzert zu einem kleinen Imbiss ein und überreichte im Musikheim dem Rektor der Schule für Lernbehinderte eine stattliche Spende in Höhe von 1 500 Mark.

    BILD-Unterschrift # 1: Wertvolle Hilfe: 1 500 Mark ersangen und erspielten Klangbogen und Musikverein Mechtersheim, die in den Topf des Fördervereins der Sonderschule im Erlich wandern. Foto: Bug

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 20. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Am Ende bleibt Gang zum Gericht

    Am Ende bleibt Gang zum Gericht

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - In Speyer geraten immer mehr mittelständische Firmen und Privathaushalte in den Sog von riesigen Schuldenbergen. Am Ende bleibt nur noch die Offenbarung vor Gericht. Dort müssen dann die Betroffenen darlegen, dass sie nicht mit Absicht oder vorsätzlich gehandelt haben.

    Gestern wurden im Amtsgericht Speyer mehrere solche Betrugs-Fälle verhandelt. In einem Fall wurde einem selbständigen Fenster-Monteur vorgeworfen, sich „einen rechtswidrigen Vermögensvorteil durch die Vorspiegelung der Zahlungswilligkeit“, so das Amtsdeutsch, verschafft zu haben. Er montierte, zusammen mit einem Subunternehmer und Feinmechaniker, Fenster bei Großfirmen. Die Beiden arbeiteten knapp ein Jahr zusammen. Es ging um ein Auftragsvolumen von 80 000 Mark. Davon bezahlte der Kleinunternehmer an seinen Ex-Partner die Hälfte. Jetzt stritten die Kontrahenten über Zahlungen aus Restforderungen in Höhe von 8 475 Mark.

    Der Angeklagte bestritt die Verbindlichkeiten nicht. „Er schickte die Rechnungen zurück und wartete auf eine detaillierte Abrechnung zur Prüfung einzelner Positionen und erbrachter Leistungen“, erklärte er. Der Subunternehmer bestätigte in seiner Aussage diese Darstellung teilweise, allerdings sei ihm vom Gegner ein „Kleinkrieg“ angedroht worden, wenn er nicht Ruhe gebe.

    Der Angeklagte leistete bereits umfangreiche Zahlungen und zahlt derzeit Raten an ein Inkasso-Büro , da auch der Kläger, beim gleichen Büro Schulden abzahlen muss. Anwalt Paul Dyckmanns erkannte keinen Nachweis eines vorsätzlichen Betruges und forderte, den Angeklagten freizusprechen. Richter Hans Werner Boltz schloss sich dem Antrag an. Die Kosten des Verfahrens zahlt die Landeskasse.

    Ein 36-jähriger Arbeitsloser aus Speyer war geladen, weil er seit zwei Jahren die Rechnung seines Zahnarztes für die Überkronung von Zähnen nicht bezahlt hatte. Er müsse seinen Lebensunterhalt mit 1200 Mark bestreiten und könne nicht zahlen, meinte der Angeklagte. Später versicherte er, die Rechnung bis Ende Januar zu begleichen, da komme eine Rückzahlung aus dem Lohnsteuerjahresausgleich. Der Richter stellte das Verfahren ein - zahlt er bis 20. Februar nicht, muss er wieder vor Gericht und kommt wohl weniger glimpflich davon.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 15. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Bald rutschen, planschen, saunen in Mutterstadt

    Bald rutschen, planschen, saunen in Mutterstadt

    Von Andreas Klamm

    Mutterstadt. - Die Sanierungs- und Neubauarbeiten des Kreishallenbades Mutterstadt haben gestern begonnen. Landrat Dr. Ernst Bartholomé, Kreisbeigeordneter Michael Elster, der Mutterstadter Bügermeister Ewald Ledig und Heinrich Zier aus Limburgerhof setzten als „Bauherren“ gestern den ersten Spatenstich an der Stelle, an der in knapp zwei Jahren (vorgesehene Wiederöffnung Juli 2002) eine 74 Meter lange Wasserrutsche bei Jung und Alt für viel Begeisterung sorgen soll.

    Abnutzungserscheinungen und Konstruktionsprobleme machen die Sanierung nach über 22 Jahren notwendig, für die viele Hürden überwunden werden mussten. „Aus Sportschwimmern werden Freizeitbadegäste und denen wird mit der kompetten Neugestaltung des Hallenbades Rechnung getragen“, erläuterte der Landrat.

    Mit 17 Millionen Mark für Neubau und Sanierung zählt das Vorhaben zu den aufwendigsten Bauprojekten des Landkreises seit dem Bau des Kreishauses 1987 mit 22 Millionen Mark und dem Umbau der Kreissparkasse (20 Millionen). Die Bürgermeister der Gemeinden Mutterstadt und Limburgerhof, auf deren Gemarkung das neue Kreis-Bade-Center entsteht, mussten ihre Gemeinderäte überzeugen. Die Gemeinden unterstützen mit insgesamt 3,6 Millionen Mark und das Land mit 4 Millionen Mark die Modernisierung.

    Der Landkreis trägt den Löwenanteil der Baukosten mit 9,4 Millionen Mark. Das alte Becken wird durch ein neues Edelstahlbecken ersetzt. Es entstehen mehrere neue Innen- und Außen-Sauna-Anlagen, Solarien und Bistro-Trakt mit modernisierten Kassenbereichen, ein kompletter Neubautrakt mit erweitertem Kinderbereich und Planschbecken sowie ein Areal mit Sprudel- und Massage-Liegen.

    Eine weitere Besonderheit: Von innen nach außen wird ein Schwimmkanal führen und ein neues Erlebnisbecken mit vier neuen 25-Meter-Bahnen soll Badefreuden garantieren. Das Bad wird ganzjährig geöffnet sein. Mit den Investionen für die Zukunft hoffen die Gemeinden und der Landkreis auf noch mehr Besucher als bisher. Ein Blockheizkraftwerk und Solartechnik erfüllen ökologische Belange.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 14. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Richter setzt schlagwütigen Speyerer auf Zwangs-Entzug

    Richter setzt schlagwütigen Speyerer auf Zwangs-Entzug

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Wegen schwerer Körperverletzung wurde gestern ein 34-jähriger Mann aus Speyer vor dem Amtsgericht zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt, die zur fünfjährigen Bewährung ausgesetzt wurde. Der Angeklagte muss auf richterliche Anordnung zur Entziehungskur. Richter Hans Werner Boltz hat das höchste Maß einer Bewährung auferlegt. Der Mann ist bereits mehrfach vorbestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
    Staatsanwalt Bernd Vetter hatte wegen gefährlicher Körperverletzung ein Jahr Freiheitsentzug ohne Bewährung gefordert. Der Angeklagte ist polizeibekannt und hat ein langes Vorstrafen-Register, das fast komplett im Zusammenhang mit dem übermäßigen Konsum von Alkohol steht. Er ist bereits seit Jahren Alkohol-abhängig und als „Schläger“ nicht unbekannt. Bereits 1993 war der 34-Jährige wegen Körperverletzung verurteilt worden.

    Der Täter war bei seiner neuerlichen Tat brutal vorgegangen. Mit einem schwarzen, länglichen Gegenstand hatte er einer ebenfalls aus Speyer stammenden 16-jährigen Schülerin ohne Anlass und Vorwarnung ins Gesicht geschlagen. Dabei platzte der jungen Frau die Lippe auf und ein Schneidezahn brach ab. Das Opfer musste ins Krankenhaus, da nicht klar war, ob die Platzwunde genäht werden muss.

    Die Schülerin war mit drei weiteren Bekannten auf dem Fahrrad vor dem Bahnhof unterwegs gewesen, als der Mann sie plötzlich attackierte.

    Der Angeklagte, der in Begleitung seiner Bewährungshelferin erschienen war, zeigte in der Verhandlung keine Reue und entschuldigte sich bei seinem Opfer nicht. Er stritt die Tat nicht ab, sondern erklärte, er habe nicht die Schülerin schlagen wollen, sondern einen anderen, jungen Mann, der ihn angeblich bedroht hätte. Außerdem habe er nicht mit einem Gegenstand, sondern „nur“ mit seiner Hand geschlagen. Es handele sich um einen „Unfall“.

    Die Version, dass es sich bei dem Angriff nur um ein „Versehen“ handle, konnte er weder dem Richter noch dem Staatsanwalt glaubhaft vermitteln.

    Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Schlagwerkzeug möglicherweise um eine später in der Nähe des Tatorts sichergestellte schwarze Luftpumpe handeln könnte.

    Das Opfer und drei weitere Zeugen waren sich sicher, daß der Täter nicht nur mit seiner Hand zum Schlag ausholte.

    Die Aussagen der vier Zeugen sprachen allerdings eindeutig dafür, dass der Angeklagte mit 2,15 Promille Alkohol im Blut eine Halluzination gehabt haben muss.

    Denn in der Nähe des Tatorts, war keiner, der den Angeklagten bedrohen oder angreifen wollte, so dass dieser sich hätte verteidigen müssen. Der Tat des Vorbestraften war kein Ereignis vorrangegangen.

    Richter Boltz billigte dem Angeklagten aufgrund des hohen Blut-Alkohol-Spiegels eine verminderte Schuldfähigkeit zu, die zur Abmilderung der Strafe führte. Auf Weisung des Richters muss der Angeklagte jedoch zur Alkohol-Entzugs-Therapie. Er muss außerdem 1000 Mark Geldbuße und die Kosten des Verfahrens zahlen.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 13. Dezember 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Perfekte Arrangements

    Perfekte Arrangements

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - „Die vier Künstler aus Gnesen haben kurz vor Weihnachten die strapaziöse Reise von tausend Kilometern auf sich genommen, um den Fans aus der Domstadt eine Freude zu bereiten“, dankte die Vorsitzende des Freundeskreises Katharina Zentgraf dem Männerchor „Ad Libitum“. Chorleiter Jaroslaw Krenz, Krzystof Bielawski, Andrzej Cieslinski und Kukasz Slomian hatten nicht viel Gepäck dabei. Ihr kostenbarstes Gut sind ihre Stimmen und davon konnten sich die Zuhörer ihres ersten richtigen Konzerts in Speyer selbst überzeugen.
    In einem perfekten Arrangement beeindruckten die Sänger mit tradionellen Weihnachtsliedern aus Polen und aller Welt und mit Jazzstandards. Zwei Stunden Gesang vom Feinsten boten die Künstler dar und die Zuhörer genossen es im Alten Ratssaal sichtlich.

    Der Chor faszinierte mit A capella-Versionen bekannter Weihnachtslieder in polnischer und englischer Sprache. Dass nicht jeder der Sprachen mächtig ist, wirkte sich keinesfalls nachteilig auf die gelungene Performance aus. Der Gesang wirkte für sich, und so hätte vielleicht manch einer der Komponisten nicht schlecht gestaunt, wenn er die überarbeitete Version seines Liedes hätte hören können. Bei der deutschen Version von „O Tannenbaum“ drehten die vier Sänger den Spieß um. Das Publikum durfte singen. Erfreulicherweise übernahm der Chor ganz schnell selbst wieder den Part des Singens. Spätestens bei „White Christmas“ und der zweiten Zugabe „Yesterday“, im Original von John Lennon und Paul Mc Cartney, mussten auch besonders kritische Zuhörer ins Schwärmen kommen.

    „Ad Libitum“ ist lateinisch und bedeutet grob übersetzt: „Soviel es Euch gefällt“. Wäre es nach dem Publikum gegangen, dann hätte der Chor noch weitere zwei Stunden singen können. „Ad Libitum“ hat inzwischen auch die erste eigene CD veröffentlicht und ist jetzt wieder auf der Heimreise nach Polen. Vielleicht müssen die Speyerer nicht allzu lange auf ein Wiederhören warten. Zwischen der Domstadt und Gnesen besteht seit acht Jahren eine gute und intensive Partnerschaft.

    Die Speyerer wollten die polnischen Gäste, die in den Jahren zuvor schon beim Speyerer Weihnachtsmarkt das Publikum in ihren Bann gezogen haben, jetzt auch einmal beim einem eigens für sie ausgerichteten Konzert erleben.

    Weit über Polen hinaus bekannt

    Die Formation besteht seit 1997 und ist inzwischen weit über die Grenzen Polens bekannt geworden. Anfang des Jahres gewann der Chor den Großen Preis des Fes-tival der Weihnachtslieder in Bedzin, Polen. Der Wettbewerb ist der wichtigste dieser Art seines Landes. Im letzten Jahr widmete der Chor bei der Verleihung des Europapreises an Speyer, eine mehrsprachige Version der Eurpahymne.

    Der Gründer und Leiter der Gruppe „Ad Libitum“, Jaroslaw Krenz, ist zugleich als Dirigent, Sänger und Komponist tätig. Er leitet zwei Chöre aus Gnesen: ,,Ad Libitum“ und den gemischten Chor „Metrum“. Die vier anderen Mitglieder des Ensenmbles sind noch in ihren Berufen als Elektriker, Ingenieur und Silberschmied tätig. „Ein großes Problem in der polnischen Partnerstadt ist die hohe Arbeitslosigkeit“, weiß Zentgraf.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, Kultur, 12. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Beim Abschied fast den Tränen nahe

    Beim Abschied fast den Tränen nahe

    Von Andreas Klamm

    Römerberg. - Jutta Kühn war im Gemeindesaal fast den Tränen nahe. „Wenn ich jetzt gehe, dann bedeutet das Veränderung und nicht das Ende. Es wird ein neuer Anfang sein“, tröstete sie in ihrer kurzen, ergreifenden Rede. Nach zehn Jahren als Chorleiterin des protestantischen Kirchenchors legte die 32-Jährige am Sonntagabend nach dem Jubiläumsgottesdienst aus beruflichen Gründen den Taktstock nieder (Tapo berichtete).

    Viele der Chor-Mitglieder könnten ihre Eltern oder Großeltern sein, dennoch habe man sie damals vor zehn Jahren ohne Vorbehalte mit offenen Armen aufgenommen und als Chorleiterin akzeptiert. Der Chor sei in moderner Sprache ausgedrückt „innovativ“.

    „Ihre engagierte Leitung hat den Chor zu dem gemacht was er heute ist“, blickte Wolfgang Frey, Vorsitzender des Kirchenchors, auf die 80-jährige Geschichte der Gemeinschaft zurück. Der Chor wurde am 30. November 1920 gegründet und nach Ende der Diktatur des Dritten Reiches 1946 von Pfarrer Wilhelm Wolf wiedergegründet.

    Als Jutta Kühn die Leitung übernahm, hatte der Chor dreistimmig angefangen. Inzwischen singt der Kirchenchor auch vierstimmig. Davon konnten sich die Gäste des musikalischen Jubiläumsgottesdienstes am Sonntagabend in der protestantischen Kirche selbst ein Bild machen. Besser hätte das 80-jährige Bestehen der Sängergemeinschaft nicht gefeiert werden können. Nach einem Orgelspiel und einer Predigt von Pfarrer Frank Maertin erhallten im Kirchenschiff Lieder wie „Mache dich auf, werde Licht“, „Stehet auf“ und als Gemeindelied „Es kommt ein Schiff geladen“.

    Zur Geburtstagsfeier des Chors waren zahlreiche Freunde, wie die Solistinnen Dorothee Dorsch und Isabelle Heintz und befreundete Vereine gekommen, um mit einem musikalischen Arrangement zu gratulieren. Der katholische Kirchenchors intonierte „Liebes Herz, bedenke doch“, der Klangbogen unter Leitung von Wolfram Blank wartete mit dem Spiritual „I’m gonna sing“ auf.

    Ebenfalls mit von der Partie: die Bläsergruppe des Musikvereins unter Leitung von Thomas Gast. In Sachen Musik halten die Chöre zusammen und präsentierten gemeinsam „Hoch tut euch auf“ zum Ende des Gottesdienstes.

    Jutta Kühn, Lehrerin an der Geschwister-Scholl-Grund- und Hauptschule in Germersheim, wird dem Kirchenchor weiter mit Ratschlägen beistehen. Sie musste als Chorleiterin nun aufhören, weil sie ein zweijähriges, berufsbegleitendes Schulmanagement-Studium absolvieren wird. Musik macht sie bereits von Kindesbeinen an.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 12. Dezember 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • SPDWest will zum Mitmachen motivieren

    SPDWest will zum Mitmachen motivieren

    Von Andreas Klamm

    Speyer. - Politikverdrossenheit und Konflikte führen auch an der Parteibasis zu Problemen. Schmerzhafte Erfahrungen musste der SPD-Ortsverein Speyer-West beim Burgfeld-Fest am eigenen Leib machen. Die in ihrem Amt bestätigte Ortsvereinsvorsitzende Martina Busch blickte in ihrem Bericht nicht nur auf rosige Zeiten 1999 und 2000 zurück. Eine Benefizveranstaltung erbrachte zwar einen Spendenscheck über 2400 Mark für gute Zwecke, doch das Burgfeld-Fest war mangels Beteiligung „ordentlich vermasselt“.

    Bei der Generalversammlung im Gemeindezentrum St. Hedwig suchten die Mitglieder nach Ursachen und Lösungen. „Sind solche Feste überhaupt noch zeitgemäß ...?“, „Da finde ich, dass unsere Mitglieder einfach nicht hinter uns stehen“, „Ich denke man muss wieder versuchen näher mit den Mitgliedern Kontakt aufzunehmen“ waren Statements in einer lebhaft geführten Diskussion um künftige Projekte. Nächstes Jahr wird es wohl kein Fest geben. Dazu fehlt das Geld in der Partei-Kasse. Im vergangenen Jahr sind fünf neue Mitglieder in die Partei eingetreten. Der Ortsverband Speyer-West ist mit 148 Mitgliedern drittgrößter Ortsverband der SPD in Speyer.

    Mit der Problematik, Mitglieder und Bürger für mehr Engagement zu begeistern, wird sich der neu gewählte Vorstand neben anderen wichtigen Themen im Landtags-Wahljahr 2001 auseinandersetzen müssen. Nach acht Jahren Vorstandsarbeit wollte Herrmann Vogel nicht mehr für ein Amt kandidieren. Neu im Vorstandsteam ist als Schriftführer der 18jährige Juso Andreas Kulick.

    Anfang kommenden Jahres ist ein Hearing mit Jugendlichen aus Speyer-West geplant. „Wir wollen ihre Wünsche, Anregungen, Kritik und Probleme erfahren und uns für mehr Möglichkeiten vor Ort für die Jugendlichen einsetzen. Die Ergebnisse besprechen wir mit Experten“, erklärte Busch. Erhalt des Schwimmbades, der Stadthalle und weiterer Ressourcen auch für ältere Menschen sind weitere Ziele.

    Im Frühjahr wird es in Zusammenarbeit mit der AsF ein „politisches Frühstück zu verschiedenen Themen“ geben. „Wir suchen noch 22 Wahlhelfer“, prognostizierte die Vorsitzende ein arbeitsintensives Jahr. Martina Busch will den Kontakt zu Mitgliedern, alten und jungen Menschen, intensivieren und Bürger für aktives Engagement motivieren. Für den zweiten Adventsonntag, 10. Dezember, 15 Uhr, lädt sie ins Gemeindezentrum St. Hedwig zur Weihnachtsfeier ein.

    INFO: Der neue Vorstand: Vorsitzende Martina Busch, Stellvertreter Karin Reinke und Klaus-Dieter Schütt, Kassiererin Margit Claus, Schriftführer Andreas Kulick, Beisitzer Mithat Ay, Manfred Ofer, Martina Queisser, Walter Feiniler, Peter Claus, Konrad Kreß, Heidrun Kögler und Wolfgang Seiler.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 30. November 2000
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • „Die Kuh reiste wohl mit Interrailticket durch die Republik“

    „Die Kuh reiste wohl mit Interrailticket durch die Republik“

    Von Andreas Klamm

    Kreis Ludwigshafen. - Ausgerissene Ohrmarken, handgeschriebene Ohrmarken, Messing-Ohrmarken, die schon lange keine Gültigkeit mehr haben; vermeintliche tote Kühe, die auf der Weide grasen und ein Rind, das laut Begleitpapieren noch lebt, „aber wieder zum Leben erweckt werden muss, da es schon geschlachtet ist“ - das sind einige von vielen Merkwürdigkeiten, die gestern bei einer Inspektion des Kreisveterinäramtes und der Unteren Kreisbehörde auf dem Hof eines Kleinbauers im Landkreis zu Tage traten.

    Es kommt noch schlimmer: Kuh „Rebecca“ mit der Nummer „DE 06 /610 /0000“ (von der Red. geändert) „ist offenbar mit einem Interrail-Ticket durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg bundesweit durch die Republik gereist, ehe sie geschlachtet wurde“, kritisiert Kreis-Veterinär-Arzt Dr. Stephan Zips mit besorgter Mine. Das belege der „Lebenslauf“ des Tieres. Irgendwo habe das Rind zudem 14 Tage in einem unbekannten Stall gelebt, wofür keine Nachweise vorhanden sind. Vom Gesetz her ein Unding.

    Auffällig viele „mysteriöse, kuriose und sehr seltsame Zwischenfälle bei Lebensläufen von Rindern, die es so gar nicht geben könne“ ermittelten die Kontrolleure bei dem Viehhändler, von dem die Bauernfamilie „gutgläubig“ viele Rinder vor eineinhalb Jahren gekauft hat. „Wir waren damals fast soweit, aufzugeben“, erzählt die Bauersfrau. Deshalb habe die Familie nahezu ihren ganzen Bestand verkauft. Ihr Mann hänge aber am Hof und konnte sich dann doch nicht entscheiden, seinen Nebenerwerbsbetrieb zu schließen.

    Jetzt haben sie eine traurige Gewissheit: „80 bis 90 Prozent der Papiere und Ohrmarken stimmen nicht“, stellt Zips bei der Prüfung besorgt fest. Kein Einzelfall. „Wenn es um Fahrzeugscheine von Autos ginge, würden sie diese nicht kaufen“, sagt er der Frau. Das könne kein Zufall mehr sein, führte er weiter aus. Noch ein Hammer: Plötzlich taucht eine Registriernummer auf, die keinen Sinn mehr ergibt. Und: „Ein sechsjähriges Rind, muss wohl eine Verjüngungskur hinter sich haben?“, fragen die Kontrolleure. In den Papieren ist die Kuh drei Jahre alt.

    Pirmin Müller, Landwirtschaftsamtsrat und Agrar-Ingenieur, sowie Dr. Zips sind „ratlos“. „Was sollen wir jetzt machen?“, beraten sie. „Prämienmäßig sieht es ganz schlecht aus“, eröffnet Müller der Landwirtin. „Es hätte besser laufen können“, bemerkte er weiter. Die Frau wollte gleich gestern Abend beim Händler nachfragen, „was los ist“. Die Bauernfamilie erhält für viele gemeldete Mutter-Kühe und Schlachttiere nun keine der beantragten Prämien mehr. Im Klartext: Auf die Familie kommen schwere finanzielle Einbußen zu, die das Aus für den Hof bedeuten könnten. Der Familie sei keine grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen, meint Müller. Jetzt wird die zuständige Kreisbehörde eingeschaltet, die Lücken und offene Fragen beim Viehhändler klären muss.

    Plötzlich taucht Milchnuckel auf

    „Es gibt Betriebe, bei denen zuviel nicht stimmt“, sagt Zips. Es wäre gut, wenn es in der Bundesrepublik nur eine Ohrmarke mit Papieren von der Geburt bis zum Tod des Schlachttieres gebe. Die Schlachtbetriebe ordneten allerdings den Schlachttieren nur eine eigene Identitätsnummer zu. Viele Bauern seien einfach überfordert und kämen mit den ständigen Änderungen nicht klar, ergänzt Müller. Mit neuen Ohrmarken, die mit einem Barcode versehen sind, lasse sich jetzt in ganz Deutschland Geburtsdatum, Herkunft, Zugangs- und Abgangs-Daten sowie Alter der Tiere bestimmen. Allerdings nicht, wenn die Kühe „umgemarkt“ werden, wie auf dem betroffenen Hof entdeckt wurde.

    Vor Ort stoßen die Kontrolleure auf ausgemerkelte und ältere Rinder, zwischen denen einige Kälber umherspringen. Faulendes, nasses Stroh liegt auf der Koppel. „Futtermittel füttern wir nicht zu“, versichert die Bäuerin. Zips entdeckt einen Milchnuckel, aber ohne Aufbaufutter, „Abfall-Karotten“ die ans Vieh verfüttert werden und in Futtermittelsäcken ist „nur Schrot“ und Heu verstaut. Seltsam bleibt auf jeden Fall: Für die 15 Kühe und sechs Bullen gibt es zu wenig Heu auf dem 21-Hektar-Weideland.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 12. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Lokale Agenda: Großes Interesse

    Lokale Agenda: Großes Interesse

    Von Andreas Klamm

    Dudenhofen. - Verbandsgemeinde-Beigeordneter Hermann Grundhöfer, CDU, ist zufrieden. War bei der ersten Veranstaltung zur Umsetzung der Lokalen Agenda die Resonanz noch ziemlich gering gewesen, waren zum zweiten Termin nicht nur viele Interessierte gekommen, sondern auch Bürger, die mitzuarbeiten wollen.
    Für die Verbandsgemeinde wurden die Arbeitskreise „Umwelt/Natur“, „Dorfentwicklung, wirtschaftliche Entwicklung mit Verkehrsentwicklung“ sowie „Familie/Soziales/Kunst und Kultur“ mit Untergruppen wie „Energiepolitik“ und andere ins Leben gerufen.

    Mit 18 Teilnehmern ist die Gruppe „Umwelt/Natur“ die größte. Im Bereich Familienpolitik können konkret Konzepte für Senioren- und Jugendgruppen erarbeitet werden. „Die Probleme sollen von den Einwohnern herangetragen und nicht von der Politik aufgezwängt werden“, erklärte Grundhöfer. In Dudenhofen habe man Probleme vor allem mit dem Durchgangsverkehr. In Harthausen seien die Ortsstraßen sehr eng. Es gebe zudem nicht viel Möglichkeiten für eine Umgehung. Ein Teilnehmer beklagte sich über Autofahrer, die nachts Feldwege zur Rennstrecke machen und mit 120 Stundenkilometern durch die Gemeinde rasen. Im Bereich Umwelt stelle sich hauptsächlich die Problematik, wie weit gebaut werden kann. Riesig Platz gebe es nicht mehr.

    Grundhöfer kann sich vorstellen, dass bei der Jugendarbeit als großes Thema ein eigener Arbeitskreis entsteht. In den Ortsgemeinden gebe es viele Jugendliche, die sich nicht an Vereine gebunden fühlten und dort auch nicht mitarbeiten wollten.

    Die ideale Besetzung eines Arbeitskreises liege bei fünf bis zwölf Bürgern. Ansprechpartner oder „Paten“ für die Arbeitskreise werden in Dudenhofen für die Verwaltung Werner Wingerter, für die politische Seite Hermann Grundhöfer und die zweite Beigeordnete Irmgard Ball sein.

    Nächste Woche wollen sich die Teilnehmer der Arbeitskreise zu ihren ersten Sitzungen treffen. Peter Lorenz will ein Heimatmuseum auch für Dudenhofen. Eine Bürgerin: „Die Agenda 21 ist eine gute Idee. In kleinen Schritten kann man auf Lösungen hinarbeiten.“

    Irmgard Ball ist mit der Beteiligung ebenfalls zufrieden. Sie rechnet damit, dass der eine oder andere Bürger noch hinzukommt. Im Arbeitskreis „Familie und Soziales“ könnten Themen wie sichere Schulwege, Kindergartenplätze und Jugendtreffs besprochen werden. Anders als in Schifferstadt sind die Gemeinderäte in Dudenhofen nicht von der Mitarbeit ausgeschlossen. Sie sollten sich aber zurückhalten, meinte Grundhöfer. Sie könnten beratend tätig werden. Dudenhofen habe rund 2000 Mark als „Startkapital“zur Verfügung gestellt.

    Vorschläge aus den Arbeitskreisen sollen, so Grundhöfer, auch in den Gemeinde-Ausschüssen diskutiert werden. Der Schifferstadter Beigeordnete Matthias Roth referierte zum Auftakt der Veranstaltung über die Erfahrungen im Umgang mit der Lokalen Agenda in Schifferstadt.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 18. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Liberale: Ins Kreishaus müssen moderne Zeiten einziehen

    Liberale: Ins Kreishaus müssen moderne Zeiten einziehen

    Von Andreas Klamm

    Kreis Ludwigshafen. - Auf dem Kreisparteitag der Liberalen blickte FDP-Kreisvorsitzender Ralf Neumann auf eine ganze Reihe positiver Termine zurück. Einen guten Einblick habe der Besuch der Werkstatt für Behinderte in Schifferstadt gegeben. Auch der Besuch der BASF und die traditionelle liberale Adventsfeier seien ein Erfolg gewesen.

    Die Frage, ob die FDP einen eigenen Kandidaten zu den Landratswahlen ins Rennen schicken solle, sei sehr intensiv und sachlich diskutiert worden, resümierte Neumann. Die Gefahr der Interessenskollision wegen seiner Tätigkeit als Vizepräsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt und weil eine professionelle Kandidatur die finanziellen Möglichkeiten des FDP-Kreisverbandes deutlich überschritten hätten, führten zum Nein.

    Auf Beschluss des Kreisvorstands werden die beiden aussichtsreichen Landratskandidaten Elster und Schröter zu Gesprächen eingeladen. Ob überhaupt eine Wahlempfehlung abgegeben werde, könne erst danach entschieden werden. Spekulationen darüber, dass sich der Kreisverband bereits auf einen Kandidaten festgelegt habe, erteilte Neumann eine klare Absage.

    Die Effizienz der Verwaltung müsse auf allen Ebenen gesteigert werden. Derzeit müssten fünf Verwaltungsebenen finanziert werden. „Über diese Strukturen muss man auch wegen der leeren Kassen intensiv nachdenken“, so der Kreisvorsitzende.

    Kreisbeigeordneten Robert Hofmann gratulierte Neumann nochmals nachträglich zu dessen 65. Geburtstag. Er sei als einer der Gründerväter des Kreises schon jetzt politisches Urgestein. Glückwünsche gab es auch für Partei-freund Gerhard Frey, der in Neuhofen zum Bürgermeister gewählt wurde. Landtags-Fraktionschef Werner Kuhn bezeichnete Frey’s Erfolg als grandios.

    Die Wahlen würden nicht im Wahlkampf entschieden, sondern in Gesprächen mit den Bürgern führte er in seiner umfassenden Rede mit den Themenschwerpunkten Lehrermangel, BSE, Landwirtschaft, Verkehr, Bildung und 1,9 Milliarden-Neuverschuldung. „Wenn es so weiter geht, werden wir in fünf bis zehn Jahren finanzpolitisch am Ende sein“, prognostizierte Kuhn. Spätestens 2008 solle die Neuverschuldung auf Null runtergefahren sein. „Es sind noch 55 Tage bis zur Wahl - der Erfolg kommt nicht von selbst, also packen wir’s an“, lautete sein Appell an die Parteifreunde. Am 25. März wolle er viele schöne Wahlpartys im Land feiern. Es gelte das Motto „Doppelt gut“.

    Jürgen Creutzmann, Vorsitzender der Kreistagsfraktion und Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Speyer, forderte in seiner Rede eine moderne Kreisverwaltung, die auch moderne Medien verstärkt nutzen müsse: „Die Kreisverwaltung muss sich als moderner Dienstleister verstehen“, forderte er. Wenn der Landrat sage, die Kreisverwaltung habe auch hoheitliche Aufgaben wahrzunehmen, dann solle sie diese im Sinne der Bürger erfüllen.

    Im Europa der Regionen müsse die Rhein-Neckar-Region gestärkt, Kräfte gebündelt werden. Der Landkreis dürfe nicht nur Trittbrettfahrer sein, der hierfür dann noch den Preis der ersten Klasse zahle. Creutzmann will auch mit den Parteifreunden auf der rechten Rheinseite zusammenarbeiten. Der Rhein und dessen Brücken dürften nicht als Grenze, sondern müssten als Verbindung gesehen werden. Ein Zuhörer wurde noch deutlicher: „Wir müssen aufpassen, dass wir von den Oberzentren nicht ständig über den Tisch gezogen werden.“

    Seit kurzem ist auch der Kreisverband Ludwigshafen-Land zumindest rund um die Uhr erreichbar - zumindest im Internet. Die Adresse: http://www.fdp-lu-land.de.

    Einer der Termine im Wahlkampfkalender der FDP: Am 1. März kommen Brüderle, Westerwelle, Möllemann und Creutzmann in die Speyerer Halle 101.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 31. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • In Bläserklassen Plätze frei für Sponsoren

    In Bläserklassen Plätze frei für Sponsoren

    Von Andreas Klamm

    Schifferstadt. - Sie sind 49 an der Zahl, sitzen in zwei Klassen und haben eines gemeinsam: Die Jungen und Mädchen haben sich für ein Projekt im Fachbereich Musik des Paul-von-Denis-Gymnasium in Schifferstadt gemeldet und werden an Querflöte, Oboe, Klarinette, Altsaxophon, Fagott, Trompete, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune und Tuba ausgebildet.

    Zwei Stunden pro Woche üben die Kinder von Beginn der fünften Klasse an. In einer dritten Ausbildungsstunde, die über die Pflicht hinaus angeboten wird, bilden Lehrer der Kreismusikschule Ludwigshafen oder des Musikvereins Schifferstadt an den Instrumenten aus. Das Zusatzangebot mit Instrumentallehrern ist eine Besonderheit im Vergleich mit Projekten anderer Schulen.

    „Die Schüler sind mit großer Freude und Motivation bei der Sache“, berichtet die Leiterin des Bläserprojektes Christa Ißle im Tagespost-Gespräch, die allen Kindern Musik näher bringen möchte. Für die Schüler sei das Bläserprojekt eine willkommene Alternative zum Unterricht mit der Blockflöte.

    Jungmusiker geben Kostprobe

    Klasse könnten interessierte Jungen und Mädchen Leihgeräte bekommen. Christa Ißle würde das Projekt gerne bis in die 13. Klasse fortführen. Ein Problem: Ab der siebten Klasse stehen für die Schüler eben keine Leihinstrumente mehr bereit. Die vorhandenen reichen nicht aus. Deshalb würde sich Christa Ißle über Sponsoren sehr freuen, schließlich kann sich nicht jeder der Jungmusiker die teuren Blasinstrumente leisten.

    Die Bläserklasse der sechsten Jahrgangsstufe wird übrigens am Samstag, 27. Januar, 10 Uhr, bei einer Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder der künftigen fünften Klasse eine Kostprobe ihres Könnens geben. Schülern ab der siebten Klasse hilft Christa Ißle auch gerne bei der Suche nach Leihgeräten. Weitere Auskünfte zum Bläserprojekt gibt es außerdem unter der Telefonnummer 06235-955 410.

    BILD-Unterschrift # 1: Immer gut bei Puste: Die 49 Schüler der beiden Bläserklassen im Gymnasium Schifferstadt sind mit Eifer dabei. Projektleiterin Christa Ißle sucht Sponsoren für Instrumente. Foto: Bug

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 16. Juni 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Nach Richterspruch das Baugebiet geteilt

    Nach Richterspruch das Baugebiet geteilt

    Von Andreas Klamm

    Weingarten. - Weil das Oberverwaltungsgericht in Koblenz im November den Bebauungsplan „Am Oberen Neugraben/ Krummäcker“ für nicht wirksam erklärte und nach Auffassung des Gerichtes die festgestellten Mängel jedoch nur in einem ergänzenden Verfahren behoben werden könnten, mussten die Gemeinderäte auf ihrer Sitzung am Montag nach Lösungen ringen. Bauplaner, Ingenieur Peter Fischer vom Büro Schara und Fischer aus Mannheim, stellte mehrere Lösungsvorschläge vor. Probleme bereiten die Spitzenlärmbelastungen eines am Baugebiet angrenzenden Unternehmens, das zur Nachtzeit zwischen fünf und sechs Uhr die zulässigen Grenzwerte der Lärmbelastung um elf Dezibel überschreite.

    Der Rat beschloss jetzt, das Baugebiet in zwei Bereiche, den Teilbereich „Am Oberen Neugraben“ und den Teilbereich „Krummäcker“ aufzuteilen. Im Planteilbereich „Am oberen Neugraben“ ist möglicherweise die Verlegung des Spielplatzes, die Ausweisung als Dorfmischgebiet oder landwirtschaftliche Fläche, die Vergrößerung der Geschoss- und Grundflächenzahl sowie die Erweiterung passiver Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Die Baufenster für die bevorzugte Bebauung in Einzelhausbauweise dürften nicht zu groß werden. Bürgermeister Dr. Kurt Seibert schlug von den vielen Varianten, mit denen er in Verhandlungen mit einem privaten Investor gehen will, die billigste Lösung im Interesse der Gemeinde vor. Aus Doppelhäusern sollten Einfamilienhäuser werden.

    Der Gemeinderat beschloss drei Lösungsvarianten, mit denen Lärmschutz erreicht werden könnte. Davon werden zwei Lösungen besonders favorisiert. Die erste Variante und billigste Lösung: Aufschüttung eines „steilen Walls“, der sich auch begrünen ließe.

    Die zweite Lösung, die Seibert persönlich bevorzugen würde, ist Lärmschutz durch die Bebauung mit Nebengebäuden zu erreichen. In der dritten Lösung ist vorgesehen, die Häuser so zu bauen, dass die Rückenfläche als Lärmschutz dienen könne. Allerdings sei unklar, wie weit der private Investor mitziehe.

    Im B-Plan-Teilbereich Krummäcker ergibt sich eine wesentliche Änderung durch das Gerichtsurteil durch eine Verlängerung des Lärmschutzwalls um den geplanten Einkaufsmarkt herum. Die Firma Schlecker, so Seibert, suche in Weingarten ein geeignetes Gebäude, um dort einen Laden errichten zu können.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 22. Januar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Landkreis ehrt seine erfolgreichen Sportler

    Landkreis ehrt seine erfolgreichen Sportler

    Von Andreas Klamm

    Mutterstadt/Landkreis. - Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat über die Vergabe von finanziellen Sport-Förderpreisen auf seiner gestrigen Sitzung unter Vorsitz von Landrat Dr. Ernst Bartholomé darüber entschieden, welche Sportler aus dem Landkreis mit Geldgeschenken ausgezeichnet werden. Die Ausschuss-Mitglieder haben es sich bei ihren Entscheidungen nicht leicht gemacht. Insgesamt werden 47 Geldpreise an besonders verdiente Sportler, Gruppen und Vereine in Höhe von 17 900 Mark vergeben. Die Einzel-Förderpreise liegen zwischen 200 Mark und 1 600 Mark.

    Der Landrat zeigte sich erfreut darüber, dass der Landkreis im Breiten- und Spitzensport sehr gut vertreten sei. Nach Kaiserslautern habe der Landkreis den höchsten Organisationsgrad der Sportvereine. Der Ausschuss hielt sich an die Richtlinien und Vorgaben des Landessportbundes. Einmal jährlich ehrt der Landkreis besonders erfolgreiche Sportler und Mannschaften, die beispielsweise an Olympia, Welt- oder Europameisterschaft teilgenommen haben. Eine weitere Voraussetzung zur Erlangung eines Geldpreises ist die Zugehörigkeit zu einem Verein im Landkreis oder die Meldung des Hauptwohnsitzes des Sportlers im Landkreis. Zudem muss die Sportart anerkannten Dachorganisationen des Deutschen Sports als Fachverband angehören.

    Zwei Sonderpreise für besondere sportliche Leistungen und Entwicklungen (je 200 Mark) erhält die Jugendbehindertengruppe des TG 04 Limburgerhof für die Teilnahme an den Special Olympics National Games (ähnlich einer deutschen Behindertenmeisterschaft) in Berlin und Ria Jotter (vom TSG Maxdorf) aus Dannstadt-Schauernheim. Sie gewann in der Gruppe der Senioren eine Silbermedallie beim Duathlon in Calais.

    Im Anschluss der Sitzung besichtigten die Mitglieder des Ausschusses die Bauabschnitte der Sanierung der IGS Mutterstadt. Die Bauzeit betrug vier Jahre, beginnend ab 1997. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 13 Millionen Mark .Es enstanden unter anderem neue Lehrerstützpunkte, acht naturwissenschaftlich genutzte Räume, zwei Computerräume im Rahmen des pädagogischen Netzes, mehrere Werkräume, Musikzimmer und Räume für bildende Kunst. Vierzig Schulräume wurden komplett behindertengerecht saniert und neu eingerichtet. Zudem wurde ein Blockheizkraft (BKHW) integriert, mit dem der Landkreis 20 bis 30 Prozent Kosten sparen kann.

    Preisträger aus unserem Verbreitungsgebiet: Arawat Sabejew, Kai Dittrich, Dennis Blum, Andreas Fix, Frank Gerhard (alle VfK Schifferstadt, Ringen), Alexandra Schneider (Schießen), Dirk Heinz (Darts), Christiane Berger (Eiskunstlauf), Ronni Weller , Alexander Michel, Oliver Gebhardt (alle Gewichtheben), Christian Weber, Stefan Steinweg (Radsport), Claus Stauder, Gerhard Zachrau, Julia Bamberger (alle TSG 1886 Mutterstadt, Rasenkraftsport), Karl-Heinz Schmitt, Julia Schulze, Styrmir Arnason (Reiten), Kai Rapp (Bogenschießen), Simone Weiler (Schwimmen), Claudia und Christian Rüssel (Römerberg, Rock’n’Roll), Elke Schall und Schülermannschaft des TTV Römerberg (Tischtennis).

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 9. Februar 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • „Einblicke“ mit Skulpturen: Holger Grimm mag es am liebsten steinhart

    „Einblicke“ mit Skulpturen:

    Holger Grimm mag es am liebsten steinhart

    Von Andreas Klamm

    Römerberg/Speyer. Der Speyerer Steinmetz und Steinbildhauer Holger Grimm zeigt vom 10. bis 20. November in der Ausstellung „Einblicke mit Skulpturen“ eine Auswahl aus der Vielfalt seiner geschaffenen Werke im Zehnthaus in Römberg-Berghausen. Die Laudatio wird die freie Journalistin Beate Steigner-Kukatzki und die musikalische Begleitung mit dem Saxophon, Saskia Krebs, übernehmen. Zur Eröffnung der Ausstellung am 10. November, um 19 Uhr, laden Robert Hoffmann, Beigeordneter des Rhein-Pfalz-Kreises, Brigitte Roos, Beigeordnete der Gemeinde Römerberg und der Künstler ein.

    „Ganze drei Tage werden wir mit der Installation meiner Werke im Raum des Zehnthauses beschäftigt sein“, informierte Holger Grimm und rückt an einer von vielen Skulpturen, um sie in die richtige Position für kunstinteressierte Betrachter zu bringen. Bei den Aufbauarbeiten und dem Transport der zum Teil kiloschweren Skulpturen hilft ihm sein Geselle Christian Hess. „Die ausgestellten Stücke sind sehr grob bearbeitet“, beschreibt Holger Grimm seine Werke.

    Beim größten Teil, in den ersten Arbeitsgängen der Grundstrukturen, die der Stein erfährt, handelt es sich um aufgesprengte Stücke mit Nut und Feder. Am liebsten arbeite er mit Granit, Muschelkalk, Diabas, ein Stein der im hessischen Raum zu finden sei und mit Beton. Nach dem er Hohlräume im harten Stein durch die Aufsprengung geschaffen hat, werden die Einzelstücke „gespitzt“ und die feinen Nuancen im scheinbar nicht formbaren Material angeschliffen, erläuterte der Künstler einen Teil seiner Arbeitsweise. Steinmetz sei er geworden, weil seit über drei Generationen der elternliche Betrieb sein Zuhause war. Schon als Jugendlicher habe ihn das Interesse am Stein nicht nur für das Handwerk, sondern auch zum künstlerischen Schaffen „getrieben“.

    Bereits seit vier Jahren leitet Grimm als Kursleiter einen Bildhauer-Workshop „Begegnung mit der Bildhauerei“ bei der Kreisvolkshochschule Römerberg am Kirchenvorplatz gegenüber des Zehnthauses. Mit 10 bis 15 Teilnehmern arbeitete er am Pfälzer Buntsandstein. Die für ihn bedeutendste Ausstellung seiner Werke in seiner künstlerischen Laufbahn erfuhr er, so der Künstler, mit der Ausstellung seiner Werke im Kirchenraum der evangelischen Kirche in Mainz. Der Künstler blickt noch heute gerne auf seine große Diplom-Ausstellung in einem sehr schönen sakralen Raum im Rahmen einer Einzelausstellung zurück. Wichtig für den Kunstschaffenden sind auch die Ausstellungsbeteiligungen im Künstlerbund Speyer, die über die Grenzen der Metropolis-Stadt hinausreichen.

    „Härter als Stein ist mein Wille das Material zu bearbeiten“, meint Holger Grimm. Stein zu bearbeiten, hieße auch sehr langsam zu arbeiten, weil das Material sehr hart ist. Man müsse mit dem richtigen Rhythmus den Stein bearbeiten: Langsam und beständig. Dabei ist er so konzentriert auf den Stein, das er nicht selten sein Umfeld vergesse, schon fast ins Meditieren komme und eine für ihn wichtige Ruhe finde. „Das ist das schöne an dem Material.“, schwärmt Grimm in seiner Liebe für Stein. „Granit ist ein sehr schönes hartes Material, das ich auch anschleifen und anpolieren kann“, ergänzt er. Je nach Größe eines Werkes dauere der Entstehungsprozess einer Skulptur zwei bis vier Wochen. Bei der Inspiration für seine Werke handele es sich um einen Prozess des Findens, auch einer neuen Formsprache im figürlichen und abstrakten Bereich. Die Werke mit unterschiedlicher Ausrichtung, ergeben für ihn zusammen betrachtet, ein neues situationsabhängiges Gesamtbild.

    Der Steinbildhauer ist verheiratet und hat zwei Kinder. „Die Kinder sind zwar noch etwas klein, modellieren aber auch schon im Atelier mit.“, freut er sich. Seine Frau unterstütze ihn in jeder Richtung und würde sich freuen, wenn er mehr Werke schaffen würde, meinte er. „Für mich ist meine Frau die erste Ansprechpartnerin, wenn neue Werke entstehen.“, so Grimm. Sie helfe ihm auch bei der Reflexion seiner eigenen Arbeit.

    Holger Grimm absolvierte von 1986 bis 1989 eine Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer, besuchte 1990 die Fachoberschule für Gestaltung in Ludwigshafen und studierte „Freie Bildende Kunst, Plastik und Bildhauerei“ an der Universität in Mainz. Seit 1999 ist er mit einem Lehrauftrag für Bildhauerei an der Uni Mainz betraut, zudem ist er Mitglied im „Atelier Römerberg“, Wiesbaden und Mitglied im Künstlerbund Speyer. Der Künstler hatte bereits viele bedeutende Ausstellung unter anderem auch mit „Plastische Bilder“, 1997 im Landtag Mainz, „Kleinplastik“, 1997, Kunstpreis´97 der Sport-Toto GmbH und „Prozeß des Findens, im Kirchenraum in Mainz. Zuletzt zeigte er in „Fragment“ im Kunstforum Bildachse, Hernsheimer Schloss in Speyer eine Auswahl seiner Werke.
    Seit 1995 nahm er auch an Bildhauersymposien in Bobenheim-Roxheim, Hessheim, Germersheim und mit „Etruskische Stätte“, Lugano im italienischen Teverina teil.

    Arbeiten des Künstlers im öffentlichen Raum sind in Schifferstadt mit dem Feuerwehrehrenmal „Idee der Einfachheit“ (2002), „Tore in die Stadt“ (2000) in Bobenheim-Roxheim und „Kleines Leben“ (2003), Grabfeld für Flötenbestattungen in Speyer zu finden.
    Die Werke des Künstlers sind samstags, 14 bis 18 Uhr , am Sonntag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr bis 20. November im Zehnthaus zu sehen. Weitere Informationen zum Künstler und seinen Werken gibt es auch im Internet unter http://www.kunstportal-pfalz.de

    BILD-Unterschrift: Holger Grimm: "Härter als Stein ist mein Wille das Material zu bearbeiten..." Foto: ank

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 11. November 2005
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Farbenprächtig, humorvoll und spritzig: Karnevalistischer Höhenflug

    Farbenprächtig, humorvoll und spritzig:

    Karnevalistischer Höhenflug

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Man (frau) mußte sie einfach erlebt haben: Die fünfte närrische Sitzung der Grokageli im John Deere-Casino. Der Saal war voll ausverkauft, die Stimmung riesig. Das lag nicht nur am Programm unter Sitzungsleitung von Michael Plep, sondern am Publikum, das ideenreich maskiert und mit viel Sinn für Humor, zur Sitzung gekommen war. Unter den närrischen Gästen feierten zahlreiche Ehrengäste.

    Zum Auftakt der Bütten-Reden protokollierte Rainer Probst seiten- und zeitenkritisch. Das "Chaoten-Duo" Gerd Wetz und Lothar Stripf strapazierte unerbi(ü)ttlich die Lachmuskeln des Publikums.

    Stadtrat Rolf Dieter "wetterte" über politisches Narrentum. Hans Schmitt "Frauenliebhaber" brachte eine Lobhymmne auf die Männer dar. Günter Thomas "watschelte" als Babette von der Fischbach in den Saal und sie -pardon: er berichtete hautnah vom "Intimleben" örtlicher Persönlichkeiten, Frau, Nachbarin inbegriffen. Nach dem Family-Klatsch überfiel "Babette", Sitzungsleiter Michael Plep mit einem Filsbach-Tango und Lambada. Der Saal tobte.

    Jüngster in der Bütt´ war Björn Schmelzinger. Die Spezies Herbert Janisch, Karl Lorenz, Wenzel Stollmeyer und Hans Threm brachten alle zum Schunkeln und Horst Karcher sang Stimmungslieder. Fast keiner blieb mehr still sitzen, als das Can-Can Männer-Ballett ins Moulin Rouge entführte. Eine Augenweide boten die Mini- und Juniorengarde, Tanzmariechen Melanie Fecker begeisterte das Publikum und Helga Schiffer schunkelte alle mit ihrem Wassertum-Lied ein.
    Die Schwansee-Kür von Gisela Kilokowsky und Falko Federkowsky ließ die Halle beben. Beide mußten eine Zugabennummer tanzen. Flotte Märsche spielte die Kurpfälzer Schloß-Garde.

    Das Stadt-Prinzenpaar hat die Feierenden mit ihrem Besuch überrascht und erfreut. Bis drei Uhr morgens spielten die "Hot Gamblers", Musik zum Tanzen. Die Fastnachter der Grokageli können zufrieden sein.

    BILD-Unterschrift # 1: Können mit sich zufrieden sein: Die Grokageli in Mannheim. Foto: Thomas
    BILD-Unterschrift # 2: Viel gute Stimmung im John Deere-Casino. Das ideenreich maskierte Publikum feierte ausgelassen. Foto: Thomas

    Erst-Veröffentlichung: Mannheimer Wochenblatt, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, "Karneval-Regional", 16. November 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • "Susu Bilibi" rissen ihre Fans mit - Westafrikanische Musikwelle rollte in der Stadthalle

    "Susu Bilibi" rissen ihre Fans mit

    Westafrikanische Musikwelle rollte in der Stadthalle

    VON ANDREAS KLAMM

    Speyer. Es dauerte nicht lange, bis der ganze kleine Saal der Speyerer Stadthalle "mitgerissen" war von der traditionellen westafrikanischen Folkloremusik mit Pop-Elementen der Gruppe "Susu Bilibi". Ayité Ayivi, Komponist, Lead-Gitarrist und Sänger aus Togo, gründete im Februar 1983 die Gruppe "Susu Bilibi", was soviel wie "erfahren und weise" bedeutet.

    Bis heute hatten die sechs Musiker aus Togo, Ghana, den USA und Österreich trotz ihrer Perfektion, ihrem Können und ihren Erfahrungen, einen schweren Weg zu gehen. Während sie sich anfangs gegenüber ihren europäischen Konkurrenten noch zu etablieren versuchen mußten, liegen "Susu Bilibi" heute bei weitem an vorderster Stelle der 64 Afro-Rock-Musikgruppen in Deutschland.

    Die improvisionsfreudigen Titel der Gruppe, teils entwickelt aus rituellen Beschwörungsformeln und charakteristischer Natursymbolik afrikanischer Stammesmusik, basieren auf moderner elektronischer Unterhaltungsmusik. Hier vermischen sich die verschiedenen Stilrichtungen, wie Afro Beat, Afro-Funk, aber auch Reggae zu einem Hörvergnügen, dem kaum noch jemand widerstehen konnte. Keinem der etwa 300 Gäste gelang es, bei dieser lebendigen, rhytmischen und durch und durch gehenden Musik ruhig zu bleiben. "170 Auftritte haben wir alleine im letzten halben Jahr", erzählt der Ex-Zeitungsjournalist und Manager der Gruppe, Klaus Grunewald.

    "Susu Bilibi" erntete mit ihrer "reformierten" westafrikanischen Musik bei ihren Auftritten quer durch Österreich, Italien, Schweiz und Deutschland, wie auch hier in Speyer, fast immer regen Beifall. Begleitend zur Deutschland-Tournee´85 hat die Gruppe ihre erste LP "Miwonovi - Let´s be together" herausgegeben.
    Ende April 1986 wollen "Susu Bilibi" wieder ihr Publikum in Speyer besuchen und zum Tanzen einladen. Sicher wird dann auch wieder der "Feuer-Zauber" westafrikanischer Musik das Publikum faszinieren.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 1986
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, 9. Februar 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Schreiben für die Konkurrenz ? - Wenn ein Fernseh-Produzent über einen Fernsehen-Produzent schreibt

    Jeder kann helfen - sicher nur der, der will...

    Schreiben für die Konkurrenz ?

    Wenn ein Fernseh-Produzent über einen Fernsehen-Produzent schreibt

    VON ANDREAS KLAMM

    Ludwigshafen. Es ist schon eine ganze Weile her, als ich im Gespräch mit einem Bekannten war, ob man auch für die Konkurrenz schreiben oder gar für die Konkurrenz arbeiten könne. Ich meine: Ja, dies ist möglich unter besonderen Voraussetzungen und wenn nicht der Neid auf den Erfolg des anderen ein solches Handeln verhindert.

    Sie denken jetzt mit Worten kann man viel bewegen. Wie verhalte ich mich wohl, wenn ich in die Lage komme für die "Konkurrenz", ich meine viel richtiger ist, für einen "Mitbewerber" in der Praxis und gut über ihn zu schreiben?

    Dies ist mir bereits in den 90er Jahren widerfahren. Wie einige Menschen wissen, bin ich gewissermaßen und im wörtlichen Sinne mit dem Fernsehen, genauer, dem privaten Rundfunk in der Bundesrepublik Deutschland, seit 1984 aufgewachsen.

    Seit der ersten Stunde des privaten Rundfunks bin ich als privater Medienmacher im Radio und im Fernsehen dabei.

    Zuvor schrieb ich, was ich auch heute noch mache, für regionale Tageszeitungen. Ich bin im Jahr 1968 geboren, was rein rechnerisch bedeutet, dass ich mit 16 Jahren bereits Radio- und Fernseh-Sendungen produziert haben müsste. Zugegeben diese Geschichte klingt unglaublich und ist dennoch war.

    Während andere Teenager sich irgendwo vergnügten, hatte ich bereits große Freude, Fernsehen, Radio und Zeitung zu machen, Menschen kennen zu lernen und ganze Radio- und Fernsehsendungen zu produzieren, um damit auch anderen Menschen eine Freude zu breiten. Meine Ambitionen und Intentionen waren vielfältig und ich wußte bereits früh, dass ich beruflich als Redakteur und Journalist tätig werden wollte.

    Klar war mir von Beginn an, dass dieser Wunsch alles andere als einfach werden würde, da ich aus einem sehr armen Elternhaus stamme. Mein Vater war Feuerwehr-Obermann bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

    So stand von Anfang fest, dass ich nicht als wohl behütetes Nesthäckchen, inmitten einer älteren und jüngeren Schwester den klassischen Weg des Abiturs und eines von den Eltern gesponstertem Studiums gehen konnte.

    Entscheidungen waren gefragt und ich entschloß mich Schreiben, Radio- und Fernsehmachen in der Praxis zu lernen und zu zuhören, was mir mein Redakteur und Chefredakteur erzählen würde. Ich hörte genau zu.

    Anders als Wolfgang Bantz, im Hauptberuf ehemals Straßenbahnfahrer, mußte, konnte, durfte und wollte ich nicht nur Medien machen aus Freude und zur Freude anderer Menschen, was ein guter Vorsatz war und ist, sondern auch das Geld als Medienmacher verdienen, um beim Bäcker meine Brötchen und andere Posten zum Lebensunterhalt bezahlen zu können.

    Irgendwie, genau weiß ich es nicht mehr, lernte ich Wolfgang Bantz kennen und er erzählte mir von seinen Projekten. Ich war beeindruckt, denn die Projekte hatten gute Konzepte und das was ich in der Praxis sah, war gut. Das fanden auch Jury´s in der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) und Wolfgang Bantz wurde für einige seiner Produktionen mit Auszeichnungen geehrt.

    Im Jahr 1990 machte ich zeitgleich, Radio, Fernsehen und schrieb für das Mannheimer Wochenblatt. Wenn ein Thema die Stadt Ludwigshafen berührte, dann erschien auch schon mal ein Artikel im Ludwigshafener Wochenblatt. Einer davon war der über einen "Mitbewerber" mit gut organisiertem Team und vielen Menschen, die halfen: Wolfgang Bantz.

    Eine seiner Intentionen war, den Menschen eine Freude bereiten. Ich bin der Überzeugung und sicher, dies ist Wolfgang Bantz gelungen.

    Als ich den Artikel schrieb, machte ich eine ganz andere Form der leichten Unterhaltung "Tele-Gruß", wohl eine der ersten interaktiven Radio-Fernseh-Shows im deutschen Fernsehen mit vielen Menschen, die einfach mal nur über das Fernsehen grüßen wollten. "POW" - die "Party ohne Wende" war eine Fortsetzungs-Reihe im Fernsehen, in der die Zuschauer sich auch Musiktitel wünschen konnten.

    Die Idee, Fernsehen und in Radio in einer Kombination zu machen, entstand bei mir in tiefster Not, weil irgendwer beschlossen hatte, dass die Stadt kein freies, offenes Radio mehr bräuchte. Viele Hörer und Produzenten dachten anders und nicht wenige denken auch heute noch anders.

    Ach ja, wer Wolfgang Bantz und mich zu kennen glaubt, der weiß , dass ich durchaus mit Wolfgang Bantz reden kann, gut über ihn schreiben kann und einige Jahre später sogar gut als Moderator für ihn arbeiten konnte. Was ich jedoch mit Wolfgang Bantz absolut nicht teile, sind seine Einstellungen zu verschiedenen Bereichen im Leben.

    Wolfgang Bantz hatte das große Glück mit einem großen und motivierten Team zu arbeiten und in Mitteln und in Finanzen wesentlich besser ausgestattet zu sein. Dieses Glück durfte ich bisher nur selten erleben. Dennoch freue ich mich, wenn Wolfgang Bantz, Erfolg hat und seine Projekte gelingen. Es ist gut, wenn Gutes gelingt !

    Ich erfuhr die Gnade, auch über einen vermeintlichen "Mitbewerber", der mir sehr half, als es beruflich nicht meinen Wünschen entsprechend im Leben gelang und ich obdachlos wurde, gut zu reden und zu schreiben. Dies kann ich noch heute.

    Während kaum einer bereit war zu helfen, machte er nur wenig Worte und half. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Heute mache ich noch immer und wieder Radio, Fernsehen, Zeitung und Internet. Zudem entdeckte ich 1990 die Möglichkeit, pflegende Hände als Gesundheits- und Krankenpfleger und als Rettungssanitäter beruflich und aus Berufung einzusetzen. Allerdings veränderte 1995 ein Berufsunfall in der Krankenpflege meine private und berufliche Lebensplanung nachhaltig. Ich wurde behindert und Schwerbehinderten gleichgestellt.

    Verstehen Sie meinen heutigen Beitrag nicht falsch; Manchmal ist es sehr wichtig, auch für einen "Mitbeweber" zu arbeiten und Gutes zu tun, dennoch bin ich mir auch der Verantwortung zur Loyalität für meine Auftrags- oder Arbeitgeber bewusst und halte die Treue.

    Helfen bereitet Freude, Menschen im Allgemeinen, dem der Hilfe nehmen kann und dem der Hilfe geben kann, wenn sie denn vom Herzen kommt in guter Absicht. Beides, Hilfe nehmen und geben zu können, ist ein Gnadengeschenk, das uns Menschen zuteil wird.

    Wolfgang Bantz und anderen Menschen in "seinem" Team ist es gelungen in Oggersheim mit den "Oggersheimer Notizen", in Ludwigshafen und in der Region, Menschen eine Freude zu bereiten und via Bildschirm Freude, Freundlichkeit und Wärme in das Haus auch alter einsamer Menschen zu bringen, die gespannt darauf warteten, wann eine der nächsten Ausgaben gesendet wird.

    Wolfgang Bantz ist ein Helfer in vielfältiger Weise. Tausende Zuschauer kennen ihn als ehemaligen freundlichen Straßenbahnfahrer in Ludwigshafen und Mannheim, als engagierten, talentierten, Texter, Regieseur, Produzent, Filmemacher und Moderator.

    Eine Seite des Filmemachers, die nur wenige Menschen kennen, Wolfgang Bantz ist auch Lebensretter. Ich las die Zeitungsartikel. Vor vielen Jahren sprang er ungeachtet der Gefahren für sein eigenes Leben in den Rhein, um eine junge Frau, die sich das Leben nehmen wollte, zu retten. Ich kenne nicht viele Menschen, die bereit sind, solches Engagement im Kampf zur Rettung des Lebens eines Menschen zu leisten. Die Rettung gelang dem Menschen und Helfer Wolfgang Bantz.

    Der Ludwigshafener liebte nicht nur mit Worten, sondern er lebte und zeigte seine Liebe in monatelangen Vorbereitungen für Fernsehsendungen und Filme. Was es bedeutet solche Film- und Fernsehprojekte zu realisieren, kenne ich aus eigener Erfahrung seit 1984 sehr gut. Sie ahnen nicht welche schwere Arbeit und Vorbereitungen hinter einer Fernsehsendung oder einem Film von gerade mal 60 Minuten Sendezeit stecken. Harte Arbeit und gute Werke hinter den Kulissen, von denen der Zuschauer üblicherweise kaum etwas sieht.

    Die größte Liebe lebte und zeigte Wolfgang Bantz in der Tat und Wahrheit, als es darum ging Menschen zu helfen und mit der Bereitschaft des Einsatzes seines eigenen Lebens in die kalten Gewässer des Rheines zu springen, um einer Frau das Leben zu retten.

    Ja, es bereitet Freude, Gutes zu tun !

    Danke, Wolfgang !

    Weitere Informationen über Wolfgang Bantz, Ludwigshafen am Rhein: http://www.wobatv.de

    Verstehen Sie jetzt, wenn ich sage oder schreibe:

    "Jeder kann helfen - Sicher nur jeder, der will und bereit ist zu helfen".

    BILD-Unterschrift # 1: Wolfgang Bantz bereitet mit seinen Filmproduktionen vielen Menschen nicht nur in Deutschland eine Freude. Foto: Andreas Klamm

  • TV-Sendung im "Andechser-Biergarten" aufgezeichnet - "Tele-Treff" unter weißblauer Flagge

    TV-Sendung im "Andechser-Biergarten" aufgezeichnet

    "Tele-Treff" unter weißblauer Flagge

    VON ANDREAS KLAMM

    Ludwigshafen. Pünktlich um 15 Uhr begangen die Aufzeichnungen für den "Tele-Teff am Samstagmittag." Die inzwischen beliebte regionale TV-Sendung aus Ludwigshafen lief am vergangenen Samstag vor der Kulisse des renomierten Gasthauses "Andechser" ab und was sich Hobby-Regisseur Wolfgang Bantz wieder mal hatte einfallen lassen, stand den Produktionen der Fernsehgewaltigen in keiner Weise nach.

    Für die nötige Biergartenstimmung sorgte ein großes Aufgebot an Künstlern und die Wogen weißblauer Gemütlichkeit erreichten bald ihren Höhepunkt. Bereits am Vormittag blieben viele Passanten stehen und staunten nicht schlecht über den riesigen bild- und tontechnischen Aufwand. Meterweise wurden Kamera- und Microkabel verlegt, Bild- und Tonleitungen geschaltet und schließlich die MAZ angeschlossen.

    Wie immer lag die Idee und Produktion in den Händen von Bantz, der in einer kurzen Erklärung jedoch nicht versäumte, sein notwendiges Team lobend zu erwähnen. In bewährter Weise lieferten die Kameramänner Heinrich Fingerle, Rolf Holländer und Herbert Kullmann die Bilder für die Regie und Roland Schneider sorgte unentwegt für die drehbuchgerechte Sendeabwicklung. In Lothar Steinke konnte ein zusätzlicher Helfer gewonnen werden, der überwiegend als Kamera- und Tonassistent fungierte.

    Daß alle mit Begeisterung hinter der Idee von Bantz standen, bewies zu Beginn der TV-Aufzeichnung Moderatorin Jutta Blaufuß. Schon professionell, wie sie Künstler ankündigte, Überleitungen schaffte und Interviews führte. Als sie aber auch noch selbst sang, begleitet von ihrem Mann Günther, verschlug es sogar dem Produzenten die Sprache. Über zwei Stunden dauerte der Programmablauf und ließ keine Sekunde Langeweile aufkommen. Jo Krug und sein Kurpfälzer Blas-Orchester heizte das Publikum kräftig ein, unterstützt vom Trachtenverein Schwetzingen, dem singenden Ex-Boxer Hans Freistadt sowie dem Männerchor Gartenstadt und dem Essener Gesangs-Duo Susan und Hiram.

    Wie es um die Tradition des Bierbrauens im Kloster Andechs bestellt ist, erläuterte der eigens für diese TV-Sendung angereiste Pater Stephan auf recht humorvolle Weise.

    Eine Trachtenmodenschau, deftige bayerische Spezialitäten und ein zünftiger Märzbock-Faßanstich rundeten den fröhlichen weißblauen Mittag ab.

    Nächster Sendetermin des "Tele-Treff am Samstagmittag" ist der 7. April ab 15 Uhr im Offenen Kanal Ludwigshafen.
    Weitere Informationen über Wolfgang Bantz, Ludwigshafen am Rhein: http://www.wobatv.de

    BILD-Unterschrift # 1: Ein Riesen-Spektakel hat der Straßenbahnfahrer und "Filmemacher" Wolfgang Bantz mit seinem Team im Ludwigshafener Biergarten "Andechser" anläßlich der Aufzeichnung seines "Tele-Treffs" veranstaltet. Bei strahlender Sonne waren zahlreiche Gäste zu einem pfälzisch-bayerischen Musikreigen gekommen. Unser Bild zeigt den Produzenten in der Rolle des "Regieseurs und Bildmischers" (rechts). Die Sendung wird am 7. April, 15.30 Uhr im Offenen Kanal (S 20) zu sehen sein. Text/Fotos: ANDY [ FOTOS aus ZEITUNG digitalisiert ]

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Ludwigshafen / Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, "Jeder kann helfen", 8. August 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Grüne suchen Verstärkung - Thomas Bäppler und Siegfried Filus wiedergewählt

    Grüne suchen Verstärkung

    Thomas Bäppler und Siegfried Filus wiedergewählt

    VON ANDREAS KLAMM

    Schifferstadt. Nur zehn von 23 Mitgliedern des Qrtsverbandes der Grünen kamen ge­stern zur Jahreshauptversammlung, ob­gleich Neuwahlen anstanden.

    Thomas Bäppler und Siegfried Filus wur­den beide einstimming als Vorstand wieder­gewählt. Sie führen den Orlsverband beide gleichberechtigt. Damit hatten andere Par­teien oder Behörden manchmal Probleme, meinte Filus.

    Zuvor suchten die Mitglieder der Partei nach einem dritten Mann oder einer Frau zur Verstärkung des Vorstandes. Marion Fouquet schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus.

    Allerdings war niemand der Anwesenden bereit, Aufgaben in Führungsposition zu übernehmen. Ein Graphiker und Mitglied bot Thomas Bäppler an, als Helfer des Schriftführers zu fungieren und ihn damit zu entlasten.

    In den Vorstand wählen lassen wollte er sich jedoch nicht. Neu bei den Grünen: Heinz Knerr, war nach Vorschlag durch den Kreisvorsilzcndcn Walter Altvater bereit, künftig die Kassenprüfung als Revisor zu übernehmen. Der Kreisvorsitzende beriet den Ortsverband und über­nahm die Wahlleilung zur Wahl des Vor­standes.

    „Die Kasse ist ausgeglichen, aber viel ist nicht drin.", berichtete Bäppler.

    Die Mitglie­der rangen sich nach langer Diskussion zur Umstellung und Erhöhung der Mitgliedsbeiträge auf jährlich 75 Euro (cirka 150 Mark) durch. Davon bleibe allerdings kaum etwas beim Ortsverband. Der OV muß pro Mitglied monatlich rund 11 Mark an Kreis- Landes- und Bundesverband der Grünen abführen. Sieben Mitglieder stimmten für die Beitragserhöhung, zwei enthielten sieh.

    Für neue Projekte, mit denen gerade auch die Jugend angesprochen und zu aktiver politischer Arbeit für die Partei gewonnen werden soll, brauche der Ortsverband fi­nanzielle Unterstützung und Ressourcen, meinte Bäppler. „Es muß etwas getan wer­den, damit sich die Jungen für die Grünen interessieren", meinte ein Mitglied. „Ju­gendarbeit kann nur von Jugendlichen selbst gestaltet werden", so Altvater. Der Ortsverband will sich für Familen engagie­ren. MdL-Grüne Friedel Grützmacher kommt am 1. Februar nach Schifferstadt.

    Auch dieses Jahr sind wieder Exkursionen ins Grüne geplant. Vor den Wahlen gibt es auf dem Schillerplatz wieder drei Infoti­sche. Am 5. März kommt Joschka Fischer nach Ludwigshafen. Für die Landtags- und Landratswahlen werden noch Wahlhelfer gesucht.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Jugend besteht Feuerprobe

    Jugend besteht Feuerprobe

    Dorfmusikanten hoffen auf Unterstützung für eine neue Tuba

    VON ANDREAS KLAMM

    Lingenfeld. „Die Dorfmusikanten sind mit einem Durchschnittsalter der Mit­glieder von 30 Jahren ein sehr junger Chor im Gegensatz zu vergleichbaren Vereinen", berichtete der alte und neue Vorsitzende Friedrich Gutting der Dorf­musikanten auf der Jahreshauptver­sammlung in der Lingenfelder Gaststätte „Zum Bahnhof".

    Die Neuwahlen verliefen wenig spek­takulär. Die Dorfmusikanten tauschten Ämter in der Vorstandschaft, weil Schul­leiter Bernhard Roschinski aus berufli­chen Gründen nach zwei Jahren als Bei­sitzer und zwei Jahren als Schriftführer aus der Vorstandschaft auscheiden musste.

    Die am 6. Juni letzten Jahres gegrün­dete Jugendkapelle habe ihre „Feuerpro­be" beim Altennachmittag bestanden.Weitere Highlights: Die Projektwoche in Rodalben und eine musikalische Zeit­reise, die das Publikum begeistert habe.

    Nicht alle Jugendlichen konnten ihre Dirigenten-Vorstufen-Ausbildung abschliessen, da sie für ihre Abitur-Prüfun­gen lernen mussten. Das Jugendorchester trat bereits dreimal auf. Von den ur­sprünglich zwanzig Mitgliedern haben sich zwei abgemeldet. Insgesamt befan­den sich 60 Kinder in der Ausbildung. Isabelle Beyer (Jugendkapelle) und Al­fred Klotz (Hauptorchester) besuchten nahezu alle Probestunden. Von ihnen könnten sich alle Mitglieder „eine Schei­be abschneiden", meinte der Chorleiter.

    Matthias Hardt befindet sich in der Ausbildung zum Tuba-Bläser. Gutting freute sich, das es doch noch einen Nach­wuchs-Spieler gebe. Es wolle kaum noch jemand Tuba spielen. Die Vorstandschaft und der alte und neue Kassierer Bernd Kosel wurde einstimmig entlastet. „Das Ergebnis ist erfreulich und einwandfrei", stellten die Revisioren Helmut Schuler und Jürgen Grundhöfer fest.

    Der Verein müsse allerdings 12 000 Mark für eine neue Tuba zahlen. Dazu reichten die Eigenmittel des Vereines nicht aus. Gutting hofft auf das Wohl­wollen des Gemeinderates, bei dem der Verein einen Antrag auf Kostenzuschuss gestellt habe. Der Verein leiste außeror­dentliche, umfangreiche Jugendarbeit in der musikalischen Früherziehung und in der Ausbildung Jugendlicher.

    Kommenden Samstag ab 17 Uhr findet die Jahresabschlussfeier statt. Der Verein präsentiert mit Nachwuchs sein musikaliches Können.

    Auch dieses Jahr wird es wieder eine Projekt-Ferienfreizeit für die Jugend ge­ben. Sie findet in Heiligenkreuz bei Neckarsteinach statt. Im Mittelpunkt der Freizeit stehen Musikproben und ge­meinsame Unternehmungen. Das dort Erlernte stellen die Teilnehmer bei einem Abschlusskonzert im August vor.

    Schon im März wollen die Lingenfelder Dorfmusikanten in der Schulturn­halle mit musikalischen „Klangbildern" die Gäste verwöhnen. Zum Germersheimer Stadtrechte-Jubiläum führt der Ver­ein den großen Zapfenstreich auf. Beson­derer Höhepunkt für 2001: Das Konzert zu Erntedank.

    INFO: Die neue Leitung der Dorfmusikanten: 1. Vorsitzender: Friedrich Gut­ting, 2. Vorsitzender: Bernhard Stein­metz, Kassierer: Bernd Kosel, Schrift­führer: Martin Kosel, Beisitzer Holger Kronschnabel.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 2001
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Gerhard Schröder in Heidelberg: Lebensgrundlagen der Menschen erhalten und Schöpfung bewahren

    Gerhard Schröder in Heidelberg:

    Lebensgrundlagen der Menschen erhalten und Schöpfung bewahren

    VON ANDREAS KLAMM

    Heidelberg. Der Wahlkampf befindet sich in der heißen Phase. Einen Tag nach dem Fernseh-Duell mit der Herausforderin und Spitzenkandidatin der CDU, Angela Merkel (CDU), genoss der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Gerhard Schröder (SPD) in Heidelberg das Bad in der Menge.

    Gerhard Schröder zeigte sich vor über 9.000 interessierten Menschen in der Universitätsstadt in einer sehr bewegenden Wahlrede kämpferisch und guten Mutes. Einige Auszüge aus der Wahlkampf-Rede des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schröder (SPD) vom 5. September in Heidelberg.

    "Die Qualität unseres Zusammenlebens hängt davon ab, ob wir miteinander bereit sind, dass Kapital und Arbeit in diesem Land gleichberechtigt sind und, daß sich keiner dem anderen unterordnen muß. All denen, die den Abgesang bereits beschreiben, sage ich, habt doch ein bißchen Respekt vor den Wählerinnen und Wählern. Habt ein bißchen Respekt vor den Menschen. Die werden schon selber entscheiden, wofür und wogegen sie sind. Die werden euch nicht nach dem Maul reden. Seit euch dessen gewiß.
    Aber eins ist klar: Eine Politik, die nicht nur guckt, was heute möglich ist, was ökonomisch sinnvoll ist, sondern eine Politik, die darauf zielt, den Menschen ihre Lebensgrundlagen zu erhalten, die Schöpfung zu bewahren - diese Politik ist richtig.
    Und sie wird angesichts der Naturkatastrophen immer wichtiger. Das ist der entscheidende Unterschied.", sagte der Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in der Universitätsstadt.

    Er wolle, dass die Ärmsten der Armen teilhaben können, an einer Energieversorgung, die nicht die Groß-Konzerne stärke, sondern die den Menschen helfe. Es gelte, eine Verantwortung wahrzunehmen für das Gemeinwesen und auf die schreckliche Preistreiberei zu verzichten. Das müsse als Signal aus Deutschland in die Welt hineingehen, so der Bundeskanzler.

    Gerhard Schröder: "Wir haben damit begonnen, eine Strategie zu verfolgen, die uns unabhängiger macht von der Abhängigkeit vom Öl. Und die anderen erzählen jetzt, sie wollen wieder rein in die Kernenergie. Unterstützt von Leuten, die daran ökonomische Interessen haben. Ich sage, das ist wirklich eine Rolle rückwärts. Das können wir uns nicht leisten, im wahrsten Sinne des Wortes. Das was wir an moderner Energiepolitik erreicht haben, muß bleiben. Das wird nur bleiben, wenn meine Regierung bestätigt wird."

    Innenpolitik

    "Wie wollen wir miteinander im Inneren leben? Sollen Menschen mit anderer Hautfarbe, mit anderem Glauben in unserem Land, das wir verstehen als weltoffenes Land, als tolerantes Land, Angst haben müssen? Wie sie es hatten. Und jeder, gerade hier, weiß das. Wir haben mit einem Zuwanderungsrecht, diese Angst erfüllte Debatte beendet. Wir haben dafür gesorgt, und wir wollen daß alle Organe des Staates das durchziehen, dass niemand, der anderen Glaubens ist, der andere Hautfarbe ist, Angst haben muß in diesem Land. Angst haben muß, um hier vernünftig zu leben.

    Und in diesem Zusammenhang, sage ich, gegen die aufkomende schreckliche Rechte in diesem Land, manchmal unterstützt, von Leuten, die sich deren Sprache bedienen, aber glauben links zu sein:

    Lasst das nach ! Es darf nie wieder, eine Möglichkeit in Deutschland sagen, daß die Blüten aus dem braunen Sumpf hier irgendetwas zu sagen haben, in unserem Land. Das wollen wir nicht und das werden wir verhindern." bekräftigte Gerhard Schröder unter dem Beifall begeisterter Zuhörer.

    Er wolle, dass die Frage, wenn jemand krank sei und medizinische Versorgung brauche, ihm das beste gegeben wird, unabhängig von seinem persönlichen Einkommen. Das sei die Richtschnur einer vernünftigen Gesundheits-Politik.

    Gerhard Schröder führte in seiner langen und ausführlichen Wahlkampf-Rede weiter aus: "Der Millionär zahlt 25 Prozent, der Facharbeiter zahlt 25 Prozent an Steuern. Ich kann nicht erkennen, wo das gerecht sein soll. Wenn sie sich anschauen, wie das finanziert werden soll, dann sagt der gleiche Professor aus Heidelberg (Prof. Dr. Kirchhoff), das spricht nicht gegen diese Stadt, wir finanzieren das dadurch gegen, dass wir zum Beispiel abschaffen, die Steuerfreiheit für Nachtzuschläge, die Steuerfreiheit für Schichtarbeit, die Steuerfreiheit für Feiertags- und Sonntagszuschläge.

    Gucken wir uns das einmal an, dann heißt das im Klartext, diejenigen, die nachts arbeiten, die Schicht arbeiten müssen, diejenigen, die feiertags arbeiten, also die Krankenschwestern, der Polizist, der Feuerwehrmann, wer alles dabei ist, der bezahlt die 25 Prozent für den Millionär. Ich sage ihnen, mit uns ist das nicht zu machen.

    Und die gleichen Leute kommen, daher und sagen, wir sind gegen ganz hohe Spritpreise. Ja, wer ist nicht dagegen? Ich bin der Letzte, der nicht dagegen wäre. Aber was machen sie dann? Sie sagen, damit die Spritpreise sinken, erhöhen wir die Mehrwertsteuer. Das ist eine Logik, die sich wirklich nur der CDU erschließt."

    In der Universitätsstadt: Studiengebühren ?

    "Ich hab´ was gelernt, ich habe daraus gelernt, dass ich für eine Gesellschaft zu streiten habe, in der die Frage, ob ein junger Mann, ein junges Mädchen, zu Deutschlands besten Schulen und Hochschulen gehen kann, niemals abhängen darf, vom Geldbeutel der Eltern, sondern nur von dem was im Kopf ist. Ich hab´das gelernt.

    Und deshalb sage ich, egal welcher Partei sie angehören, allen Landesfürsten, mit mir könnt ihr über Gebühren für das Erst-Studium nicht reden.

    Das wird so lange ich, etwas zu sagen habe, es nicht geben !"

    BILD-Unterschrift # 1: Gerhard Schröder geniesst das Bad in der Menge. Mehr als 9.000 Menschen kamen nach Heidelberg, um den Kanzler zu sehen und zu hören. Fotos und Foto-Serie: Andreas Klamm

    Erst-Veröffentlichung: 3mnewswire.org, IFN d734 News Magazine, September 2005
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Cephas Bansah mit Ehegattin Gabriele kommt: König von Ghana heute zur Visite in Sinsheim

    Cephas Bansah mit Ehegattin Gabriele kommt:

    König von Ghana heute zur Visite in Sinsheim

    VON ANDREAS KLAMM

    Sinsheim. Heute, am Freitag, um 19 Uhr, besucht König Cephas Bansah von Hohoe Gbi - Ghana das Hotel in Sinsheim. Der König kommt in Begleitung seiner Ehegattin, Königin Gabriele. Anlass für die königliche Visite ist eine African Dinner Show zu der das Hotel Sinsheim bei Heidelberg einlädt.

    Das Hotel Sinsheim präsentiert seine Majestät Cephas Bansah, König von Hohoe Gbi - Ghana“ als Ehrengast zur African Dinner Show. Zur Show mit „Legendary Songs of Musicals“ wird ein 4-Gänge-Menü mit afrikanischen Spezialitäten gereicht. Die passende Atmosphäre bietet das Hotel Sinsheim für diesen Abend, da es die fünf Kontinente vereint.

    Die Bar und Cocktail Lounge “Arantas“ repräsentiert den Erdteil Australien, der Frühstücksraum wurde mit afrikanischen Impressionen dekoriert, während der Eingangsbereich und die Rezeption im europäischen Stil gehalten sind.

    Der Wellness Bereich „Feng-Shui“ repräsentiert den Erdteil Asien, der große Tagungsraum Amerika.

    Das Dinner gibt es zum Preis von Euro 15,- pro Person. Eine Tischreservierung nimmt das Hotel Sinsheim unter Tel.: 07261 40 64 0 oder info@hotel-sinsheim.de an.

    Der König und seine Ehefrau sind in nahezu allen Medien (große Fernseh-Sender, große Illustrierten, Zeitungen) in Deutschland immer wieder unter anderem durch ihren gemeinsam Einsatz im Engagement für die arme Bevölkerung im afrikanischen Land Ghana bekannt geworden.

    BILD-Unterschrift # 1: Hoher Besuch: Der König Cephas Bansah von Hohoe Gbi - Ghana mit Ehefrau wird heute zur offiziellen Visite im Hotel in Sinsheim erwartet. Fotos: Andreas Klamm / Archiv

    Erst-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, British Newsflash Magazine
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Sex-Medien-Skandal: Radio-Moderator verliebte sich in Radio-Moderatorin

    „Medien-Union“ dieser Art war nicht von der Landesregierung genehmigt

    Sex-Medien-Skandal: Radio-Moderator verliebte sich in Radio-Moderatorin

    „Medien-Union“ dieser Art war nicht von der Landesregierung genehmigt
    Privater Rundfunk ist keine Heirats-Börse – Journalist gesteht schwere Fehler

    Eine Journalistin und ein Journalist hatten unehelichen Sex –
    Coca Cola hat vermutlich nur geringe stimulierende Wirkung – „
    Sex in the media and in the city“

    VON ANDREAS KLAMM

    Ludwigshafen am Rhein. Neuer und alter Sex-Medien-Skandal in der Chemiestadt Ludwigshafen am Rhein. Lange bevor die erste Folge von „Sex in the City“ im privaten Fernsehen ausgestrahlt wurde, kam es Ende der 80er Jahre zu einer Ausstrahlung der besonderen Art, die wohl als „Sex in the media and in the city“ im privaten Fernsehen verfilmt werden könnte.

    Ausgerechnet beim nichtkommerziellen, privaten Rundfunk im Radio-Studio in Ludwigshafen begann die kuriose Geschichte.

    Ursprünglich planten wir nur eine Zusammenarbeit im Radio als Moderatoren und Redakteure. Dass daraus mehr werden würde, konnte ich nicht wissen. Vielleicht habe ich den Begriff privaten Rundfunk damals einfach viel zu wörtlich genommen. Möglicherweise haben Sabine* und ich den Begriff "interaktiv" bereits 1988 schon gelebt...

    Es ist richtig, dass ich mit der Moderatorin Sabine* (Name aus Sicherheitsgründen durch den Autor geändert) in recht vielen Radio-Sendungen im Offenen Kanal Ludwigshafen am Rhein im Rahmen von Doppel-Moderationen bereits Ende der 80er Jahre zusammenarbeitete und wir gemeinsam für unsere männlichen und weiblichen Hörer moderierten.

    Heute bin ich nur froh, dass solche Ereignisse beim öffentlich-rechtlichen und privaten , kommerziellen Rundfunk einfach ganz und gar ausgeschlossen sind, weil irgendwo immer ein Sendeleiter oder Chefredakteur zuschauen könnte.

    Wir schrieben Nachrichten-Meldungen und im Rahmen einer Kinder-Nachrichten-Sendung auch Kinder-Nachrichten. Wir interviewten Menschen und führten Interviews. Wir moderierten „live“ während Live-Sendungen und tranken während der Moderationen auch doch viel koffeinhaltige Coke, auch bekannt als Coca Cola.

    Ich glaube nicht sicher daran, dass der Genuss von Coca Cola eine stimulierende, sexanregende Wirkung hatte und zu den Geschehnissen führten, die sich später zeigten.

    Natürlich weiß jeder Mediziner, Arzt, Rettungssanitäter, Rettungssassistent, Hebamme, Geburtshelfer, Medizin-Techniker, Physiotherapeut, Physiotherapeutin, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- & Krankenpfleger, Biologe, Nahrungsmitteltechniker und Biologie-Lehrer, dass das menschliche Gehirn bei großer Anspannung, auch bei großem Di- und Eu-Stress (negativer und postiver Stress), einen erhöhten Glucose (Zucker)-Bedarf hat.

    Wer schon selbst einmal eine Radio-Live-Sendung, Fernseh-Sendung oder Bühnenshow moderierte, kennt aus eigener Erfahrung:

    Natürlich gibt es Lampenfieber. Demnach könnte Coca Cola in diesem Einzelfall für eine Befriedigung des erhöhten Glucose-Bedarfs im Gehirn beigetragen haben und infolge dessen könnte damit eine leicht stimulierende Wirkung, vielleicht sogar eine leichte Anregung zum Sex mit einer Frau mit der Folge eines Liebesaktes herleitbar sein.

    Doch diese Frage werden eindeutig wohl Wissenschaftler klären müssen.

    Nach 21 Jahren, habe ich noch immer Lampenfieber vor jedem Auftritt, obgleich ich ja doch schon etwas Erfahrung sammeln konnte.
    Sabine* und ich hatten einige gute Ideen und offenbar auch Hörer auch am anderen Ende des Radios, die während der Radio-Sendungen auch anriefen. Doch die Hörer konnte nichts ahnen, was sich da im Hörfunkstudio alles abspielte.

    Die Geschichte ereignete sich Ende der 80er Jahre. Besorgniserregend für mich heute. Es liegen gibt es auch Beweise für diese nicht ganz gewöhnliche Zusammenarbeit. Die AKK Anstalt für Kabelkommunikation in Ludwigshafen am Rhein, die Nachfolge-Institution, Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) und deren Nachfolge-Organisation Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Ludwigshafen am Rhein zeichneten entweder vollständig oder ganz unsere Radio-Sendungen auf.

    Auch ich machte im Rahmen der Dokumentationspflicht von Radio-Sendungen sogenannte „Mitschnitte“ von unseren Radio-Sendungen, die auf der UKW-Frequenz 105,4 Megahertz, im Kabelradio des ehemaligen Kabelpilotprojektes in Ludwigshafen am Rhein und in der Vorderpfalz ausgestrahlt wurden.

    Irgendwann geschah allerdings etwas, das so im Landesmediengesetz von Rheinland-Pfalz in der Tat nicht vorgesehen ist. Dort steht nicht geschrieben: Eine Frau und ein Mann, die als Moderatorin und Moderator, wenn auch ehrenamtlich gemeinsam arbeiten, dürfen sich verlieben. Eine "Medien-Union" dieser Art war zu keinem Zeitpunkt von der Landesregierung in Mainz genehmigt.

    Ich verliebte mich in Sabine* und möglicherweise auch Sabine* in mich (ansonsten müsste ich annehmen, dass Sabine* nicht nur eine gute Moderatorin, sondern eine extrem gute Schauspielerin war, was ich nach einigen mir zugespielten Informationen heute so nicht ganz ausschließen kann).

    Damals war Sabine* jedoch Studentin und sie war reifer und älter als ich. Sie spielte alle Waffen einer Frau aus. Sie war einfach lieb, knuddelig, intellegent und bildhübsch.

    Es geschah, was nicht hätte geschehen dürfen: Irgendwann küssten wir uns, während irgendwelche Lieder für die Hörer liefen, im Hörfunk-Studio des Offenen Kanals in der Prinzregentenstrasse.

    Dennoch bin ich mir sicher, dass solange Zungenküsse nicht als sexuelle Handlungen gelten, es nicht zu ernsteren sexuellen Handlungen im Hörfunk-Studio des Offenen Kanals in Ludwigshafen am Rhein kam. Günstig für uns beide: Wir waren beide bereits nach dem Gesetz volljährig und irgendwie ging die Initiative dieser privaten "Medienfusion" der nicht gewöhnlichen Art, sowohl von Sabine* als auch von mir aus*. Irgendetwas zog uns gemeinsam an.

    Doch selbst bei einer öffentlichen Radio-Musik-Show in der Nähe von Friedelsheim in der Pfalz geschahen, Dinge, die ich mir so heute einfach nicht erklären kann. Sabine* und ich tanzten und es geschah abermals, dass wir uns küssten.

    Dabei handelte sich nicht nur um Freundschaftsküsse, sondern es kamen auch Zungenküsse unter den Augen von mehreren Hundert Gästen vor. Wer mich gut kennt, weiss, dass ich zurückhaltend und kein Draufgänger bin. Lag es an Sabine*?

    Gab es einen Stromausfall ?

    Irgendetwas geschah dann, als wir tanzten. Plötzlich standen mehrere Dutzend Menschen mit ihren brennenden Feuerzeugen in der Hand im Kreis um uns herum, was ich offengestanden, erst viel später wahrnahm, denn ich wahr mit Sabine* (Name vom Autor aus Sicherheitsgründen geändert) „beschäftigt“ und hatte versehentlich das Publikum, die Gäste der Radio-Musik-Show, vergessen.

    Das hätte so nicht vorkommen dürfen. Ich handelte nicht mit Vorsatz und nicht in der Absicht, ausgerechnet unser Publikum, nur für wenige Minuten zu vergessen.

    Liebe Hörer, Zuschauer und liebes Publikum, bitte verzeihen Sie mir, dass ich Sie damals offenbar für einige Minuten vergessen hatte. Sabine* war es irgendwie gelungen, all meine Aufmerksamkeit auf sie als Frau zu konzentrieren.

    Später versuchte ich noch in Erfahrung zu bringen, ob es vielleicht einen Stromausfall gab. Dem war nicht so. Dafür gab es auch nicht wirklich einen Anhaltspunkt, weil die Musik, damals noch von Plattenspielern und Kassetten, weiterlief. Für das auffällige Verhalten des Publikums muss es einen Grund gegeben haben.

    Waren es etwa Sabine* und ich, die wie zwei verliebte Turteltauben wohl mehr uns im Kopf hatten, als das Publikum, für das wir als ehrenamtliche Moderatoren engagiert waren?

    Beinahe wäre aus einer Nachrichten-Sendung für Kinder möglicherweise auch die Nachrichten über ein Kind entstanden.

    In der Wohnung von Sabine* kam es zu dem, was mir heute nicht erklärlich ist. Wir küssten, schmusten, streichelten, liebkosten, flüsterten uns irgendwelche „schöne Dinge“ ins Ohr und irgendwie geschah es nach dem die Kleider ausgezogen waren, dass es dann doch zu einer oder mehreren ernsten sexuellen Handlungen im Rahmen eines Liebesaktes und Geschlechtsverkehr kam.

    Nachweisbar war ich auch damals arm und bis zu diesen Ereignissen lebte ich im Glauben, dass Frauen sich nur in Millionäre oder angehende Millionäre verlieben. Wie konnte sich Sabine* auf eine Liebesbeziehung mit mir als armen Menschen und Mann einlassen?

    Offenbar konnte Geld kein Grund für diese nicht gewöhnliche Beziehung sein.

    Es war mein erster Liebesakt, den ich mit einer Frau und ausgerechnet mit einer Journalisten-Kollegin hatte. Ich schrieb damals zudem für die Speyerer Tagespost und Sabine* als Studentin wohl für eine andere Zeitung in der Region (*Anmerkung des Autors: Die Rheinpfalz).

    Noch heute frage ich mich, hätten wir in einer Zeitung oder gar in beiden Zeitungen eine Heirats-Anzeige aufgeben müssen?

    Kaum vorstellbar: Ahnungslose Hörer schalten ihr Radio ein und plötzlich erklären eine Moderatorin und ein Moderator freudenstrahlend: „Kommende Woche um „x“ Uhr, werden wir heiraten.“

    Kaum vorstellbar, dies wäre beim Verkehrsfunk geschehen. Das hätte in ganz Rheinland-Pfalz zu einem Verkehrs-Chaos führen können, bei dem selbst die Verkehrs-Polizei ohne Chance gewesen wäre.

    Aus heutiger Sicht mit 15 Jahren Berufserfahrung als Gesundheits- und Krankenpfleger, als Rettungssanitäter und seit rund 20 Jahren als Journalist kann ich nicht ganz ausschließen, dass dies zu einigen Einsätzen von Notärzten bei den Hörern hätte führen können.

    Sabine* war 28 Jahre und ich 20 Jahre. Natürlich war Sabine* mit allen Waffen einer Frau ausgestattet und natürlich wusste sie sehr wohl was sie machte, während ich offenbar in Vernebelung völliger Verliebtheit handelte und mich heute als selbst „unzurechnungsfähig“ in dieser Zeit bezeichnen würde.

    Radio-Moderatoren-Liebespaar sorgte für kleinen wirtschaftlichen Aufschwung in Ludwigshafen am Rhein

    In der Fußgängerzone vor dem Rathaus-Center in Ludwigshafen am Rhein profitieren einige Geschäftsleute von der Liebesbeziehung einer Radio-Moderatorin und eines Radio-Moderators.

    In unseren kurzen Beziehung haben wir sicher zu einem uns damals noch nicht bekannten wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt Ludwigshafen am Rhein beigetragen. Wir kauften Eiskugeln. Ich kaufte für Sabine* kleine, meinem finanziellen Budget angepasste Geschenke und Blumen.

    Das hätte ich ohne Sabine* nicht gemacht. Wem hätte ich sonst die Blumen kaufen sollen?

    So gesehen bedeutet die „Sex in the media and in the city“-Liebes-Affäre einer Radio-Moderatorin und eines Radio-Moderators beim privaten Rundfunk in Ludwigshafen am Rhein, Ende der 80er Jahre vielleicht ja kein ganz so großer Schaden für die Stadt Ludwigshafen am Rhein. Jahre später bin ich sicher, wäre aus der Beziehung ein Kind entstanden, dann hätte ich wohl rund neun Monate später auch Pampers, Babynahrung und andere für Kinder nützliche Dinge gekauft.

    Bei diesem ersten Mal muss ich mich ohnehin angestellt haben, wie ein „Dorftrottel“ (ich wohnte damals in Neuhofen in der Pfalz, da war Aufklärung möglicherweise noch nicht so bekannt, wie in Ludwigshafen am Rhein...).

    Daher kann ich nur schwere Fehler einräumen. Dies geschah während der Arbeit, die wir beide als Moderatoren ausführten, jedoch nachweisbar ohne Bezahlung.

    Dafür gibt es auch Zeugen des Finanzamtes Ludwigshafen am Rhein. Ein Mitarbeiter des Finanzamtes Ludwigshafen am Rhein war einer der Veranstalter, der Sabine* und mich als Moderatoren für diese Radio-Musik-Bühnenshow, die plötzlich inmitten des Publikums verlagert war, einlud und engagierte.

    Dafür gab es kein Drehbuch und keine Absprache. Leider kann ich heute nur schwere Fehler einräumen und gestehen: Ich muss in Sabine* verliebt gewesen sein, sonst hätte dies und mehr nicht geschehen können.

    Den Veranstalter konnte ich nicht rechtzeitig warnen, denn ich hatte keine Ahnung, dass es während einer Radio-Musik-Show zu Ausfällen wegen Verliebtheit in eine Frau kommen könnte.

    Dabei kam es zum unehelichen Liebesakt mit meiner Kolleginnen und irgendwie stimmte wohl nicht nur im Radio die Wellenlänge, sondern auch sonst die Chemie, für eine begrenzte Zeit.

    Obgleich ich mir noch heute eigene Kinder mit der richtigen Frau wünsche, bin ich froh darüber und dankbar, dass aus dieser Beziehung nicht die Nachricht von einem Kind entstanden ist.

    Es ist richtig, dass ich zwar in Sabine* sehr verliebt war, nur ist es auch richtig, dass Sabine* offensichtlich zu keinem Zeitpunkt die Absicht zur Heirat hatte, was ich erst später durch andere Personen erfuhr.

    Nachweisbar erhielten wir beide weder als Moderatoren noch für unsere Liebesbeziehung eine Bezahlung. Es geschah alles irgendwie „ehrenamtlich“.

    Irgendwann ging die Beziehung zu Ende. Damals konnte ich dies nur so akzeptieren. Heute kann ich leider nur sehr schwere Fehler eingestehen und wenigstens mitteilen, dass ich aus dieser Situation gelernt habe.

    Keine Vorwürfe mache ich heute an Sabine* - wir beide haben schwer in Sünde gelebt, wir beide sind schuldig. Zu einem Liebesakt zählen zwei Menschen, eine Frau und ein Mann – die hatten sich damals offenbar zum falschen Zeitpunkt und unter falschen Voraussetzungen auch getroffen und daraus hätte auch ein „Volltreffer“ werden können.

    Kaum vorstellbar, welche Schlagzeilen geschrieben worden wären, wenn wir gar zu einem glücklichen Ehepaar in Ludwigshafen am Rhein geworden wären.

    Wir wären im Doppelpack als Frau und Mann, als Journalisten und Moderatoren zu einer gefährlichen Konkurrenz bei so ziemlich jedem Radio-Sender und möglicherweise auch in anderen Medien geworden.

    Diese Ereignisse konnten bislang erfolgreich verhindert werden. Die Stadt Ludwigshafen ist vorläufig gerettet worden.
    Mich freut es für Sabine*, dass es ihr, im Gegensatz zu mir, die heute als Journalistin für eine große Zeitung arbeitet, sehr gut geht. Meine Hoffnung ist, dass sie den richtigen Ehemann gefunden hat. Sehr gut kann ich es mir vorstellen, dass dieser Mann mit Sabine* (Name vom Autor aus Sicherheitsgründen geändert) sehr glücklich sein muss.

    Wer weiß – vielleicht auch schon mit vielen Kindern?

    Beim Offenen Kanal Ludwigshafen am Rhein, bei der Landesregierung in Rheinland-Pfalz in Mainz , bei Publikum und bei den Hörern kann ich heute nur um Entschuldigung bitten.

    Beinahe wäre im privaten Rundfunk eine sehr private Sendung mit einer frohen Botschaft entstanden. Das steht so im Landesmediengesetz nicht geschrieben.

    Die Zusammenarbeit zweier medienschaffenden Menschen, einer Frau und eines Mannes hätte möglicherweise gar zu einem Bevölkerungsanstieg in Rheinland-Pfalz führen können.

    Ludwigshafen blieben schlimme Schlagzeilen erspart

    Erfreulicherweise blieben der Stadt Ludwigshafen folgende Schlagzeilen erspart: "SCHLIMM: Radio-Moderatorin heiratet Radio-Moderatoren", "Noch SCHLIMMER: Frau und Radio-Moderatorin eines Mannes und Radio-Moderators wird schwanger", "Noch, noch SCHLIMMER: Frau und Radio-Moderatorin eines Mannes und Radio-Moderators wird zum zweiten mal schwanger", "Extrem SCHLIMM: Radio-Moderatoren-Paar lädt 10 Enkel-Kinder zur tausendsten Sendung und weitere Gäste..."

    Aus vergangenen Fehlern gelernt – Scharfe Sicherheits-Standards für die Zukunft

    Für mich kommen nur noch Radio-Moderationen in Frage, die einzeln stattfinden. Bei einer Doppel-Moderation zwei nicht verheirateter Moderatoren, einer Frau und einer Mann, besteht die Gefahr, dass es nicht nur über die Antenne bei den Hörern funkt, sondern völlig unvorgesehen auch zwischen den beiden Menschen „funkt“, was so auch in keinem Sendeablaufplan steht.

    Dabei weiß ich, worum es geht. Ich schrieb viele Sendeablaufpläne.

    Man kann weder bei einer Radio-Sendung noch bei einer Fernseh-Sendung das Gelingen einer guten Sendung dem Zufall überlassen.

    Sollte es je wieder eine Doppel-Moderation mit einer nicht verheirateten Frau und mir geben, dann kann ich mir dies nur einen gläsernen Radio-Studio vorstellen, bei dem Hörer, Sendeleiter und Chefredakteur gleichermaßen, etwa als „Liebestöter“ fungieren und alles unter guter Beobachtung haben.

    Während meiner öffentlichen Radio-Sendungen für den privaten Bermuda-Funk (Mannheim / Heidelberg) im Stadthaus in Mannheim im Jahr 2000 kam es nicht zu Szenen eines verliebten Radio-Moderatoren-Paares.

    Außergewöhnlich war allerdings dort, dass mir ein Hörer ein Frühstück ins Stadthaus brachte, nach dem ich ins Mikrofon erzählte, dass ich wegen Hunger und Übermüdung kurz davor bin, vom Stuhl zu fallen. Herzlichen Dank !

    Ich war richtig hungrig und total übermüdet. Der Kaffee war gut. Allerdings bin ich der Überzeugung, wäre der Kaffee von einer Frau zubereitet worden, hätte dieser vermutlich nochmals eine ganze Note besser geschmeckt und ich kann mich der Gefahr nicht ganz verschliessen, dass ich diese Frau, wäre diese Single gewesen, hätte heiraten können.

    Das unterstützt meine These, dass es sich unter den Augen der Öffentlichkeit, verhindern lässt, dass sich eine nicht verheiratete Moderatorin und ein nicht verheirateter Moderator ineinander verlieben und dass daraus mehr wird.

    Unter den Augen der Öffentlichkeit fühle ich mich daher recht sicher. Es besteht selbst im Falle einer Doppel-Moderation mit einer nicht verheirateten Kollegin kaum die Gefahr, dass aus einer beruflichen Zusammenarbeit auch ein privates Zusammenwirken wird.

    Zudem bin ich mir heute auch meiner Verantwortung gegenüber einer Frau und einer Radio-Station als Arbeitgeber bewusst. Der Offene Kanal war zu keinem Zeitpunkt der Arbeitgeber von Sabine* und mir.

    Würde eine Frau und Moderatorin nach einem gelungenen Liebesakt schwanger werden, dann könnte es im Rahmen von sogenannten „Babypausen“ oder auch Erziehungszeiten zum Arbeitsausfall einer Radio-Moderatorin kommen.

    Dies kann natürlich nicht im Sinne eines Arbeitgebers sein. Zumindest am Tag der Geburt ist anzunehmen, dass die Frau wohl kaum noch in der Lage wäre eine „Live“-Sendung aus dem Kreißsaal zu moderieren. Aber welcher Sendeleiter würde auf die verrückte Idee einer Radio-„Live“-Sendung aus dem Kreißsaal kommen?

    Bei vielen Menschen gilt eine Schwangerschaft einer Frau nicht als Krankheit sondern als Zustand, der ein Ereignis unter Beteiligung zweier Menschen, einer Frau und eines Mannes, vorausging.

    Jeder Sendeleiter würde auch ohne ein vorausgegangenes Studium der Medizin, bei einer schwangeren Radio-Moderatorin zur Annahme gelangen: Diese Frau hatte eine Beziehung und einen Liebesakt mit einem Mann oder muss sich, was heute durch High-Tech-Medizin möglich ist, doch zumindest einer künstlichen Besamung unterzogen haben.

    Völlig unklar ist, ob durch die Kontrollbehörden der zuständigen Landesmedienanstalt für Rheinland-Pfalz die Liebesbeziehung einer Radio-Moderatorin und eines Radio-Moderators hätte erfolgreich verhindert werden können.

    Dies wäre auch ohne die Anwendung von Gewalt mit einfachen Mitteln, etwa dem Einsatz einer Schallkanone, möglich gewesen.

    Beim Einsatz einer Schallkanone entstehen nur bedingt körperliche Verletzungen, etwa kurzzeitige Ertaubung. In der Regel ergreifen Menschen, die dem Einsatz einer Schallkanone ausgesetzt sind, die Flucht und halten sich ohne Wirkung die Ohren zu, was es nahezu unmöglich macht, dass es in dieser Zeit zu einem Liebesakt zweier verliebter Menschen, einer Moderatorin und eines Moderators, kommt.

    Wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt ist, ob Sabine* und ich möglicherweise unter dem Einsatz einer Schallkanone in Ludwigshafen in gegensätzliche oder etwa in die gleiche Richtung geflüchtet wären.

    Wären wir in die gleiche Richtung geflüchtet, besteht der Grund zur Annahme, dass es nach einer extremen Adrenalin-Ausschüttung in einer extremen Stress-Situation zu einem gelungenen Liebesakt in einer Extremsituation mit der Folge eines Kindes hätte kommen können.

    Nach einem großen Stromausfall in New York wurden rund neun Monate später mehrere hundert Baby´s geboren, was zur Annahme führt, dass viele Menschen den Stromausfall nicht zur Ursachenforschung über den Stromausfall nutzen, sondern mehr biologisch-praxisbezogene Studien der menschlichen Anatomie und Physiologie während der Zeit des Stromausfalls betrieben.

    Ganz und gar nicht erklärbar sind die weiteren Umstände, die zum Verlieben von Sabine* (Name aus Sicherheitsgründen vom Autor geändert) und von mir, führten.

    Es ist reine Spekulation: Scheiterte vielleicht ein geheimes Forschungsprojekt bei der BASF, bei der bisher unbekannte Liebessubstanzen in die Luft in der Chemiestadt gelangten und die zu nicht erklärbaren Liebesbeziehungen in der Stadt Ludwigshafen nicht nur zwischen diesen beiden Menschen führten?

    Bislang gibt es keinen einzigen Anhaltspunkt für solche Geschehnisse. Demnach können andere Ursachen für die Liebe zwischen Sabine* und mir nicht ausgeschlossen werden.

    Als mögliche Ursache von dritten, unabhängigen Beobachtern wird derzeit nicht ganz ausgeschlossen, dass als eine der Ursache das Geschlecht von Sabine* eine Rolle spielen könnte. Sie ist eine Frau und ich bin ein Mann. Auch in der Natur kommt es vor, dass sich weibliche und männliche Tiere paaren.

    Möglicherweise handelte es sich bei der Liebespaarung der Radio-Moderatorin Sabine* und von mir, zum Teil um ganz natürliche Vorgänge, die allerdings nicht im Schutz der Ehe stattfanden.

    Den Liebesakt mit Sabine* empfand ich als schön, angenehm und befriedigend. Von Sabine* liegen keine Statements zu den Geschehnissen in der Affäre „Sex in the media and sex in the city“ in Ludwigshafen am Rhein vor – wahrscheinlich war sie enttäuscht, doch es war mein erstes Mal – ich hatte zuvor keine sexuellen, praktischen Erfahrungen.

    Heute bin ich mir sicher, dass sich solche Ereignisse garantiert nie wiederholen werden. Es gibt keine Frau, der es gelingen könnte, mich vor einer Heirat zu irgendetwas zu bewegen. Ohne Heirat wird sich bei mir erst mal nichts mehr regen.

    Warten wäre wesentlich vernünftiger gewesen

    Heute bin ich der Überzeugung, ich hätte, wie ich es all die Jahre zuvor, auch plante und einhielt, warten sollen bis zu einer Hochzeit und erst in der Hochzeits-Nacht, mich auf einen Liebesakt mit einer Frau einlassen sollen.
    Sex mit der eigenen Ehefrau: Ja !

    Unehelichen Sex mit Studentinnen und Kolleginnen: Nein !

    Die Klärung weiterer Fragen könnte von wichtiger Bedeutung sein: Sind auch weibliche und männliche Fernseh-Journalisten der Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben? Sind auch weibliche und männliche Journalisten von Print-Medien, etwa Zeitungen und Magazine, der Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben?

    Sind auch weibliche und männliche Angehörige anderer Berufsgruppen der Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben?
    Was passiert wenn sich eine Polizistin in einen Polizisten verliebt ?
    Sind etwa die Leser und Leserinnen von Zeitungen der Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben?
    Sind etwa Hörer und Hörerinnen von Radio-Sendungen im privaten Rundfunk einer besonderen Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben?
    Sind etwa Zuschauer und Zuschauerinnen von Fernseh-Sendungen einer Gefahr ausgesetzt, sich zu verlieben?

    Was passiert, wenn sich eine Notärztin in einen Notarzt verliebt?
    Was passiert, wenn sich eine Hebamme in einen Geburtshelfer verliebt - wer übernimmt die Geburtshilfe - Ist eine faire Arbeitsteilung möglich?

    Was passiert, wenn sich eine SPD-Politikerin in einen CDU-Politiker verliebt? Spricht dann die Bevölkerung von einer großen Koalition oder doch eher von einer privaten Koalition? Werden die Verhandlungen um einen Ehevertrag ähnlich kompliziert, wie Koalitionsverhandlungen. Werden auch weibliche und männliche heiratswillige Journalisten mit Presseinformationen versorgt? Welche Parteien werden die Kinder wählen ? Im Sinne der Ausgewogenheit wären wohl mindestens vier Kinder sinnvoll (könnte eine sinnvolle Sitzverteilung ergeben...)

    Was haben diese „Frühlingsgefühle“ zu bedeuten?

    Könnte ein Baby-Boom in Deutschland zu wirtschaftlichem Aufschwung beitragen?
    Wenn Sie in der Beantwortung dieser Fragen mit sachdienlichen Informationen beitragen können, schreiben Sie an:

    redaktion@ifnd734.org

    BILD-Unterschrift # 1: Kann nicht mehr Hauptdarsteller des geplanten Filmes "Die Jungfrau von Neuhofen in der Pfalz" werden. "Radio ist Theater im Kopf", doch spätestens nach dieser Geschichte dürfte die Rolle des unbescholtenen und ahnungslosen Mannes kaum noch zu mir passen", meint Andreas Klamm.

    Der Radio-Moderator und Journalist, Andreas Klamm, verliebte sich bereits 1988 in die Radio-Moderatorin, Studentin und Journalistin Sabine* (Name aus Sicherheitsgründen vom Autor geändert). Zwischen den beiden funkte es nicht nur, sondern es kam auch zu einer privaten "Koalition". Im Hintergrund zu sehen: Michael Schmerl, einer der Verantalter der Radio-Musik-Show in der Pfalz. Schrieb er ein Drehbuch von dem der engagierte Journalist nichts wußte? Foto: Digisource / 3mnewswire.org

    Erst-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, 2. Januar 2006
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Berufstraining: BPJ für Anfänger

    Berufstraining:

    BPJ für Anfänger

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Die Abkürzung BPJ steht für das Berufs-Praktische Jahr und ist ein Angebot für junge Arbeitslose im Alter von 18 bis 25 Jahren, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu er­höhen.

    Die Aktion wird gemeinsam von Betrieben, der Arbeitsver­waltung des Arbeitsamtes und dem Bildungswerk der Ba­den-Württembergischen Wirt­schaft e. V. getragen.

    Das BPJ ist für junge arbeitslose Er­wachsene vorgesehen, die eine Ausbildung abgebrochen haben oder über keine verfü­gen, aber sich weiter qualifi­zieren wollen, für Langzeitsarbeitslose und Jugendliche ohne Ausbildung, die keine oder nur wenig Arbeitserfah­rung haben.

    Ziel des BPJ ist es, die jungen Arbeitslosen über die betrieb­liche Praxis der Arbeitswelt zuzuführen. Die Übernahme in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis sind ange­strebt.

    Die Teilnehmer des BPJ wer­den von erfahrenen Mitarbei­tern oder Ausbildern der Be­triebe in die praktische Tätig­keiten eingeführt. Mitarbeiter des Christlichen Jugenddorfes übernehmen die schultheore­tische und pädagogische Be­treuung und bieten einmal wöchentlich einen überbe­trieblichen Unterricht an.

    Das BPJ beginnt mit einer Einführungswoche und dau­ert längstens ein Jahr. Die Ar­beitszeit beträgt mit Seminar­tag vierzig Stunden pro Wo­che. Bei Erfüllung der persön­lichen Voraussetzungen wird vom Arbeitsamt eine Berufs­bildungsbeihilfe gewährt. Etwa 89 Prozent der BPJ-Teilnehmer können in ein festes Arbeits- oder Ausbildungs­verhältnis vermittelt werden. Weitere Auskünfte gibt es beim Arbeitsamt Mannheim, Telefon (06 21) 165-1.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Zehn Jahre Crypton - Am 2. Februar In der Feuerwache

    Karten zu gewinnen:

    Zehn Jahre Crypton

    Am 2. Februar In der Feuerwache

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Wer kennt sie nicht: Die Funk-Rock-Gruppe „Cryp­ton". Wo sie auftreten, geht die Post ab. Sechs Maxi-Singles hat „Crypton" inzwischen herausgebracht. Bekannt ist die „Crypton" durch ihre mit­reißenden Bühnenauftritte geworden.

    Zehn Jahre ist die Band jetzt im Geschäft und dieses Jubi­läum wird ordentlich gefeiert. Es kommen alle Musiker, die den früheren „Crypton"-Be­setzungen angehörten. Special Guests sind die farbige Sängerin Elaine Hudson (ihre Solo-Funk-Platte wird schon bald erscheinen) und Charles Shaw.

    Zu sehen gibt es außer­dem eine Super-Modenschau, Tänzer und einen D.J.. Heute am Donnerstag wird die Gruppe „Crypton" beim Rhein Neckar Fernsehen (RNF) von 18 bis 18.45 Uhr zu sehen sein.

    Wer das „Crypton"-Jubiläum mitfeiern möchte, hat die Chance am Samstag, 3. Fe­bruar, 20.30 Uhr in der Musik­werkstatt (Alte Feuerwache, Mannheim) dabei zu sein.

    Das WOCHENBLATT verlost zehn mal zwei Eintrittskarten. Die ersten zehn Anrufer, die uns nur am Freitag, 2. Februar, zwischen 14 und 14.30 Uhr unter Telefon 0621-162-236 anrufen, gewinnen. Grundsätzliches zu Gewinnspielen: Das Los entscheidet. Der Rechts­weg ist ausgeschlossen.

    BILD-Unterschrift # 1: Die Funk-Rock-Gruppe Crypton in Ihrer heutigen Besetzung feiern am kommenden Samstag zehnjähriges Bühnenjubiläum. Foto: ko

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • WOCHENBLATT-Gewinnspiel: Katzen, Künstler, Kamasutra

    WOCHENBLATT-Gewinnspiel:

    Katzen, Künstler, Kamasutra

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Social Security, zu deutsch (?) Katzen, Künstler, Kamasu­tra ist eine Komödie von An­drew Bergmann . Eine urkomische Geschichte: Halb geluscht, werden sie überall in Wäsche, Toaster, Lieblingsbücher.

    Beim Auf­setzgeräusch gefriert der opfermütigen älteren Tochter Trudy die Nackenhaut. Die Enkeltochter flieht in Sex­orgien. Tochter und Schwie­gersohn versteinern. So wirkt Sophie die Übermutter, uralt, kränkelnd und von skuriller Bosheit.

    Ne' Menge Kleberei, ne' Menge Versteinerung - das Resultat eine schöne Gesellschaft (?).

    ie Komödie wird vom Freitag, 2. März bis Sonntag. 4. März, 20.30 Uhr, beim Theater TrenT. TiG 7 (G T, 6800 Mannheim) aufge­führt.

    WOCHENBLATT-Leser kön­nen morgen, am Freitag, 2. März, dabei sein! Unter allen Lesern, die uns nur morgen, Freitag, 2. März zwischen 15 und 16 Uhr unter unserer Redaktionsnummer (0621) 162-233 anrufen, verlosen wir fünf­mal zwei Karten!

    Grundsätz­liches zu Gewinnspielen: Der Rechtsweg ist ausgeschlos­sen. Das Los entscheidet. Viel Glück !

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash, August 2007

  • Bücherfreaks können sich freuen

    Bücherfreaks können sich freuen

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Eine Spende hat der Geschäftsführer der Lackwerke Fay GmbH, Klaus Ehry, an die Zweigstelle der Stadtbücherei Seckenheim zur Aufstockung der Buchausstattungsmittel überreicht.
    Bürgermeister Lothar Mark, der die Aktion durch intensive Kontakte initiierte, hat die Spende gemeinsam mit dem Direktor der Stadtbücherei Dr. Klaus Hohlfeld entgegengenommen und dankte für das kulturelle Engagement der Lackwerke in Seckenheim.

    Bild-Unterschrift # 1: Unser Bild zeigt (v.l.n.r.) Bürgermeister Lothar Mark, Klaus Ehry, Geschäftsführer der Lackwerke Fay, Helga Gruß, Martin Schmitt, Stadtbüchereidirektor Dr. Klaus Hohlfeld, Winfried Höhn und den Leiter der Zweigstelle Seckenheim bei der Spendenübergabe. Foto: Thomas

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Julia Gutkina stellt aus: Ein Mädchen mit Ambitionen

    Julia Gutkina stellt aus:

    Ein Mädchen mit Ambitionen
    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Sie ist erst 19 Jahre jung: Julia Gutkina, 1970 in Leningrad (UdSSR) geboren, hat schon immer das Leben anders gesehen, als andere. 1980 besuchte die junge Künstlerin die Kreiskunstschule Wyborg in ihrer Geburtsstadt. Sie wurde von bekannten sowjetischen Künstlern in Ölmalerei, Aquarell, Bildhauerei und Kunstformgestaltung unterrichtet. Mit elf erhielt sie die Empfehlung an das Kunstgymnasium der Kunstakademie der Bildenden Künste zu gehen.

    Ihr erstes Bild hat sie bereits mit zwölf Jahren gemalt. 1984 hatte sie zum ersten Mal an der Ausstellung junger Künstler der Kunstakademie der UdSSR teilgenommen. Ein Jahr später erhielt sie an der Kunstakademie ihren ersten Preis. 1987 zog das Nachwuchstalent mit seinen Eltern nach Mannheim. Sie spricht inzwischen fließend Deutsch. Julia ist ein Nachtmensch. Nachts um zwei hat sie mit ihrem Selbstbildnis begonnen. Seit fünf Jahren arbeitet sie mit Öl auf Leinwand. Julia versucht so zu malen, wie sie die Welt sieht. Sie greift alle Themen auf, malt Portraits von Menschen, experimentiert.

    Im Mai 1988 erwarb sie den zweiten Preis beim Wettbewerb und der Ausstellung "Jugend gestaltet" des Rhein-Neckar-Kreises. Im letzten Jahr wurde sie beim gleichen Wettbewerb erneut ausgezeichnet.

    Inzwischen werden ihre Bilder quer durch die Bundesrepublik auf Ausstellungen gezeigt. So auch wieder in Mannheim. Vom 11. bis 21. Februar stellt die inzwischen an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe aufgenommene Künstlerin ihre Werke im Foyer des Jüdischen Gemeindezentrums (F3.4) aus.

    Bei der Eröffnung, am 11. Februar, 15 Uhr, wird sie persönlich anwesend sein. Andreas Klamm

    Jeder kann helfen...

    Wie mag wohl dieser Beitrag mit der Aktion "Jeder kann helfen..." in Verbindung sein?

    Julia Gutkina ist eine talentierte und gute Künstlerin, die anderen Menschen durch Portraits vielfältiger Art eine Freude bereitet. Jüdische Brüder und Schwestern gaben der jungen Künstlerin, Raum für die Ausstellung der Werke der jungen Künstlerin im jüdischen Gemeindezentrum in Mannheim. Das ist praktizierte Form der Nächstenliebe und Hilfe für die Künstlerin und für alle Kunst-interessierte Menschen in der Region.

    Die Ausstellung als Plattform betrachtet, könnte zudem Raum für gemeinsame Gespräche, für Dialoge, zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens, sein.

    Junge begabte Künstler, die nach einer guten Akademie suchen, können eine für sie bedeutsame Information aus diesem Beitrag lesen.

    Bis zum Erscheinen dieses Beitrages im Jahr 1989 / 1990 kannten weniger Menschen die Künstlerin Julia Gutkina. Der Beitrag ist eine Hilfe, Kunst und Künstler zu fördern, bekannt zu machen.

    Wenn ein Mensch, so begabt und talentiert, bereits in seiner Jugend engagiert ist, dann ist dies meiner Überzeugung nach, eine gute Nachricht wert.

    Verstehen Sie jetzt, wenn ich schreibe oder sage jeder kann helfen, so er denn will...oder die Bereitschaft da ist, zu helfen.

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim 1989/90
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, "Jeder kann helfen...", 28. August 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Soziales Engagement - 10.000 Euro-Spende: BASF AG hilft bedürftigen Menschen im Rhein-Pfalz-Kreis

    Soziales Engagement - 10.000 Euro-Spende:

    BASF AG hilft bedürftigen Menschen im Rhein-Pfalz-Kreis

    Landrat Werner Schröter freut sich in Anbetracht eines defizitären Haushaltes von 8 Millionen Euro

    Finanzielle Hilfe soll an bedürftige Familien und Menschen im Landkreis in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden verteilt werden

    VON ANDREAS KLAMM

    Ludwigshafen. Die BASF AG Ludwigshafen am Rhein hilft bedürftigen Menschen im Rhein-Pfalz-Kreis. Der Personalchef der BASF AG, Hans-Carsten Hansen, überreichte am Donnerstag, 15. Dezember, einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an Landrat Werner Schröter.

    Hans-Carsten Hansen: "Wir sind gerne, wie in jedem Jahr bereit, die Stadt Ludwigshafen, dem Rhein-Pfalz-Kreis und den kirchlichen Trägern für besondere Projekte, in diesem Fall auch für die Unterstützung von hilfsbedürftigen Mitbürgern, Geldbeträge zur Verfügung zu stellen. Im Jahr des 140jährigen Bestehens der BASF AG haben wir die Summen etwas erhöht. Für den Rhein-Pfalz-Kreis habe ich heute dem Landrat, Herrn Werner Schröter, einen Betrag von 10.000 Euro ausgehändigt."

    Das sei Geld, das direkt von der BASF AG, die in Ludwigshafen ihren Sitz hat, zur Verfügung gestellt wird.

    Dieses Jahr, habe die BASF AG ein Großprogramm gefahren, "Mit uns gewinnt die Region". Dabei habe man rund 22 Millionen Euro dieses Jahr ausgegeben, informierte Hans-Carsten Hansen von der BASF AG.

    Gefördert wurden auch Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Sport und Soziales.

    Die BASF AG habe damit auch gesellschaftliches Leben unterstützt. Ziel sei es die "Metropolregion" mit diesem Betrag auch ein Stück weit zusammenzubinden, so der Personalchef der BASF AG in Ludwigshafen am Rhein. Zu helfen, dies zu starten, sei ein Anliegen des Programms. Dies sei gut angekommen.

    Die Förderung einzelner Projekte werde im kommenden Jahr weitergehen. Hans-Carsten Hansen: "Wir werden auch ein sehr attraktives Volumen weiterhin zur Verfügung stellen".

    Zudem werden neue Projekte aufgenommen. Hier und da werde es Veränderungen geben, aber vieles wird sich auch bestätigen, beispielsweise das Filmfestival in Ludwigshafen am Rhein "Deutscher Film", werde im Frühjahr wieder stattfinden und auch andere Großveranstaltungen werden wie im Jahr 2005 die Fortsetzung genießen.

    Landrat Werner Schröter, freute sich über die Hilfe des weltgrößten Chemie-Unternehmens, der BASF AG: "Ich habe sehr erfreut gerade von Herrn Hansen erfahren, dass wir dieses Jahr 10.000 Euro bekommen. Noch heute morgen durfte ich der Presse unseren hochdefizitären Haushalt mit rund 8 Millionen Euro vorstellen. Da tut es uns gut, dass wir für unseren Sozialetat, eben diese 10.000 Euro verwenden können."

    Bereits im Vorfeld habe die Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises bei den Gemeinden nachgefragt, ob diese bedürftige Personen innerhalb ihrer Grenzen haben. "Natürlich gibt es in den Gemeinden bedürftige Personen", so Landrat Werner Schröter. "In enger Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, den in den Gemeinden Verantwortlichen und dem allgemeinen Sozialdienst der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises werden nun die Gelder verteilt für bedürftige Familien und für bedürftige Menschen im Landkreis.", versicherte der Landrat.

    BILD-Unterschrift # 1: Der Personalchef der BASF AG, Ludwigshafen am Rhein, Hans-Carsten Hansen überreichte einen Scheck mit 10.000 Euro für die Soforthilfe bedürftiger Famlien und Menschen im Rhein-Pfalz-Kreis an den Landrat des Landkreises, Werner Schröter (SPD). Foto: Andreas Klamm

    Television cast / zum Fernseh-Beitrag:

    http://www.ifnd734news.org/BASFhilft

    Weitere relevante Beiträge in der Reihe "XXL-info. Pflege & Soziales"

    http://www.ifnd734news.org/helfen

    http://www.ifnd734news.org/notfall

    http://www.ifnd734news.org/christmas

    http://www.ifnd734news.org/emergency

    http://www.ifnd734news.org/koenigghana

    http://www.ifnd734news.org/kingghana

    http://www.youtube.com/user/andreasklamm

    Erst-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, British Newsflash Magazine, 3mnewswire.org - Nachrichtenagentur, 2005
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • "Im Rollstuhl können wir nicht bedienen" - Karneval: Viel Freude und viel Arbeit

    MKV Eröffnungsball in Mechtersheim

    Hinter den Kulissen: 36 Stunden im Dauereinsatz, damit andere gut feiern können:

    "Im Rollstuhl können wir nicht bedienen"

    Karneval: Viel Freude und viel Arbeit

    VON ANDREAS KLAMM

    Mechtersheim. Mehrere hundert Besucher bewiesen beim Eröffnungsball des Mechtersheimer Karnevalvereins (MKV) ihren guten Stil und Geschmack für Musik und schwangen bis früh in die Morgenstunden zu einem breiten, musikalischen Repertoire der , Speyerer Band „Soul Dance´n More“ das Tanzbein. Die Musik bewegte ohne Zweifel nicht nur Herz und Seele des anspruchsvollen Publikums im niveauvoll geschmückten Saal des Drei-Sterne-Hotels „Pfälzer Hof“ in Mechtersheim bei Speyer. Im Ambiente des „wildens Westens“, schöner Indianer- Frauen und „harten Jungs“ mit Colts, stellte der Sitzungspräsident Markus Weis, er führte als Moderator durch den Abend, das Motto der Kampagne 2005/2006 vor: „Rauchende Colts und dreifach Hellau. Wilder Westen beim MKV...“. Weis ist bereits seit sechs Jahren Sitzungspräsident.

    Während die einen Menschen richtig gut ausgelassen feiern, sind Dutzende andere Menschen mit viel Arbeit hinter den Kulissen damit beschäftigt, zum Gelingen der Karnevalssaison beizutragen. „Im MKV gibt es 90 aktive Karnevalisten, alle aus dem Ort und der Region“, informierte Markus Weis, „die in monatelangen Vorbereitungen viel Kraft und Fleiß reinstecken, damit die Saison gut wird.“

    Zum guten Gelingen tragen nicht nur die aktiven Karnevalisten des rund 400 Mitglieder zählenden MKV bei, sondern auch nahezu ein Dutzend Kellner und Kellnerinnen. Das Publikum, ist während des mehrstündigen Eröffnungsballes nicht nur tanzfreudig, sondern auch sehr durstig und hungrig.

    Auch das bereitet Freude bei Berufs-Kellnerin Jutta Reh. Sie arbeitet seit 1979 im Beruf: „Ich bediene gerne, weil Kellnern für mich nicht nur Beruf , sondern auch Berufung ist.“ Dabei haben sie und das Gastro-Team alle Hände voll zu tun: „Ist das Pils schon fertig? Cappuccino geht gleich raus, den gemischten Salatteller an Tisch 2“, koordiniert sie während eines Interviews die Einsätze ohne Hast und Eile. „Gerade bei schwierigen Gästen ist Diplomatie ganz wichtig. Man muss die Ruhe bewahren, höflich und freundlich bleiben.“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

    36 Stunden im Dauereinsatz bei Großveranstaltungen in der Stadthalle

    „Mir macht mein Beruf Freude und ich würde ihn immer wieder lernen.“ Zu Karneval mache es ihr immer Spaß zu arbeiten. „Es gibt schöne Musik und es ist immer was los.“. Es kann aber auch schon mal „stressig“ werden: „Ich war im Karneval schon mal 36 Stunden am Stück im Einsatz.“

    In der Stadthalle erlebte sie Ballveranstaltungen, die morgens zwischen 5 und 6 Uhr zu Ende sind. Um 8 Uhr kamen die nächsten 1200 Gäste, da hatte ich gerade mal noch Zeit, um kurz zu duschen und für eine Tasse Kaffee.“ Heute ist sie „nur „ rund zwölf Stunden im Einsatz.

    „Jede Veranstaltung und jeder Arbeitseinsatz hat seine Reize“, ergänzt sie. „Zur guten Musik gehe ich beschwingt mit dem Tablett durch die Reihen“, beschreibt sie ihre Arbeits- und Überlebens-Taktik. Allerdings zum Feiern im Karneval bleibe kaum Zeit: „Wir sind immer an der Basis und an der Front“, erklärte Jutta Reh. Vom Putzlappen bis zur Gabel müsse alles organisiert werden. Mit Frechheiten von Gästen weiß sie gut umzugehen: „Es ist wichtig alles super zu regeln ohne, dass dabei ein böses Wort fällt.“, empfiehlt sie. Nach 12 Stunden oder mehr knochenharter Arbeit gönnt sie sich auch mal ein Fußbad. „Das muss einfach sein, im Rollstuhl können wir nicht mehr bedienen“, meint sie.

    Marco Doerner ist Kellner-Azubi im dritten Lehrjahr. „Viele, viele Getränke sind auf einer Großveranstaltung, wie dieser auszugeben.“. Bei Festen, wie heute, ist er, weil noch Azubi „nur“ zwischen acht und zehn Stunden im Dienst. „Karneval ist schon groß geschrieben in meiner Familie, aber es bleibt mir keine Zeit zu feiern.“, beschreibt er seine ersten Erfahrungen. „Zwischendurch muss man sich mal etwas strecken, luftdurchlässiges Schuhwerk mit Luftpolstern, und spezielle Strümpfe für den Gastro-Service tragen. Das hilft sehr, sonst „rauchen“ die Füße.“, empfiehlt der Azubi. „Ich will später mal ein eigenes Hotel eröffnen.“, hofft er.

    Die Tanz- und Choreographie-Trainerinnen für Garde- und Schautanz, Ivonne Bresch und Tanja Bentz wissen ebenso was viel Einsatz bedeutet. Sie waren mit viel Arbeit damit beschäftigt, die Garde-Tänzerinnen und das Elferrat-Ballett im Indianer-Kostüm auf die Tanzdarbietung vorzubereiten: „Wir trainierten seit April für diesen Tanz. Fünf neue Garde-Tänzerinnen galt es vorzubereiten, weil fünf erfahrene Tänzerinnen wegen ihres Studiums nicht mitmachen konnten.“

    Unter den zahlreichen prominenten Feiernden im Pfälzer Hof befand sich auch Bürgermeister Manfred Scharfenberger: „Es war ein schöner Abend. Es war eine runde Sache, wie der Elferrat, die Garde und der Narrenchor das Motto der Kampagne präsentierten.“ Für ihn ist Karneval ist eine schöne Nebensache: „Das Dorfgeschehen wird auf die Schippe genommen und von einer anderen Seite gesehen. Es macht einfach Spass !“

    Spannend wird es garantiert in den Prunksitzungen, mit meist weit mehr als 350 Gästen: „Es kommt schon was Heftiges mit spitzen Formulierungen. Zuhören lohnt sich auf jeden Fall.“, blickte Erich Miller, zweiter Vorstand des MKV, voraus. Er wird das politische Zeitgeschehen beleuchten. Der hauseigene MKV-TV-Kamera-Mann, Adam Norfing, wurde neben vielen weiteren Ehrengästen mit einem Orden für seine Verdienste ausgezeichnet: „Es war sehr gut, ich war zufrieden.“

    Alle Photos: von Andreas Klamm, weitere Photos bei Anfrage erhältlich.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 16. November 2005
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional, November 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2005

  • Farbenprächtig, humorvoll und spritzig: Karnevalistischer Höhenflug

    Farbenprächtig, humorvoll und spritzig:

    Karnevalistischer Höhenflug

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim. Man (frau) mußte sie einfach erlebt haben: Die fünfte närrische Sitzung der Grokageli im John Deere-Casino. Der Saal war voll ausverkauft, die Stimmung riesig.

    Das lag nicht nur am Programm unter Sitzungsleitung von Michael Plep, sondern am Publikum, das ideenreich maskiert und mit viel Sinn für Humor, zur Sitzung gekommen war. Unter den närrischen Gästen feierten zahlreiche Ehrengäste.

    Zum Auftakt der Bütten-Reden protokollierte Rainer Probst seiten- und zeitenkritisch. Das "Chaoten-Duo" Gerd Wetz und Lothar Stripf strapazierte unerbi(ü)ttlich die Lachmuskeln des Publikums.

    Stadtrat Rolf Dieter "wetterte" über politisches Narrentum. Hans Schmitt "Frauenliebhaber" brachte eine Lobhymmne auf die Männer dar. Günter Thomas "watschelte" als Babette von der Fischbach in den Saal und sie -pardon: er berichtete hautnah vom "Intimleben" örtlicher Persönlichkeiten, Frau, Nachbarin inbegriffen. Nach dem Family-Klatsch überfiel "Babette", Sitzungsleiter Michael Plep mit einem Filsbach-Tango und Lambada. Der Saal tobte.

    Jüngster in der Bütt´ war Björn Schmelzinger. Die Spezies Herbert Janisch, Karl Lorenz, Wenzel Stollmeyer und Hans Threm brachten alle zum Schunkeln und Horst Karcher sang Stimmungslieder. Fast keiner blieb mehr still sitzen, als das Can-Can Männer-Ballett ins Moulin Rouge entführte. Eine Augenweide boten die Mini- und Juniorengarde, Tanzmariechen Melanie Fecker begeisterte das Publikum und Helga Schiffer schunkelte alle mit ihrem Wassertum-Lied ein.

    Die Schwansee-Kür von Gisela Kilokowsky und Falko Federkowsky ließ die Halle beben. Beide mußten eine Zugabennummer tanzen. Flotte Märsche spielte die Kurpfälzer Schloß-Garde.

    Das Stadt-Prinzenpaar hat die Feierenden mit ihrem Besuch überrascht und erfreut. Bis drei Uhr morgens spielten die "Hot Gamblers", Musik zum Tanzen. Die Fastnachter der Grokageli können zufrieden sein.

    BILD-Unterschrift # 1: Können mit sich zufrieden sein: Die Grokageli in Mannheim. Foto: Thomas

    BILD-Unterschrift # 2: Viel gute Stimmung im John Deere-Casino. Das ideenreich maskierte Publikum feierte ausgelassen. Foto: Thomas

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim. 1990
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007

  • "Zabbe" regieren: "Narren" stürmen Seckenheimer Schloß

    "Zabbe" regieren:

    "Narren" stürmen Seckenheimer Schloß

    VON ANDREAS KLAMM

    Mannheim/Seckenheim. Mit Pauken und Trompeten marschierten die Karnevalisten vom KG Grün-Weiss Mannheim-Schönau in das Seckenheimer Schloß ein - die ganz Kleinen in der ersten Reihe.

    Gemeindesekretär Roland Esche begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und Vertreter aus Gemeinde und Stadt. Unter ihnen war auch die Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Roswitha Wisniewski.

    In seiner Rede zum Neujahrsempfang ging Roland Esche auf die Veränderungen im anderen Teil Deutschlands ein. Er appelierte an seine Zuhörer, über Partei-, Konfessions- und Vereinsgrenzen hinweg für ein "Seckenheim miteinander" aktiv zu sein.

    Werner Seitz hat für dieses Jahr als einziger Stadtrat Seckenheims - früher waren es vier - kein leichtes Amt übernommen.

    "Zabbe"-Vorsitzender, Heinrich Kraus, blickte in seiner Rede in die Zukunft. 125 Jahre Sängerbund und das Straßenfest sind Meilensteine für das Jahr 2000. Dann gab´s ein dreimal kräftiges "Zabbe, Ahoi" und Seckenheim´s Glanz-Sternchen, die hübsche Simone Bechtel trat als Prinzessin Simone, die II. vom edlen Tropfen in Aktion. Mit wenig Lampenfieber verlas sie die Proklamation für das Jahr 1990 der Seckenheimer "Narren".

    Deren Inhalte reichten von der Umbenennung Seckenheims in Zappenhausen, über die Ernennung von Roland Esche zum Oberbürgermeister, bis zur Förderung einer Fitness-Dauerkarte für "Einzelkämpfer" Stadtrat Werner Seitz.

    Simone, die II. vom edlen Tropfen, erhielt vom BDS-Vorsitzenden, Walter Eberwein ihre Prinzessinnen-Kette.

    Roland Esche rückte wenig später "Zabbe-Orden-gebrüstet" ohne Wehmut, ja sogar leichten Herzens, den goldenen Rathaus-Schlüssel heraus.

    Er sagt dazu: "Nicht alles, was glänzt ist Gold." Ein Überläufer...? Seckenheimer Bäcker lieferten eine überdimensionale Neujahrs-Brezel gleich dazu, und so wurde dies ein Riesen-Start in das neue Jahr.

    Schlüsselübergabe im Seckenheimer Schloß: (v. l. n. r.) Prinzessin Simone, die II. vom edlen Tropfen, Heinrich Kraus, Gemeindesekretär Roland Esche. Foto: Thomas

    Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
    Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News, Karneval-Regional, Dokumentation, 2005
    Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Hohe Auszeichnung für große Verdienste: „Pfälzer Saumagen-Orden“ geht an Hans-Dietrich Genscher

    Hohe Auszeichnung für große Verdienste:

    „Pfälzer Saumagen-Orden“ geht an Hans-Dietrich Genscher

    VON ANDREAS KLAMM

    Schifferstadt. „Der 15. Pfälzer Saumagen-Orden geht an den Spitzenpolitiker und früheren Bundesaußenminister, Hans-Dietrich Genscher.“ Dies erklärte im Pressegespräch im Hotel „Zur Kanne“ am Montagabend, die für die Organisation der Saumagen-Verleihung verantwortliche Senatorin der Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft „Schlotte“ e. V., Marlein Bittner.

    Die Verleihung des außergewöhnlichen Ordens, der nur an besonders verdiente Persönlichkeiten in der Bundesrepublik Deutschland von der Karneval-Geschellschaft „Schlotte“ erfolgt, gehe an Hans-Dietrich Genscher als Persönlichkeit, die durch den jahrzehntenlangen Dienst im Sinne der deutschen Demokratie und liberaler Politik zum Aufbau des Staates ein Wesentliches beigetragen habe.

    Die von ihm hergestellte Kontinuität in der deutschen Außenpolitik habe bei den europäischen Nachbarn und ehemaligen Kriegsgegnern das Vertrauen geschaffen, ebenso wie beim ersten Ordensträger, den damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Genscher sei einer der "Väter der Deutschen Einheit“, deren Umsetzung in die Praxis durch den Spitzenpolitiker unter anderem mit dem symbolischen Akt der Grenzöffnung zwischen Deutschland und Tschechien im Dezember 1989 eingeleitet wurde, erklärte Bittner.

    Als großen, zum Teil persönlichen, Verdienst von Genscher, betrachte die Karnevalsgesellschaft die Ausrichtung deutscher Politik mit dem friedlichen und erfolgsversprechenden Zusammenwirken von Ost und West. Nur aufgrund dieser Vorbereitungen sei es letztlich möglich gewesen, das nach dem zweiten Weltkrieg getrennte Deutschland, zumindest zu einem Teil, wieder zusammenzuführen.

    Mit den Leistungen, die von Hans-Dietrich Genscher im Dienste seines Volkes, teilweise „übermenschliche“ Kraft erforderten, seien die Verleihungskriterien für den „Saumagen-Orden“ in hervorragender Weise, erfüllt, würdigte Senatorin Marlein Bittner, einen „Bruchteil“ der Verdienste, die der Politiker in seinem 50jährigen politischen Engagement erbrachte.

    Genscher freue sich über seine Wahl und empfindet es als Ehre, in den Kreis der „Saumagen-Ordensträger“ einzutreten.

    Zum Kreis der Ordensträger zählen Alt-Bundeskanzler, Dr. Helmut Kohl, Dr. Werner Pfützer, die Blues-Sängerin Joy Flemming, Fritz Walter, Prof. h. c. Dr. Theo Becker, BASF-Aufsichtsratsvorsitzender, Prof. Dr. Jürgen Strube, Ministerpräsident Kurt Beck, die mutigen Männer des Kampfmittel-Räumdienstes Rheinland-Pfalz, Ehrenbürger Theo Magin, der frühere Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel, Holiday-Park-Besitzer Wolfgang Schneider, Lothar Späth, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, und im vergangenen Jahr, der Welt-Schiedsrichter, Dr. Markus Merk aus Kaiserslautern.

    Die Verleihung des 15. Pfälzer Saumagen-Ordens an Hans-Dietrich Genscher, findet am 20. Februar 2006, 19.11 Uhr in einer Abendveranstaltung, im Alten Rathaus zu Schifferstadt statt.

    Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, British Newsflash Magazine, IFN d734 News Magazin, Karneval-Regional, November 2005
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2005

  • Wird Rüdiger Steinbeck zum Hartz-4-Märtyrer in Deutschland?

    Wird Rüdiger Steinbeck zum Hartz-4-Märtyrer in Deutschland?

    VON ANDREAS KLAMM

    New York / London / Wieda . Kann sich Deutschland, Rüdiger Steinbeck als Hartz-4-Märtyrer, in den Augen der internationalen Öffentlichkeit leisten? Seit mehr als 6 Wochen befindet sich der Mann aus Wieda (Landkreis Osterode) im Hungerstreik für Grundrechte und Menschenrechte in Deutschland.

    Böses kann nur mit GUTEM und der LIEBE überwunden werden! Wo sind in Deutschland, die Menschen und Behörden, die Nächstenliebe, die Liebe zu den Feinden leben und Mitgefühl für arme und notleidende Menschen haben?

    Deutschland braucht mehr Menschen, die auch ihren Nachbarn lieben. Kann der nicht notwendige Tod von Rüdiger Steinbeck verhindert werden? Können regionale Behörden und der Hungerstreikende gemeinsam eine Lösung finden, die dem hungerstreikenden Mann, ein menschenwürdiges Leben in Deutschland möglich macht?

    Der nicht notwendige Tod eines Menschen in Deutschland aufgrund von Armut. Das passt nicht zum Bild des Export-Weltmeister Deutschland.

    Bitte helfen Sie LIEBE, Güte und Menschenwürde nach Deutschland zu importieren. BITTE helfen Sie LEBEN in Deutschland zu retten! Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es 11 Millionen Menschen in Deutschland die von Armut betroffen oder gefährdet sind.

    Wenn diese Menschen und Menschen, die noch in Arbeit stehen, sich in einem Solidaritäts- und Hilfe-Bündnis "GEGEN ARMUT" zur Wahrung ihrer Grundrechte und Menschenrechte zusammenschliessen, kann eine Selbsthilfe und das Überleben auch für von Armut betroffene Menschen in Deutschland erreicht werden, bis Hilfe von oben kommt bzw. vielleicht auch gerechte politische Lösungen gefunden werden. DANKE.

    Erst-Veröffentlichung: 3mnewswire.org, British Newsflash Magazine, IFN d734 News Magazine, Januar 2007
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Tod von arbeitslosen, armen, behinderten und chronisch kranken Menschen "politisch gewollt"?

    Tod von arbeitslosen, armen, behinderten und chronisch kranken Menschen "politisch gewollt"?

    VON ANDREAS KLAMM, Nachrichten-Korrespondent

    New York / München / Speyer am Rhein/18. April 2007. Der Tod von arbeitslosen, armen, schwachen und notleidenden Menschen in Deutschland ist möglicherweise "politisch gewollt".

    Darauf weist in einem Leser-Kommentar in den Reaktionen des Hungertodes eines 20jährigen Mannes in Speyer am Rhein, der lernbehindert war, ein Leser der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung hin.

    So wörtlich schrieb er: "Die Richtung ist politisch gewollt. Natürlich ist der Fall übers Ziel hinausgeschossen. Aber es ist bekannt, wer arm ist muß früher sterben und dies wird [wenn auch nicht so] durchaus einkalkuliert!".

    Sollte sich dieser schreckliche Hinweis bewahrheiten, dann haben in Deutschland arbeitslose, arme, kranke, zu junge, alte und kranke Menschen sehr schlechte Aussichten künftig zu überleben.

    Ungeachtet dessen würde selbst der "politisch gewollte Tod" von arbeitslosen, zu jungen, zu alten, armen, notleidenden, behinderten und chronisch kranken Menschen, gegen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verstossen.

    Lesen Sie hierzu auch den Beitrag "Rechte behinderter Menschen weltweit schützen und stärken - Deutschland zeichnet in New York VN-Abkommen" bei

    http://www.ifnd734news.org/sozialfragen/newsrelease27.html

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra8m4/panora...kel/441/110331/

    Erst-Veröffentlichung: 3mnewswire.org, IFN d734 News Magazine, British Newsflash Magazine, 18. April 2007
    Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

  • Armut in Deutschland: 20jähriger Mann verhungert in Speyer

    Wut und Trauer der Menschen nach qualvollen Hungertod eines Mannes

    Armut in Deutschland:

    20jähriger Mann verhungert in Speyer

    Schwere Mangelerscheinungen: Mutter des Todes-Opfers im Krankenhaus

    Junger Mann stirbt qualvollen Hungertod

    VON ANDREAS KLAMM, Nachrichten-Korrespondent

    Speyer / Ludwigshafen am Rhein. 18. April 2007 / Politik/ Gesundheit / Soziales/ Kommentar/ In Speyer am Rhein gibt es das erste offizielle Todes-Opfer durch Armut infolge von Arbeitslosigkeit in Deutschland. Dies geht aus einem Bericht des Forums "http://www.alg2-hartz4.de " und zahlreicher weiterer internationaler Medien hervor. Der 20jährige Mann ohne Arbeit ist regelrecht verhungert vor den Augen seiner ebenso hungerleidenden Mutter. Das ergab eine Obduktion.

    Unterdessen wies, dem Bericht zufolge, die zuständige Arbeitsagentur und die Stadt Speyer am Rhein die Verantwortung für die schrecklichen Ereignisse in der Vorderpfalz zurück.

    Die Mutter des 20jährigen Todesopfer,eine 48jährige Frau, befindet sich auch in sehr kritischem Zustand. Verschiedenen Berichten und Quellen zufolge, befindet diese sich in einem sehr schlechten Gesundheitszustand und musste in ein Krankenhaus mit schweren Mangel-Erscheinungen gebracht werden.

    Dem sozialen Dienst hätten keine Hinweise auf den schlechten Gesundheitszustand des Mannes vorgelegen. Seit Monaten habe der arbeitlose junge Mann wegen schwerster Armut offensichtlich keine ausreichende Nahrung zu sich nehmen können, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft bereits am Dienstag mit. Die Polizei fand den jungen Mann am Sonntagabend tot in seiner Wohnung. Ein Obduktion des stark abgemagerten 20jährigen führte zum Ergebnis Tod durch Herz- und Kreislaufversagen.

    Vor der Einführung des Arbeitslosengeldes II (Hartz 4), habe der junge Arbeitslose, Sozialhilfe von der Stadt erhalten. Seit dem sei er von der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration Vorderpfalz-Ludwigshafen mbH (GfA) betreut worden, erklärte ein Sprecher der Stadt Speyer am Rhein.

    Ein Sprecher der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration Vorderpfalz-Ludwigshafen mbH wies die Verantwortung für den Hungertod des jungen Mannes zurück. Im September habe es bei einem Besuch des Mannes in der Behörde keine Anzeichen dafür gegeben, dass er krank war. Laut Polizeiangaben habe der 20jährige Mann medizinische Untersuchungen und Arbeitsangebote ausgeschlagen. Daher habe er kein Geld für Lebensmittel erhalten.

    Die 48jährige Mutter habe ausgesagt, die Familie habe aus Geldmangel keine Lebensmittel mehr kaufen können. Sprecher caritativer Organisationen wiesen darauf hin, dass es für Menschen ohne Finanzmittel kostenlose Mahlzeiten gebe. Kirchen und Organiationen wie die "Speyerer Tafel" würden Menschen ohne Geld kostenfrei eine Mahlzeit im Rahmen von Armen-Speisungen anbieten.

    Die Polizei teilte mit, dass der Mann bereits mehrere Tage tot war zum Zeitpunkt des Auffindes. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis sei der stark abgemagerte 20jährige vermutlich bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gestorben, teilte eine Polizeisprecherin mit.

    Unterdessen beklagte der Herausgeber und Redaktionsleiter der Nachrichtenagentur 3mnewswire.org ( http://www.3mnewswire.org ) das Verhalten der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration Vorderpfalz-Ludwigshafen am Rhein mbH (GfA) gegenüber Journalisten und der Presse. Seit Wochen besteht eine Interview-Anfrage zu weiteren sozialen und wichtigen Themen. Die Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration verweigert seit Wochen der internationalen Nachrichtenagentur und einem international registrierten Journalisten jegliche Auskünfte, Informationen und ein Interview. Das lasse mehr an die Verhaltensweise und Anzeichen einer Diktatur statt einer aktiven Demokratie denken und dies macht bedenklich, ergänzte der Redaktionsleiter der internationalen Nachrichtenagentur.

    Der stellvertretende Geschäftsführer der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration Ludwigshafen-Vorderpfalz mbh (GfA), Hans Grohe, erklärte, die GfA sei davon ausgegangen, dass der 20jährige Mann "andersweitig Geld bekomme".

    Erst-Veröffent